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36 .
Bei Koblenz, wo der Grund so lieblich schön,
Steht eine Pyramide schlicht und klein,
Und krönet des begrünten Hügels Höhn;
Des Helden Asche senkte man hier ein,
Zwar unsres Feinds —- doch Ehre dem GebeinMareeau's! Manch rauhen Kriegers Thränen flössenAuf dessen allzufrühen Leichenstein,
Betrauernd und doch neidend den Genossen,
Der hier für Frankreichs Recht im Kampf sein Blut vergossen.
37 .
Kurz, brav und glorreich war des Jünglings Lauf,Den Leide Heere, Freund und Feind beklagen;
Der Wandrer blicke fromm zum Stein hinauf,
Und möge Ruh nicht seinem Geist versagen.
Denn für die Freiheit hat er sich geschlagen,
Der Seltnen Einer, die nicht herzversteintDie züchtigen, die ihre Waffen tragen,
Von Frevel» hat er stets sein Herz gereint,
Drum ward er, als er fiel, von Männern tief beweint.
38 .
Hier Ehrenbreitstein mit geschleiftem Wall,
Vom Rauch der Pulverminen schwarz gebrannt,Zeigt, was es damals war, als Bomb' und BallAbprallend fruchtlos seine Macht berannt;
Ein Siegesthurm: von dem der Feind erkannt,Belauscht ward, um sein Flüchten zu belauern.
Doch Friede warf, was selbst den Krieg gebannt,Und Sommerregen drang durch Dach und Mauern,Die Jahrelang umsonst bestürmt von Kugelschauern.