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. Hermann kein Sohn Billings.
88. III, 167). In der Sachsenchronik bei Abel (Sainmlnng alter ChronikenS. 82) ist er ein wapsuer genannt Hermen Iliilingk, s^u vudsr rvonsästo 8tnbl>elr6slioi'ns 8oltuuw: itliks soln^ven de gewesen s^n armgdutmau. Endlich in Bothos Obren, pieturatum (Oeidn. III. 311) sindWichmann, der sonst nicht genannt wird, und Hermann die Söhne Lilliebs to8tui>dolresoiiorus, 6s Imdds S6VSN bove Inndes und ssven undersatenarmer lüde, Hermann wird wapeuer des Kaisers, toebtmsster s)-»ss sonss.Dann Richter in Magdeburg: endlich verleiht ihm der Kaiser als Wappeneinen blauen Löwen im goldenen Felde. Auch hier wiederholen sich die Grund-züge Adams. Noch theilt Wedekind «Noten II, 234) eine apokryph klingendeetymologisierende Localsagc mit, wie Hermann als Schäferknabe zu stübeckhornden Kaiser von der Feldmark mit einem Beil — Biel — habe abwehren wollen,durch diese Kühnheit habe er seine glänzende Lausbahn eröffnet und den späterenNamen erworben. Helmold il e. in) kennt den Namen Billing nicht undwiederholt einfach Adams Geschichte.
Ueberblickt man diese Reihe von Zeugnissen, so zerfallen sie in 3 Gruppen.Die eine, fast allein durch Adam und die Oompilatio eliron. vertreten, kenntden niederen Ursprung Hermanns, aber nicht den Namen des Vaters; dieandre kennt zwar diesen, doch sie weiß nichts von jener, vielmehr ist ihr Her-mann edeln Geschlechtes; es sind Oliron. 8. Llieimslis I.rmebnrg., die Re-pegowsche Chronik, die Braunschweigische Reimchronik, Oliron. dpe. Lrunsv. et1-uueo., Obrem, exp. Verdens. Der dritte endlich verbindet beides, die spätereLüneburger Chronik, Corner, Stadtwcg, die Sassenchronik bei Abel, Botho,Wedekinds Sage. Die erste sagenhafte Wandelung vollendet sich in der zweitenHälfte des cilften Jahrhunderts. Der Name erscheint fünfzig Jahre später inden rVnr. Oorbsi. sdie aber gar nicht hierher gehören), doch erst seit der Mittedes 13. Jahrh. tritt die zweite Gruppe mit dem Obroniv. 8. illiebaelis ein,die dritte mit dem 15., beide tragen ein speeicll lüneburgisches Gepräge, diedritte als localisierende Ausmalung der zweiten, indem sie Hermanns Abkunftan den freien Sassenhof Stübeckshorn 6 Meilen von Lüneburg knüpft.
Die Grundlosigkeit der Erzählung Adams ergibt sich ans einer einfachenGegenüberstellung der Thatsachen, wie das 16. Jahrh. sie kannte: Hermannsaltedle Abkunft zu retten haben sich die meisten der genannten älteren Forscherzur Aufgabe gemacht; zuletzt hat Steindorff (Os dueutus gui LiUintzorumdivitnr oi-iAme p. 41 die entscheidenden Zeugnisse gesammelt. Daß diese Sagenim bremischen Stiite im Gange waren, wo man, wie Adam kein Hehl hat,den Billungen wenig günstig gesonnen war, erklärt ihren übelwollenden Charakter.Dagegen scheint für die zweite Gruppe zu sprechen, daß sie aus Lüneburg, derWiege der Geschlechtes, hervorgegangen ist und hier zuverlässige Ueberlicferungenvorausgesetzt werden dürfen, wie sie das iöiverol. 8. illiebaslis auch sonst be-wahrt hat. Hier kennt man den niederen Ursprung des Hanfes nicht. Dennochist es sehr auffallend, das erste bestimmte Zeugnis, Hermann sei der Sohn desGrafen Billing gewesen, ist nicht älter als die Mitte des 13. Jahrhunderts.Kann der Ort die Zweifel aufwiegen, welche die Zeit erwecken muß ? Dazu bekenntdie Braunschweiger Reimchronik, von diesem Billing nur zu wissen, er sei vomGeschlechts Adams gewesen. Die Zeitgenossen Hermanns, die ersten Zeugen des11. Jahrhunderts, die großen sächsischen Compilatoren des 12., die Geschicht-schreiber der letzten Billinger Lambert, Bruno, sic alle kennen diesen Namennicht, keiner weiß davon, daß Hermann ihn getragen oder der Sohn einessolchen Mannes gewesen sei. Wäre es reiner Zufall, wenn er in den nächstendrittehalb Jahrhunderten von keinem Chronisten erwähnt wird? Sollte inan sichseiner erst so viel später erinnert haben? Und was doch sonst ein wichtigesgenealogisches Hilfsmittel ist, versagt hier ganz, in den vier folgenden Ge-schlechtern des herzoglichen Hauses kehrt er nicht wieder. Mit welcher Sicherheitwird man aber dann behaupten können, Hermann sei der Sohn eines Billinggewesen, oder selbst nur sein Geschlecht habe den Namen getragen? Das erstemuß man bestimmt verneinen, und auch bei dem zweiten bleibt nur derZweifel, wie der Name später zu allgemeiner Anerkennung habe gelangen