33
<>,
Der Ritter ivar im Herren siech und bang,
Er floh der Trinkgcnvsscn Bacchanal,
Wenn Thau der Thränen in sein Auge drang,
Gefror ans Stolz der Tropfen karge Zahl;
Er, der sich fort in Träumereien stahl,
Entschloß sich jetzt, das Hcimathland zu meiden,
Wollt' über's Meer in heißer Zonen Strahl;
Satt des Genusses, sucht er Lust im Leiden,
Wollt' auch in's Schattenreich, wcnn's Wechsel böte, scheiden,
7 ,
So ließ der Ritter seiner Väter Halle,
Den würdcoollsten Ban in weiter Rund;
Trotz Alter schien sie fern noch ihrem Falle,
Gestützt ans Säulen und ans felsigem Grund.
Sonst Kloster, jetzt entweiht durch schnöden Bund;
Wo Aberglanb' einst seinen Sitz genommen,
Tönt jetzt Gesang ans loser Dirnen Mund ;
Ist wahr, was nachgesagt wird jenen Frommen,
So wähnten Mönche neu die alte Zeit gekommen.
Zuweilen zuckt in tollem Uebcrmuth
Ein seltsam Weh auf Harold's Augcnbraun,
Als ob Erinnrnng tödtlichgrimmer Wuth,
Getäuschte Leidenschaft sich ließe schaun:
Doch mocht' er Niemand seine Qual vertrau»,
Denn er war keine von den offnen Seelen,
Die sich an Trost und Mitgefühl erbau»;
Er ließ es selbst an wahren Freunden fehlen,
Ganz ohne Rath und Trost, de» Kummer zu verhehlen.