Der historische Graf Billing.
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können, da er der Begründung entbehrte. Allein Senckcnberg scheint un-geachtet seines sinnreichen, aber wunderlichen Einfalles das Richtige erkannt zuhaben, daß weder Hermann noch seine Nachkommen sich je Billmger genannthaben.
Leider haben an sich dankenswerthe Forschungen durch ihre zweifelhafte Ver-knüpfung die Schwierigkeiten nur gemehrt: Leibniz (^.nn. irnp. II, 582), Eccard(ckisssrt. cis stswrnuts ciuv. 8axon. Lilknn^ano, OriA. OusII. IV, 555),Falke (Truckit. Oordsi. S. 24" ff.), Ayrer, Gebhardi (Kurze Gesch. des Michaels-klosters zu Lüneburg S. 7), Schankegl (S. 56), Wedekind (Herzog HermannS. 60; Noten II, 211 ff. Graf Billing) meinten, rn dem historischen GrafenBilling, dem urkundlich verbürgten Zeitgenossen Hermanns, jenen sagenhaftengefunden zu haben.
Der Graf Billing spielt in den Urkunden Ottos I. keine unbedeutendeRolle. Schon darum würde es nöthig sein, ihn näher in's Auge zu fassen.Auch nach Wedekinds trefflicher Arbeit mag die nachfolgende Uebersicht nichtüberflüssig fein.
944. 19. Sept. Botfeld. Otto gibt auf Fürsprache seines Bruders Heinrichund des Grafen Conrad prusäinm Uilinui iiiirm vusuiki Isguli iuckioioiurs tiseutuin jenem als eigen zurück. Förstemaun Neue Mittheil. IV,4, 137. 8t. 117.
952. 26. Juni Merseburg. O. bekundet enin czuockurn nobi^äileoto vu8u1ioLillinA nuncnputo prasckioruin eominututionsin . . nt ipss s. noUisnostrue propristutis losu . . ueoipsrst 1. s. Oxminu nnrreu, Durats.in. euin osstello Orociistu st Virobrugorg. m., 8tsinduiri in 8cIieciinAUra., Lrsiistscii m. st Ilping. m. . . ^ios uutsm istu OusinLsrock,Hi1ckssl>no8on st Ilsristi . . inntuo Irudsremno. Orr. 6ue1I. IV, 558.8t. 226. Der König gab also die Orte Osmünde, Trotha, Groitsch,Giebichenstein, Brachstedt, Oppin, sämtlich im oberen Saalkreise in derGegend von Halle gelegen, Scheidungen an der Unstrut und «teinbachbei Bibra; er empfieng Dasingerode im Eichsfeld, Ildehausen im Braun-schweigischen, Harste bei Göttingen. So nach Wedekinds genaueren Be-stimmungen.
953. o. T. Quedlinburg. O. schenkt dem Morizkloster zu Magdeburg xrus-ckiuin czuoci LiilinZus csuicluin nootsr niilss nobis truciiilit pro pro-pristats nostru, csuuin illi cionuviinns in putrirr 8olavorurn st inVIiurinAiu, nämlich die drei oben genannten Dasingerode, Harste, Ilde-hausen und Ilslisnngen, Oslitin, VlUIIiunIinsun, Ä.Zsstkorp, OutinAiOerslcsn Loci, ckipl. VII. 630, 8t. 223. Das Original auf dem k.Staatsarchive zu Berlin. Für Tagesdatum und Jndiction ist ein leererRaum gelassen, das Recognitionszeichen scheint nicht ganz vollendet, dieinnern Noten fehlen, das Siegel war vorhanden, jedoch abgefallen, dasMonogramm ist ordnungsmäßig, dennoch scheint die Urkunde nicht voll-zogen; an dem Inhalte zu zweifeln ist kein Grund, sie ist eine Ver-vollständigung der vorigen. Die hier genannten Orte sind Gittelde,Windhansen im Braunschweigischen, Göttingen und Eystorf, sie gehörenebenfalls zu den billungischen Gütern.
957. 2. Dec. Allstedt. Otto bekundet eum «guociam nostro ücksli vussllosornitigns äilseto Lillins ckisto guanckuin prusciioruni lisri eoin-nintutionsm. Dieser gibt gniäcsuick propristutis kudnit in looisOurmsrstut, Otunpullii, Lko^urstut, Ouiioitostat in soll sin eonüniost in pago Ilsiti in eomitutu eornitis VUIIilielini. Dagegen erhältBillinc iguiclcsnicl IiaUers visi suinns in loeo Hoirtinrun noniinutoin pugo Ln^ili in sonünio 8oiriäinAa. inuroira. Orr. Ouslt. IV, 558,8t. 251. Original in Berlin. Nach Wedekind Wormstedt, Utenbach,
r) Gedanken von dem lebhaften Gebrauch des deutschen StaatsrcchtS S. 18g und in seinemBriefe vom IS. Febr. 1761 an Ayrer llarimaunns vkLoions oto. S. 4g. Da er den LiUnnxnssonst nicht nnterbringen kann, erklärt er ihn als LülinLtis, Nntivns, bnittik als ottioinm» Titelxroonrntor. Dagegen hat Ayrer seine Schrift gerichtet S. 44. e2 ff.