Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
574
Einzelbild herunterladen
 

574

Urkundliche Zeugnisse über Graf Billing.

Hohlstadt, Mönchen-Gasterstedt im Weimarischen und Altenburgischcn:Hochflurcn am rechten Ufer der Unstrut.

961. 23. April ohne Ort. 5 Tausch cum guockam nodis ckilssto vasalloOUIin^, er empfängt uostras proprietatis looa Xsuuckorl marcaiu,Ooruststi in., Oiudisici in pa^o OassiAsrvi in oomitatu 8iZirvrickicomitis. Dagegen oostsr ckilsotus milss IliUino trackickit . . guick-cfuick sreckitatis Iiabuit i» loco Vliseopstat in pSAv 4.ItA6ivi ineomitatu comitis IViUilielmi. Höser II, 339, 8t 283. Das Originalin Magdeburg ist schwerlich echt: ein unterer Streif des Pergaments istabgcschiütten und damit a. r. Xotum und Siegel, wenn eins vorhandenwar, verschwunden. Unerhört ist das Monogramm, der antographischeStrich eine Diagonale von rechts nach links zwischen den beiden V. Umfür das Rccognitionszeichen Raum zu gewinnen, ist der Text eingerückt,es ist in der künstlichen Weise des eilften Jahrh., ebenso die Hand, Ab-kürzungen ungewöhnlich. Es scheint danack, eine spätere Abschrift, diedas Original auch äußerlich darstellen wollte. Der Inhalt ist unver-dächtig. Asendorf und Dornstedt liegen im Mansfeldischen, die andernOrte vermag Wedekind nicht zu bestimmen, seine Vermutung, für 8i§i-muncki zu lesen 8iZikricki, hat sich bestätigt.

963. 25. April. Papst Johann XII. bestätigt' ckilscto liiio IlillinAo comitist Lsrtlisim abdati a ts orckiuato in monastsrio 8. Ustri ap. priuc.8. Io>mnni8 bapt. st Olir. protom. 8tepiiaui uecuou 8. Viti stXZatlras vii-A. guock a ts novitsr asckiüeatum sst . . situm in loeoLivora tsrritorio Llouuuoiousi und nimmt es in seinen apostolischenSchuh. Orr. OusII. IV, 556, .lallü 2836. Bibra liegt unfern Kirch-Scheidinqen und der Unstrut.

965. 28. Juli Wallhansen. Otto schenkt dem Morizkloster zu Magdeburgden Honigzins in pa^o Xslstici in oomitatu ÜilinAi comitis. Orr.Ouslt'. IV, 557, 8t. 384.

966. 28. Juli Wallhausen. O. schenkt demselben Kloster «guicktguick praecküvsl lisrsckitatis aliguanäo LilinAo uostro scnniti iurs oouoambiinsmps Xslstici ooncossimus, ipss vsro s contra «guickgfuick ooninxsnas lisrsckitatis iurs Iiabers vicksbatur nobis ckonavsrat, ianr ruptooouoambio . . in Iooi8 subuotatis Xova uibs Osbra^ora Oppinsst Lrsiistack. Orr. OusII. IV, 559, 8t. 406. Es kann auffallen, daßdiese beiden Urk. an demselben Orte und Kalenderdatum in zwei aufeinander folgenden Jahren ausgestellt sind, dennoch ist cs wohl richtig.Jene hat a. ine. 965 a. r. 30 i960) a. i. 3 (964) inck. 8 >.965), dieses. ino. 966 a. r. 31 (967) a. i. 5 (966) inck. 9 (966). Die letzte wirddurch die Beziehung auf die Urk. 952 26. Juni unzweifelhaft sichergestellt.

968. 2. Okt- Ravenna. O. schenkt dem Erzbisthum Magdeburg inonastsriumguock Ililliugus eoms8 in prsckio vsl useo nostro iwpsratorii iurisa luuckamsuto in lion b. lolmnnis bapt. ss. apost. Ootri st I'aulieonstruxit, sum eastsllo st villa st Omnibus appouckitiis vsl propristatibus cfuas prsckietiw OillinAUS äs suis sickoin inouastsrio cou-tulit et trackickit. Hofer II, 344, 8t. 451. Original in Berlin.

968. 3. Okt. Ravenna. Otto II. bestätigt die Schenkung seines Vaters anMagdeburg des inonastsrium gfuock IZillingus comss in nostro üsooeui uomsn sst Oibraba eonstruxit. ckaliö Dipl. guackraA. 15, 8t. 565.Original in Berlin. Scheidt (Orr. Ouvlt'. IV, 557), Schuttes (Oirsotor.ckipl. I, 91) und Knochenhaucr (Gcsch. Thüringens S- 181 A. 1) be-zweifeln die Echtheit mit Unrecht. Dann müßte auch Ottos I. Urk. un-echt sein, wenn man nach der Bulle von 963 die Thatsache der Schenkungselbst bezweifeln wollte.

b Zwei andere Urk. von demselben Tage 8t. 284. 285 haben das Lotum Wallhanscn, dochwird die erstere verdächtig durch das Siegel mit dem Kaiserbilde und der Aufschrift Otto imxgratornngllstno, ferner durch Buchstabenformen, die mehr dem II. Iabrb. entsprechen. Auffallend istin dem Inhalte: omnes Selnvuni gui xreäiotns oivituten oonfngstum faooro äobsnt.