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Kaiser Otto der Große
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Jtalienlunter deutscher Herrschaft.

wir in Frankreich nichts mehr von deutschem Eingreifen, seitdemLothar sich mit seinen kapetingischen Vettern verglichen.

Weit entfernt von maßloser Ländergier, begnügte sich auch derKaiser mit dem Besitze Italiens, mit der Unterwerfung eines Volkes,das der Fremdherrschaft langst gewöhnt und bedürftig war und inihm den Hersteller einer festen monarchischen Ordnung, den Wieder-bringcr von Frieden und Gerechtigkeit pries. Nur insofern herrschtendie Deutschen über die Italiener, als sie ihnen ohne deren ZuthunKönige gaben; im übrigen waren beide Völker gleichgestellt, und esscheint kaum, daß die Welschen etwa schwerere Lasten trugen, als ihredeutschen Reichsgenossen.Dieser Gewinn aber wurde mit verhältnis-mäßig geringen Opfern an Gut und Mur erkauft, wenn gleichschon unter Otto der italienische Himmel seine Tücke zeigte. Voneiner Abneigung gegen die Römerzüge ist bei dem deutschen Volke

*) Hrotsvith (L.ck Ociäousm I v. ti) erwähnt nur Geschenke aus Italien:Lluusridus variis Lomanus elouat st orbis. Ganz im Allgemeinen unter-scheiden die Xun. OusüliuburK. 999: re^ni viäsl. osimuin toto orbs tribu-turio iure vsl etiruu äonurio czurrssitum. Tribut entrichteten unterworfeneBöller, wie die Polen und Böhmen, nach der Meinung GicsebrechtS (Kaiserzeitl, 824) aber auch die Italiener, weil die Xuu. kuliäsus. 955 melden : Oougo-baräi <zuo>. annis rvx Otto vixit, ucl cluesutas iibrus auri purissimi cls-soripti sunt, eine Ucberliefcrung, die sich an ein durch Willigis aus l>99 oder1209 Pfund solchen longobardischen Tributes angefertigtes goldenes Kreuz inMainz unter Otto HI. anknüpft (s. ebd. 983, ckuite ilibliotli. III, 091, Xuu.8. Oisiboüi 1160, 88. XVII, 29). Auf die Worte der Äaiscrchronik V. 15928ff.: chr Asböt sr oueb üö umbs muuexs uncls umbs 20 I, eluL man immermsr sol ciem riebe dar von üienen, will auch Giesebrecht kein Gewicht legen.Gewichtiger konnten einige Stellen Bcnzos von Alba scheinen, an denen erHeinrich IV. zur Vermehrung seiner Einkünfte in Italien anffordcrt, 1 e. 5 :ucl impsrii berurium restituntur proviueiarum vsetigalis pseeuuia, e. 6:eum vicisas alias tuis vseti^ubbus Isliees . . rsüclautur ergo <zuas suntoassaris saosari . . iusuper tals guiä iuäaieo mors usurpatur per Oatiumizuocl ultries lsgs in maximam summam iibrarum auri augmentabit prrla-sium; s. 1: proviäsat sibi rex suisrzus sueesssoribus iuvsstigando sepiuslls rsgaiis liss! publieis psnsionibus; III s. 1: t^uieguici lurvsbat clivesIbguriu bis (Heinrichs Vorfahren) slluinlsbat absczuo psnuria; czuicl plura?praepoteus rsrum magna Italia gaullsbat lors biis tributaria (88. XI,600 ff., 622). Franko ;I)s czuuciratura eireub I. III, Xng. Alai Olassisor.auotor. Ill, 348) sagt von Heinrich und Otto: Lt czuibus nisi illis Osr-mauia liebst, czuoü sibi eum euueto orbs ipsa exsoivit tributum Italia?4>sr quos alias nostri impsratorss llomani sesptri laeti sunt sueosssorss?Obgleich es sicher ist, daß die Deutschen sich in Italien sehr bereicherten (s. z. B.Xnu. Oueüliuburg. 1014), so glaube ich doch, daß kein eigentlicher Tributerhoben wurde, sondern nur Geschenke und Leistungen für das Heer, wozu Straf-gelder, Einkünfte aus dem Rcichsgutc, Zölle u. s. w. kamen.

'0 Alle an den Römerzügen Ottos berheiligtcn Fürsten und Bischöfe lassensich nicht Nachweisen, annähernd aber gestatten die uns bekannten Namen einenSchluß darauf, daß ihre Zahl gar nicht groß war und wesentlich durch dasAufgebot der italienischen Bassallen verstärkt wurde. Ans geringe Zahl dieserStreitkräfte deutet es hin, wenn Liudprand (I-sg. e. 29) mit Bezug auf dasgriechische Heer an Otto schreibt: ülibi ersäutis, vslim, st ersüstis seio,omuem ipsum sxsrvitum czusüringsntis vsstris, si tossa murivs uou im-pselimit, posss oesiclers.