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21 .
Der Mond geht auf! — O schönes Abendgraucn!Lichtströme tanzen ans der blauen Flut!
Der Knabe seufzt daheim und Mädchen trauen —
O werd' es auf dem Land »ns auch so gut!
Ein rauher Säuger voll ArionsglutErweckt manch Lieb nach lust'ger Schifferweise:
Ein Kranz von muntern Hörern lauscht behüt,
Tanzt dann nach wohlbekanntem Takt im Kreise,
Ais sei der Strand erreicht, beendet schon die Reise.
22 .
Es blickt durch Calpe's Paß der schroffe Strand,Europa blickt erstaunt auf Afrika!
Beleuchtet wird von Luna's Strahl das LandDer schwarzgeaugten Frau» und Mohren. — Ha!
Wie sie am Strande von Hispauia
Auf Wald und Felsen wirkt ihr Strahlcnmieder,
Obschon sich dunkelnd, ihrer Phase nah!
Doch Mauritanicns riesgc Schattenglicder,
Sie steigen zu dem Strand vom Felsenriff hernieder.
23 .
Nacht ist's, wo stilles Sinnen fühlen lehrt,
Daß einst wir liebten, wen» auch jetzt nicht lieben,
Wo gern das Herz, von innrer Glut verzehrt,
Selbst freuudlos träumt, ihm sei ein Freund geblieben.Wer wünschte nicht das Alter ganz vertrieben,
Da Jugend Lieb' und Lust schon überlebt? —
Ach weuig hat der Tod nur zu zerstieben,
Wenn nichts verwandte Seelen mehr verwebt!
Blieb doch die schöne Zeit, wo inan als Knabe strebt!