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Olsrmsuis, OsIIis, T'sutouss.
nitii ^Vun. imp. III, 23?) werden die Bischöfe Italiens, Galliens nnd Ger-maisiens neben einander gestellt, aber außer den ersten drei erscheinen nur Ver-treter fränkischer, schwäbischer, bairischer und lothringischer Bischofssitze. Der NameOormanis wird also nicht sinnier in gleicher Ausdehnung angewendet, er isteine Zusammenfassung aller deutschen Kirchenprovinzen, oder im Gegensätze zuden westrheinischen Landen bezeichnet er die östlichen Theile, oder verengert sichim Unterschiede von Gallien, Baiern und Sachsen ans Franken und etwaThüringen.
Aus der Kirchensprache ist der Gebrauch auf die Geschichtschreiber der Karo-linger iibergcgangcn: Liermauia und Gsilis sind Einhard nnd seinen Nach-folgern als geographische und nationale Bestimmungen durchaus geläufig. Sehrselten dagegen erscheinen sie im Ottonischen Zeitalter. Hrotsvith nnd der Fort-setzer Reginas kennen überhaupt keine allgemeine Bezeichnung des Volkes oderdes Landes. Jene gebraucht reguum und Zsns Vrsnoorum noch in demälteren Sinne, Kssts Ociclon. v. 452. 3 (88. IV, 327. 319) und daneben8sxouum rSAuum, Isiimorcl. Osncksrsli. v. 73 p. 307, oder Itslivum, KsstsOäckou. 607 i>. 330. Aehnlich der Fortsetzer des Rcgino n. 010, der sonst, woer die Gesamtheit bezeichnen will, die einzelnen Stämme herzählt, s. 052, nndihnen Vrsnais supsrior 021, OsIIis Hornaus, 930, oder einfach Oallia 946.054 als Frankreich entgegenstellt. Aehnlich ist der Gesichtspunkt Widukinds,über den ich anderswo des weiteren gehandelt habe (s. Köpke WidnkindS. 85. 131).
Andre, gleichzeitige und spätere, brauchen Isutouss oder Ormsni, seltensitdeß beide Namen neben einander. Eine genaue Grenze zu ziehen, möchtekaum möglich sein, doch wird man im Allgenieinen sagen dürfen, der erstevolksthümliche sei mehr bei den Chronisten des Südens, Schwaben, Italienern,heimisch gewesen, der andre im Westen bei Lothringern nnd Franzosen. Liud-prand stellt die Avus Isutouios der I-stius entgegen, I-eg. e. 37. 33, dieUnAua T'sutouias ist den Italienern unverständlich ^ut. III o. 14, dein Schrift-steller selbst aber wohl bekannt V o. 15. Unter den deutschen Stämmen unter-scheidet er die Vrsuoi T'sutouioi I e. 5, III o. 20, während er andrerseitsnach byzantinischem Branche (Usutouss und I.stiui als Vranoi im weitestenSinne znsammenfaßt, o. 33. 37. Liudprands Salernitanischer Lands-
mann (Osirou. o. 38, 88. III, 480 > setzt die liuAus Voässus seinen, heimischeneloquium entgegen; der Schwabe Gerhard erklärt ans der 'I'sisutios UuKusden stkamcn seines Bischofs Udalrich (UroloZ. 88. IV, 384). U'sutouumUnAua, icliomsta, siardsriss erscheinen öfter bei Ekkehart (Ossus 8. 6sUi,88. II, 110. 118. 122 ) und Hartmann (Vits, 8. VViborsäss o. I, 88. IV,452). Doch auch einige Lothringer folgen demselben Brauche, so Folkuin,kssts sbdat. I-osiious. o. 1. 2 (ebd. 56) erklärt den Namen vrmuaruö oxckuosius usitatis Osliias losutiouum Asnsribus . Imtins vicislioot stT'outonios, womit er zugleich aus die beiden in Lothringen herrschenden Volks-sprachen hindentet. Besonders geläufig sind die T'sotcmioi dem Bischof Adal-Lold (Vits Lsiuriui II e. 16. 17. 20. 32. 38—40, 88. IV, 688 fs), der darinaber z. Th. Thietmar folgt. Im nationalen Sinne sagt dann auch der spätereFortsetzer der Okssts spise. Virclun. v. 3. 7 (p. 46 47): cka Üswariorumpsrtisius vir Ulsutonisus, Vlivutouios sosissis; Olirouio. 8. UissiselisVirclun. s. 7, ^.clsiusr. Ilistor. III s. 37: T'Imutouios tsrrs. Der vcnetia-nische Diaconus Johannes spricht um 1000 von 'I'sutcmiea, ststoutouios rsxio,rsK-num Vsutouieum u s. w. (88. VII, 27. 30. 31>, ebenso der Kaiserkatalogvon la Cava von dem 'I'otouiaum roguuiu (88. III, 216, angef. von Giese-brccht I, 850).
Unter den Schriftstellern des Westens unterscheidet Ruotger (Vits Hrun.e. 23) von den Oorwsuisv plsrisc(us proviuoiis GsIIis, aui ism oliiu uo-dilis Vrsnoorum popuiis inseckit, und der Vits lolisun. Gorm s. 43 istHeinrich I. ksrmsnorum rsx und Ludwig Herrscher der Vrsnois oeoicksu-tsliuin partium, während das deutsche Franken Vrsnois läustrasis ist (o. 104).Ganz im kirchlichen Stile faßt Flodoard Germanien und Gallien gewissermaßenals Theile einer cnlturhistorischen Einheit, die in vieler Hinsicht gleiche Lebens-formen und gleiche Schicksale haben, 047. 948. 956, doch ist der Rhein nicht