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Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
533
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Weltliche Gewalt der Bischöfe.

die Grafenrechte, welche anderwärts mit der Grundherrschaft ver-schmolzen und sich mit ihr vererbten, in ihrer alten Bedeutung einesAmtes fortzupflanzen und der freien Verfügung des Reiches zu sichern.Diese Wandlung vollzog sich mehr auf thatsächlichem Wege, als durchausdrückliche urkundliche Verleihung, die öfter nur nachträglich denneuen RcchtSzustand anerkannte. In einigem Zusammenhänge hiemitsteht auch die unter Otto fortschreitende Ummauerung von Bischofs-sitzen und Klöstern, doch haben sich gerade aus seiner Regierung nurwenige Ueberlieferungen davon erhalten?)

Die ausgedehnteste weltliche Gewalt, die in Deutschland noch jein geistliche Hand gelegt worden, übertrug Otto seinem Bruder Brun,indem er ihn, den Erzbischof von Köln, zugleich zum Herzoge vonLothringen machte. Diese Verbindung war jedoch nur vorübergehend,aus persönlichen Verhältnissen entsprungen und ohne Nachwirkungenfür die Folgezeit. Eine ganz ungeschichtliche Auffassung spätererJahrhunderte erst hat die nachmaligen herzoglichen Rechte des KölnerErzbischofs darauf zurückgeführt?) Dem Bischöfe Hartbert von Churdagegen, dessen treue Ergebenheit durch die Lage seines Bisthumsan den Pforten Italiens doppelt werthvoll war und der überdiesviel durch die Saracenen gelitten hatte, schenkte der König alles Kron-gnt in der Grafschaft Chur, die halbe Stadt Chur, den gesamtendort zu erhebenden Zoll und die Münze, das Thal Bergell mit demGerichtsbanne und verschiedene andre Besitzungen?) Magdeburg,

b Ueber Augsburg s. oben S. 253 A. I, über Metz S. 227 A. 5, überMagdeburg S. 500 A. 2. über St. Gallen S. 225, über Gorze und St. ArnulfS. 303. 304.

b Vita Lrunonis alt. o. 12, Xnn. Oolon. wsx. 965 (83. IV, 278,XVII, 7401: in so ipsum duoatum 6t omnos suoeossoros suos, ut siutdneos 6t arobiopisoopi . . rotorsorit (diese ganze Stelle ist keineswegs,wie der Herausgeber n. 18 meint, aus Ruotgcr geflossen, sondern eher mit derVita alt. verwandt, was bereits Hegel, Chroniken der deutschen Städte XII,S. bVI A. 3 bemerkte); OndoA olsrioi 6t laiei (kosbmsr Kontos III, 404):Otto impsrator illum (so. duoatum) t'ratri suo Lrunoni arobiopisoopo otooolosio Oolonionsi in porpotuum oonoossit.

^) Am 15. Oct. 9äs schenkte Otto dem Bischof Hartbert omuom üsoumdo ipso Ourionso ooinitat», siout aotonus all rogaiom portinobat oamoram,cum distriotiono insta all oundom tisouin iiujuirondum, voluti prius adnostrum opus ot ius a guadrariis inguirondum kuorat oonstitntum; am 12.Merz 952 0 INN 6 IN tolonouin ab itsiniorantibus 6t undigus oonlluontibussmptoribus atguo do omni noZotio in loco Ouria poraoto, do guo sompsroonsnotucio kusrat tolonoum sxaotandum; am 28. Dec. 956 den KönigshofZizers, insupsr ooiam navom 6pisropaikin in laou Ilivano guoct antiguitatsstatutum ost post dominioas 4 naves guintum loonm omni toinpors abs-ous tslonso 6t 06NSU sompsr obtinoro prooipimus; am 16. Januar 958dimidiam partem ipsius oivitatis oum tali distriotiono 6t iura sioutibaotonus all uostram portinsbat potsstatom st siout bominos ipsius totiusprovinoiao ooosualos ao libori oum aoditioiis in muro ot assiduis vi^iliisot oustodiis intus ot toris st oum omni sua portinontia in ourtilibus otstruoturis dobitoros sunt, außerdem tboionsum voro omnom guooumgusmodo a nogotiatoribus sxiAatur in ipso looo ot intogritatom monotassimilitor (von illobr Ood. diplom. I. 69—75), vgl. iVlorbol I)s ropubl. Xla-mann. p. 56—59, Waitz Verfgesch. VII, 237 A. 1, St. Galler illiitthcil. XV,257 n. 887.