Dänische Gesandtschaft. Stiftung des Bisthums Oldenburg. 505
Von der Donau neugestärkt da uud trug auch ihrerseits dazu bei, dieUngern in ihre Schranken einzuschließen und zum Anschlüsse au diechristlichen Staaten zu nöthigen.
Von dem Dänenkönige Harald, dessen Absichten man schon seiteiniger Zeit mistraute, erschienen gleichfalls Gesandte, die nicht nurseine friedlichen Gesinnungen betheuerten, sondern sogar einen früherfestgesetzten Zins überbrachteu, H von dem wir freilich nicht wissen,auf welches Gebiet er sich eigentlich bezog. Erst nach dem Tode desalten Kaisers im folgenden Jahre brach Harald, da ihm die Gelegen-heit günstig schien, gegen die sächsischen Marken los. Die unter Ham-burg stehenden Bisthümer konnten sich auch fürder einer ungestörtenWirksamkeit erfreuen. Als viertes war dazu für das Land derWagner und Abodriten (das östliche Holstein und Meklenburg) Olden-burg getreten, das als ein slavisches ursprünglich unter Magdeburghatte stehen sollen, der größeren Nähe wegen aber dem HamburgerMetropolitenverbande zugctheilt worden war.-) Die Anfänge dieseszunächst noch sehr unbedeutenden Bisthums, als dessen erster VorsteherEvraccus genannt wird, liegen durchaus im Dunkel, doch gehörensie sicher erst den späteren Jahren Ottos an.
si Die Xuu. Onsciliud. Thietinar erwähnen nur kurzweg Gesandteder Dänen, dagegen Xuu. Xltsii. 073: otiarn loZati äuois Haroläi, ^usmputabaut rssistoro impsrntori, omniu sua äoäitioui Olonis sullüoiuut oumStatuts vootiZnIi, vgl. a. 974: Rarolcius rox Onuorum, iuooutor malorum,wo es weiterhin von ihm heißt: iiromisit illi oeusum äaro, guom nuteaclollit. Thietinar in den einleitenden Versen zu D. II rühmt von Otto: Ooci-äeutnlos socket Dnuoscjus koroeos. Vgl. Grund in den Forsch. XI, 576.
-) Thietinar ta. a. O): Dpisooparus construxit ilouigus ssuos (d. h.
Magdeburg und seine 5 Snfsraganbisthümer ohne Posen). Er setzt <VII o. 4)daö Bisthum in der Xnti^un oi'vitns als bestehend voraus und zwar (VIII o. 4)für die Xbotriti et äVnri, ohne dessen Stiftung zu erwähnen. Derselbe BischofBernhard, der in den X»n. Ililäosli. 1V23 ÜnIctoubuiAousis genannt wird,heißt in den Huoäüud. silesiiliudui^susis spisoopus, ebenso Rcmbert i. I. 092in den Oesta spiso. Ilaldsrstnä. (88. XXIII, 87). Adam von Bremen (IIv. 14) berichtet: 8sxtus opisoopntus 8olavonino est XlctindurA. Dum osuoäviaiuior uovis est, imporntor HammabuiASnsi nrolliepisoopatui sudiocitidiqus nreliiopisoopus uostsr primum orcünavit ss>isoopuin Duraoeum velDgivoräum, guem I?.tins äioimus DuaAi-iuiu. Hiernach wird man die Stif-tung kaum vor 068 ansetzen dürfen, und da Adaldag erst 988 starb, kann ersehr wohl auch noch die beiden folgenden Bischöfe, wie Adam (II o. 21) meldet,geweiht haben. Hiemit stimmt cS gut. daß in der Urk. Ottos für die Ham-burger Suffraganc vom 26. Juni 965 (8t. 374) Aldenburg noch nicht genanntwird. Gegen das Zeugnis Adams hat der jüngere Helmold (Olirouioa ellavor.
Io. 12) kein Gewicht,' wenn er den ersten Bischof Marco nennt und das Bis-thum Schleswig erst nach dessen Tode von Aldenburg sich abzweigcn läßt, vgl.
Lappenberg in Pertz Archiv IX, 384 — 358, Hirsekorn Die Slavcnchronik desHclmold S. 18. Gicsebrecht (Gcsch. der d. Kaiser;. I, 333) erzählt diese Stiftungin unrichtigem Zusammenhänge, lieber den Ort sagt der Scholiast Adams(II o. 18 soll. 16): XtäinvorA oivitns muKma 8olrrvoruin, eju! VVni^ri äiouu-tur, situm ost iuxta mors, uuoä Dnltioum . . ctioitur.
^) Xäsm. Il o. 14. 24: DA^oräum vsl Dvai'bum, Xooroi. klöllouboole.
(8oliklunnt Viuäomias litor. I, 138): läus Dobr. Dovvarcius opisoopus,aiigeführt von Lappenberg, der jedoch <S. 389) von Tritheims Fabeleien über s
diesen Bischof keinen Gebrauch hätten machen sollen.