Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

m.

Hermanns Gillung) Geschlecht und Gntrrbrkh.

Hermann, der sogenannte Billinger, seine Abstammung, seine staatsrechtlicheStellung als Herzog in Sachsen, sein Verhältnis zu den nächsten Bluts-verwandten, ist gerade wegen des Missverhältnisses zwischen seiner anerkannthohen Bedeutung für die Geschichte des deutschen Nordens und der unleugbarenDurstigkeit der Zeugnisse über ihn seit 2V0 Jahren ein Lieblingsgcgcnstandmonographischer Untersuchungen gewesen. Wie in früherer Zeit die Sage, habenspäter die entgegengesetzten Meinungen der Forscher nicht wenig dazu beigetragen,den Thatbestand zn'verdunkeln- Schon die Menge der emporgewachscnen Literaturfordert zu einer neuen Revision der wichtigsten Momente auf. Sollte dabei,wie so oft bei solchen Untersuchungen, auch kein durchaus neues Ergebnis, sowird doch vielleicht ein klarerer Ueberblick gewonnen werden können. Die Fülledes Stoffes gebietet, Hermanns Herzogthum vorerst noch ganz ausznschließen:an dieser Stelle soll nur von seiner Herkunft, den Grundlagen seiner Machtund seines Besitzes und seinen nächsten. Blutsverwandten die Rede sein

1. Hermanns Abstammung.

Die wichtigsten gleichzeitigen Urtheile über Hermanns persönlichen Charaktermögen folgende sein: VViäuk. II s. 4: I'Iasuit igitur novo regi novumprinsipsm iniiitias sonstitnsre, ölsZitgus all Uoa ottioinm viram nodiismst inUnstrinm satisgns prullsntsrn uonrins Hsrimannnm. tjno Iionorsnon solum oastsrorum prineipum, ssU st krntris 8ui ^ViAinairni otksiulitinvickiam. Gleich bei seinem ersten Auftreten wird er also zu den prineipsagerechnet. III s. 74: t^ui >>inäsntias as iuatitias inirasgus viAi-

Iantig.s in relius vivilibno st sxtsrnis eunstis rstro mortalibus nstsrnnmrsliguit msrnoriam ; III s. 24: gunnta snpisntirr gunntagns prnäsntia . .viAiiavsrit äiltisils sst omnirnodiL sclisvrs; s. 25 wird ihm ooliilis Patientinzugeschrieben, vgl. e. 29. 59. Dem älteren Magdeburger oder HalberstädterChronisten, den die TLnnal. blagäsk. benutzt haben, ist er 973 <88. XVI, 152)cinx strsnuissimnö, er rühmt seine proditatis sxselisntia, zugleich aber werdenihm in8oientia, prasouiuptio vorgeworfen; ebenda 1135 p. 185 ist er virprnUsn8 st in8tU8 st 8tuciio8N3 in Uot'snmous sanstarnin seeisoiarnm(vgl. auch Xnnal. 8axo 1135). Mit Bezug auf denselben besonderen Fall klagtihn Thietmar (II s. >8) zugleich ans persönlichen Gründen der oupsrbia unddes cioln8 an. Den Nanien des Vaters hat kein Zeitgenosse überliefert.

Die Grundzüge des Charakters hält auch Adam von Bremen fest, dennochbringt er bereits andre Anschauungen mit: ihm ist er (II e. 7, 88. VII, 308)