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Mönche und Einsiedler.
des Gefangenen", in welchem die alte Ungebundenheit und jenesWiderstreben der Mönche gegen die neue Ordnung der Dinge uns inpoetischen Bildern aus der Thierfabel *) vorgeführt wird. Ein dop-pelter Kampf mußte hier bestanden werden, sowohl gegen den innernFeind der Trägheit und Lässigkeit als gegen die äußeren Bedränger,die nach dem weltlichen Gute des Klosters ihre Hände ausstreckten,seien es nun die Bischöfe selbst oder andre Große des Reiches.
Der religiöse Drang fand in dem äußeren Kirchendienste oderim Mönchsleben, zumal da dies erst allmälich wieder geregelt wurde,keineswegs seine volle oder alleinige Betätigung. Auch an Klausnernund Klausnerinnen war neben den oft sehr zahlreichen Insassen derKlöster selbst 2) kein Mangel, die entweder ganz in > der Einöde desWaldes oder häufiger in einigem Zusammenhänge mit den bestehendenkirchlichen Anstalten in eine Zelle eingeschlossen Befriedigung für ihrHerzensbedürfnis suchten und durch ihre Rauhheit gegen sich selbst diegrößte Verehrung ihrer Umgebungen erwarben. Selbst Bruno vonKöln sorgte für die Einsiedler in seinem Sprengel, deren Einschließungunter seiner Leitung stattfand, mit großer Liebe?) Bei manchen wardies nur ein Durchgangspunkt, eine Vorstufe für das Kloster, dassie dann mit dem Geiste ihrer Askese erfüllten. Dahin gehörten Hum-bert zu Verdun, Blidulf, Gundelach und Baltram im Wasgau, vondem großen Otto selbst durch wiederholte Besuche und durch Geschenkegeehrt (gest. 15. Aug. 960), der halbverrückte und halbnackte Lantbertin den Argonnen, dem sich sogar Johannes von Gorze eine Zeitlangals Jünger anschloß/) ferner Benno bei Zürich, später Bischof von
0 Vgl. die Lebasis eaptivi, herausgeg. von E. Voigt. Straßb. 1875. AusSt. Evre' bezog auch St. Omer unter dem heil. Gerard einen Reformator:^AÜon! yuodain sauet! ^pri monacbo Noletanas civitatis, dem ohne Abts-titel die Leitung anvertraut wurde (Voiczuini Oartul. 8itk. p. 145).
2) Verzeichnisse von Mönchen haben wir von St. Maximin, hcransgeg. vonKraus (Jahrb. snr Alterthnmsfr. im Rheinlande lb, 215, vgl. oben S. 65 A. 3),von Lorsch (oben S- 497 A. 7), von Korvci bei datkä Uibl. I, 68. 69, wo-selbst unter Bovo (942 — 9481 48 Namen genannt werden, von Fulda unterAbt Hadamar (928—956) 111 Namen bei Oronbe Nradit. Vuld. 175.
2) Ruotger. e. 33: si guos aut in suoruiu ovilium septis aut extrarsppsrit, gui singulär! weis contra diaboluin climicaturi solitariaiu vitamapneterent, dos . . per diversas monastsriorurn et aselsslaruin cclluias . .alibi sinAulos alibi b!»os iuclusit, guibus tarnen ad iuvieem, uis! sermoustanturn et aspectu nnllus pateret accessus etc.
H Ueber Humbert s. Vita lobanu. 6002. c. 21. 24. 26. 31. 50—52;nachdem er lange Jahre in der cellula reclusoria gelebt und von dort ausBelehrung gespendet causa religionis exinde monasterio b. ^.pri NuIIotranslatus est. Ueber Blidulf und Gundelach in remotioribus Vosagi s. ebd.e. 69—71, Obron. Nediani rnouast. c. 7, über Baltram oben S. 309. Vonihm, der 50 Jahre als Einsiedler lebte, heißt es in der Vita 8. Oeicoli c. 24(blabillon ^.cta sct. saec. II, 111): tantasgue iam virtutes ;>er illum domi-nus operatus est, ut nee Ldriatieus sinus uomcu eins recludcre possst,ssd etiam apud Ilanaos praeconium eius celebrs baberstur, nsmpe procaelibatus eius insgnitudine. laceo de reZibus terrae et optiiuatibus:ipss kamosissimus princeps Otto, <zui tune agsbat in sesptro, Irec>usntarsillum solitus erat, st maximis donariis loeum eius abundanter extulit, adeo utipse venerabilis pater ob Ireczuentiam bospitum secretum sibi tuguriolum,