Otto in Ravenna und Rom 971—972.
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Der Aufenthalt Ottos in Ravenna, der bis über das Weihnachts-fest hinaus dauerte/) scheint im. Sommer durch einen Besuch Paviasunterbrochen worden zu sein. Von hier wenigstens und sicherlich voneinem Reichstage gieng ein Gesetz Ottos aus, das man als eine Er-gänzung der früher in Verona erlassenen Bestimmungen betrachtenkann?) Während nach diesen der Zweikampf nur daun als Beweis-mittel gelten sollte, wenn die Echtheit der urkundlichen Besitztitel an-gefochten wurde, so soll nunmehr in sämtlichen Prozessen, in denenes sich um Grundstücke handelt, der Zweikampf das alleinige Beweis-mittel sein. Derjenige aber, der es gar nicht wagt, den Zweikampfanzunehmen, soll nicht nur in der Sache selbst unterliegen, sondernüberdies noch Einziehung seines Vermögens erleiden.
Von Ravenna, wo der Kaiser am 7. Januar 972 den VenetianerVitale Candiano mit einer Besitzung in Istrien beschenkte?) begaber sich zum Osterfeste (7. April) nach Rom?) Schon war nach vier-jährigem Werben das Ziel endlich erreicht worden: Theophano, dieTochter Romanus II. uud der schönen Theophano und Nichte des
wohl die Einleitung zur Reise nach Constantinopel, filr welche die MonateDecember bis April genügende Zeit darboten. Dazu stimmt es gut, daß nachden .4.nn. Oobisns. 971: obiit äomiuus Rvsrasrus Osoäiesosium spiseopnsmenss Ootobri 6. Kal. blov. (vgl. diseroi. 8tabnlenss, Oeoclienss zum28. Oct., 88. VII, 202 n. 15) 972: äominns nostsr Rotstsrus msnss 2).priliostavis pasebae st 9. Kaleucl. Naii apnä Uonnam a clomioo Osrousarsbispiseopo institnitur Reoäiesnsium spisoopns; ^.nn. 8tabulsns. 972:RotKsrus kit sxiseopus. Dieser lange Zwischenraum erklärt sich aus der Ab-wesenheit Geros.
9 Am I. Dec. schenkte Otto dem Erzstifte Magdeburg das Gut Koteritz inNordthüringen ans Bitte Adelheids und Ottos II. zu Ravenna (die erste Urk.,welche Willigis als Kanzler schrieb; v. Ilsinsmann Oocl. Anstalt. I, 37, 8t.498). Stumpf setzt in diesen Aufenthalt auch die im 35. Regicrungsjahre zuRavenna ausgestellte Urk. Ottos, wodurch er dem Meißner Bischof Folchold denZehnten von fünf slavischen Provinzen schenkt. Dieselbe kann aber schwerlichecht sein, denn wie hätte Otto I. von Heinrich sagen können (Oocl. 8axon.rsAias 1, II): Lose a pio gonitors nostro impsrators auAusto ita äserstaatgns sanvita simul et iussa novimns. (juaproptsr ut dass suas simul stnostrae eonssssionis traäitio eto. Die chronologischen Daten fehlen größten-theils und ganz ungewöhnlich ist das l^oinw: VOIIisus sanssll. all vis. Roä-bsrti arolnoap. notavi in liavsnna oivitats. Anstoß erregt auch die Voran-stellung Ottos II. vor seiner Mutter Adelheid. — lieber Ravenna vgl. ^on.Isoldens. 972 : Los anno impsrator natals clomini Havannas . . eslsbravit.
I-e§. II, 35: Oapitulum Ottonis maAni Romanorum impsratorisauAusti ciatuin Uapia anno ine. 6om. 971. 8i intsr seslssias vsl aliasin^snuos vsl liberos bominos, ant intsr ssolssiam vsl bominsm cls prsäiisssllitio vsl esrtamsn sit, puAna äsesrnatur. 8i non anclsst, rss sns in-üsosntnr, st soolssis vsl bomini eni iustitia psrtinst, rss sns rsällantur,vgl. dazu oben S. 425; Boretins Capitularien im Langobardenreichc S. 175.
-9 8tumpb ^.ota imp. inscl. p. 19 (8t. 501) auf Fürbitte der KaiserinAdelheid (vgl. oben L>. 346 A. 1. 2) mit dem I. 973 imp. I I.
)) l^nn. Oodisns. 972: Iloe anno impsrator . . passim Romas ssls-bravit; -lnn. Rsnsvsnt. 972: Otto impsrator itsrum vsuit Romain, anno28. äomni Ranclolki st 3. äomni Ranäolki LIü sins.