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Immunität der Bischöfe und Aebte.
aber durfte er trotz einiger ungünstiger Erfahrungen noch mehr aufdie Treue der Bischöfe bauen, als auf die höchst unzuverlässige unddurch die häufigen Thronwechsel wankend gewordene der weltlichenVassallen.-)
In Deutschland hingegen entwickelte sich der Begriff der Im-munität, der ursprünglich nur in dem Ausschluß der öffentlichenBeamten von dem gefreiten Gebiete bestanden hatte, dahin weiter,daß Bischöfe und Reichsäbte jetzt selbst eine durch ihre Vögte zu übeudeGerichtsbarkeit mit Erhebung der Gefälle in ihren Herrschaften erhalten,woran sich dann die Uebertragung ganzer Grafschaften an sic schließenkonnte?) Für diese hatte Heinrich I. bereits in Toul das erste Bei-spiel gegeben, in Kamerik stritten Bischof und Graf um die Ober-gewalt in der Stadt?) Hier also fand eine wesentliche Stärkungder Gewalt der Geistlichkeit statt, indem sie die volle gräfliche Ge-richtsbarkeit über alle Bewohner der Stadt erwarben, dock) gerade zudem Zwecke, um die alte Reichsverfassung aufrecht zu erhalten und
eine Urk. Berengars vom I. Sept. 916 Glon, dist. patr. XIII, 81». 1300,vgl. 1376). Dein Bischof Brüning von Asti bestätigte Otto 25. Sept. 962 alleUrkunden praseipuegus illuck, per guock xraeäieta matsr eeelesia iuroproprietario äistrietum in ineroatum atgus vmnsm publieam kunotionemeins possickst civitatis et eireumeirea Intra ckuo milliaria eoniaeentia(Lion. Inst. patr. Okart. I, 196, 8t. 316), in einer späteren Urk. für BischofRozo dagegen vom 20. Mai 969 (ebd. 221, 8t. 467) u. a. intsxsrrimsckistrictum et tlielonenm ipsius civitatis in oironitu et eircumyuagueusgue ack 4 milliaria, weiterhin nt omnis ineola ssu eolonns atgue abita-tor st rosicksos terrae st terrarurn atgus illins eastri — a nnlto Iiomineper plseitum ant per leZem ckistrinßatur ckilanistur nisi ante a prs-laxatae s. seolssis presulis suigus miss! pressntiam et talsm lSASM ibikaeiat gualsm ante oostram ant oostri eoinitis palatii pressntiam laosreäsbusrant. Diese Verleihung von Befugnissen der Reichsgerichtsbarkeit wäre,wie Ficker (Forsch, zur Reichsgesch. Italiens II, 15) hervorhebt, freilich etwasNeues, aber die nur in einein Copialbuche überlieferte Urk. ist auch keineswegsunverdächtig (vgl. oben S. 462 A. 3). Alle übrigen Urk. Ottos betreffen immernur einzelne Gerechtsame, wie sie auch unter seinen Vorgängern schon an Bischöfeverliehen worden.
*) lieber die Stellung der Vassallcn zum Königthume s. Attos Schreibenan Waldo (opp. p. 315): seck nunc rsbsllss militss resisters ckomiuo suomanu armata non kormickant eumgus sxpellsrs a reAni solio omnimockisladorant und weiterhin (p. 320): sseuncki guogus orckillis militss ita nosackmoners oportet, ut ckivina iuZitsr manckata eustockiant suigus rsgisLckelitatsm, guam iurancko promissrunt, inviolabilem teosant ete.
2) Heusler Ursprung der deutschen Stadtversassung S. 34. 51, gestützt aufArnold Versgesch. der deutschen Freistädte I, 28—37; Waitz Lerfgesch. VII, 232 ff.In OttoS Urk. für Speier z. B. vom 4. Oct- 969 (OümKs LsZ. Hack. 90,8t. 473, angef. von Waitz 235) verfügt er: nt nullus oomes vsl ullus publi-eus iucksx ex iuäioiaria potsstats aut aliqua euiuslidst potsstatis ißnotapersona, nisi solus ackvoeatus lamilias sauotae ckei Zonitr. Llariae in oivi-tats 8xira . . aut loris murum siuscksm civitatis ick est in viila 8pira,ouas sicksm urki ackiaeens est nullus ex iussioos et eoneessiono nostracksinoeps pudlieus plaeitus prassuinat Iiadsrs, von Otto II- bestätigt(8t. 864).
2) Heinrichs Urk. für Toul (Waitz S. 236 A. 1) wurde 974 von Otto II.bestätigt ,eomitatum guogus eivitatis (UuIIensis guem iam ckietus episeopusKauxslinus ad avo Monitors nostro obtinuit etc., Lenvit Hist, cks ckouip. XX, 8t. 610). lieber Kamerik s. Oesta spise. Lamsrae. I c. 71. 73.