2i.
Lehnt man am Bord, umspült vom Meeresschaum,Den Moud betrachtend in der Wellen Schein,Vergißt das Herz der Hoffnung stolze» Traum,Nnd lenkt bewußtlos auf Vergangnes ein.
So arm ist keiner, daß er nicht ein Sein,
2hm thenrer als sein Leben, je besessen,
Das würdig ist, um Thräne» ihm zu weihn!
Ein flüchtiger Schmerz! jedoch ihn zu vergessenKann nur vergebens sich die matte Brust vermesse».
23 .
Am Felshang sinnen über Feld und Flut,
Langsam des Waldes Schattennacht dnrchwallcn.Wo Wesen Hansen, frei von aller Hut,
Wo selten oder nimmer Schritte Hallen ;
Mit wilden Heerde» dann empor sich krallenAuf Höhen, wo von Tritten keine Spur,
Allein zu stehn, wo Wasser donnernd fallen:
Das heißt nicht einsam sein, — mit der Natur,Die ihren Reiz entrollt, sich nntcrredcn nur.
2 «>.
Doch in des Menschenschwarmcs Drang, GewühleSchn, hören, fühlen nnd besitzen gar,Fvrtwandcrn, müde von des Lebens Schwüle,Nicht Andre segnend, selbst des Segens bar,Schooßkind des Glücks, verzagend in Gefahr!Nicht Einen wissen, der uns liebt allein,
Der, fehlten wir, nicht minder lacht der Schaar,Die ihn umringt, verfolgt mit Schmeichelei»: —Das, das heißt ganz allein, das heißt verlassen sein.