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Kaiser Otto der Große
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Vordringen gegen die Ungern.

Gelegenheit, ebenso wie vor ihm bereits einige Male Adalbert,') sichBischof von Lorch nennt, nach einem vormaligen Bischofssitze in der Nähevon Enns, und neben dem Passaner Stephan der Lorcher Laurentiusals Schutzpatron ihrer Kirche vorkommt?) so weist dies zunächst auchdarauf hin, wie ihre Gedanken und Pläne sich diesen östlichen Ge-genden zuwandten. Auch in Kärnten wird zum ersten Male wiederim I. 970 Marchward, der Stammvater der Eppensteiner, für dieöstlichen Gegenden als Markgraf genannt?)

Die Zeit schien endlich gekommen, da die Ungern, seit Jahr-zehnten eine Geisel für alle umwohnenden christlichen Völker, sich ver-anlaßt fühlen mußten, selbst in den Kreis christlicher Gesittung einzu-treten und durch ihre Bekehrung dauerhaften Frieden mit den Nach-barn zu machen. Gegen das deutsche Reich seit der Niederlage aufdem Lechfelde vollkommen friedlich gesinnt, suchten sie doch dasgriechische in den sechziger Jahren noch öfter heim und wurden durchihren Antheil an dem russisch-bulgarischen Kriege in die Schlacht von

V. Ouckglrioi v. 28 erwähnte Graf Purchard, der Vater des Bischofs Heinrichvon Augsburg und mithin ein L>ohn des Herzogs Arnolf von Baiern, docknimmt er diese Mutmaßung selbst wieder zurück (ebd. 553 u. 27).

0 An der Jngelheimer Synode von 948 betheiligte er sich nach Flodoardund der Wiener Handschrift (b,SM. II, 24 n. b) als Xckglbsrtus Üarisosnsisl Ngtavisnsis), dagegen in einer Weingartner Handschrift (Oguisü Imat. gut.V, l058), sowie in der von Aosta aus dem Anfänge des II. Jahrh. (Non.bist. patr. Okart. II, 41), heißt er auch hier schon I^Lurinesnsis soel. spise.,zu Augsburg 952 wieder katavsnsis (Onnis. 1053), zu Regensburg Weihnachten960 Imuriaesnsis (Xnnsrlistn. 8axo 961). Diese Zeugnisse lassen sich nicht mitBlumbcrger einfach abweisen (Archiv für östreich. Gesch. XbV'I, 266).

2) Die Schenkung erfolgt ckomino nostro ot ssnatis wartiribus 8tapbg.nogtczns Oaursntio, vgl. die Urk. Ottos II. vom 5. Oct. 977 (Non. IloiaaXVlIIrr, 223, 8t. 715): sgnotge Imurirrosnsi geodssias cjnas in bouorssgnoti 8tepbsni sLnotigns Imursntii nmrh'ruin koris inururn gsckiüoatgost, nbi gntiguis stiam tsinporibus prima svciss opiseopslis babsbatur.(Auch diese Nrk. ist nach dem llrtheile Stumpfs ebenso unzweifelhaft wie dieübrigen von Blumbcrger a. a. O. S. 270 ff. angefochtenen echt, mit alleinigerAusnahme von 8t. 685. 716, doch sind auch diese beiden Fälschungen älter alsBlumberger- meint, da sie schon in dem ältesten Passaner Copialbuche stehen,welches, mit der Nrk. vom 6. Merz 1067 schließend, sicher noch dem I I. Jahrh.angehört). Bgl. über das alte Lorch die Abhandlung von Glück, die BisthnmcrNoricums (Sitznngsber. der philos. hist. Kl. der Wiener Akademie XVII). Esist sehr ausfallend, daß Edlbacher (Entwickelung des Besitzstandes der bischöfl.Kirche zu Passau, Linz 1870 S. 18 . 59) die von allen neueren Forschern ver-worfene Nrk. Arnulfs für Wiching über die Verlegung des bischöflichen Sitzesvon Lorch nach Passau wicver fürunzweifelhaft echt" nimmt. Nach dem NrtheileStumpfs gehört sic der Schrift nach in den Anfang des II. Jahrh.

0 Nrk. Ottos für Salzburg vom 7. Merz 970 (Kleimayrn Juvavia186, 8t. 483, angebliches Original ans dem 12. Jahrh.): cgueckgnr nostriiuris praockig in eomitgtu Narobrvgrcki nmrebionis nostri in plagg ori^on-tsli aonstituta ota., vgl. über die Lage dieser Orte in der Grafschaft HengistFelicetti von Liebenscls Steiermark vom 8. ! 2. Jahrh. II, S. 51. GrafNdalrich von Edersberg heiratete Xiboarckein sororem Narbrvgrcli prasickis cksOgrintbig, oui ipss sugin in oonruA'ium voonbulo Ilacksrnuockem cleäit(Obronia. LbsrsporK., 88. XX, 12). Vgl. Hirsch Heinrich I, 118. 150. 155.