466 Theoderich von Metz. Tod des Erzbischofs Folkmar von Köln.
Schottenmönche, aus denen die ersten Aebte Matkallan und Kaddroeselbst Hervorgiengen. Für diese Dienste, die ihn fast fünf Jahrelang in Italien festhielten, wußte Theoderich sich noch anderweitigschadlos zu halten, indem er aus Klöstern und verfallenen Kirchenmit unersättlicher Gier Reliquien zusammenraffte und seine einfluß-reiche Stellung bei dem Kaiser dazu misbrauchte,,. um sie für seineVerwendung Bischöfen oder Aebten abzudxingen?)'
Auf den Verkehr mit der Heimat weist es hin, wenn BischofAnno von Worms, der frühere Magdeburger Abt, in Pavia erschien,um dem neuen Erzstifte an der Elbe den Besitz des hessischen GutesHunoldshausen zu verschaffen, das ihm selbst früher verliehen worden?)oder wenn des Kaisers Neffe, der eben herangewachsene Herzog Hein-rich von Baiern, in Montecchio dem Erzbischöfe Friedrich von Salz-burg die Abtei Chiemsee bestätigen ließ, st Zu den wichtigsten An-gelegenheiten, die hier der Entscheidung Ottos unterlagen, gehörte dieBesetzung des Erzbisthums Köln, da Folkmar, der Nachfolger Bruns,bereits am 18. Juli dieses Jahres starb. Z Er hatte seinem Vor-
') S. z. B. a. a. O. p. 475: Tunv etiam spisoopus Xristlünus nonvaoäioain portionsm sanAuinis bsatiss. protlioumrt. 8tspliani . . st ässangmins Inuoosutum in alia pixiäs, st äs eapillis sunoti kstri, brsvi-oulis por sinAula appositis, quainvis invitus st summo in äiserimins apuäimpsratorom sui suaruwqus rsrum positus, äsätt; et quia rsäsmptiouissuae laoultits ourn angustadat, prsoatorem suum nostrum vsusradilsmprassulsm psr Iroe st psr eoi^us saneti Vinesntii paravit, ne sie ingratiam imperatoris, so intorvsEnts, vix reäiit.
2 ) Boysen Histor. Magazin I, 148 (8t. 471) Vapias, am 26. Juli in-stiustu et mouitu vsnsrabilis episoopi Xnnonis quoääam prsäiuw llunol-ässduson nomiuatnm . . quoä iäein vsnsradilis episeopus in dsnsüeiumltabsrs viästur . .
°) Kleimayrn Juvavia Anh. 186 (8t. 474) in Tusoania in looo quiäisitnr illontieulo super Iluviuin Xrns props eivitatern I.uooam am 86.Oct. ausgestellt per intsrvsntuin ne pstitionem Rtzinriei äuois nostriqueparsntis. lieber die Schenkung von Chiemsee an Salzburg s. meine Gesch. desOstfränk. Reiches H, 479. 533.
^) Nur die ä.nn. Lolon. (Loäio. seei. Lolon. ässor. .lalle st zVatten-basli p. 129) haben unter 967: Obiit koppo arodispisoopus, oui suooessitLlsro, dagegen Xun. Lolon. max. (88. XVII, 746» zu 969: VolomarusLoloniensis arodisxisoopus olnit, oui dous memoris dsro suooessit, dcsgl.Xserol. Vulä. mai. und min. zu 969: Lopdo arelüopisoopus; OassariiLataloZ. arolrispise. Lolon. (Losltwsr Vontss II. 273): Volenmrus. . ssäitaunis quatuor. Wattenbach (Geschichtsquellen I, 266 A. 2) hält daher 969 fürdas richtige Todesjahr. Seinen Todestag bringen übereinstimmend TlustmariLinon. II o. 16, Xserol. Nerssdurg. >a. a. O.): Vol^marus areluepiseopusLolonionsis, LunekurA. (p. 53 sä. zVsäsüinä), Lolon., Lllaädae. (VontosIII, 343. 360), Hiläeslieim. (Lsidnitii 88. I, 765), 8. Vantalsonis: XV ILal.lul. Vuoloiuuri spiseopi. lieber St. Pantaleon vgl. Trunslatio 8. Llaurini(Xota sauet, orä. 8. Ilsnsä. sase. V, 336) , 7^.nu. Lolon. max. 964: üieiaeta sunt tunäamsnta basilioas sauoti Vantaleonis, uln sanetus Naurinusinvsntus multis olaruit miraoulis; 980: äeäieatur soelssia d. Vantaleonis9. ILal. Xov. a vsnsrabili IVarino aroliispisoopo (88. XVII, 740). Vielleichtbei dieser Gelegenheit wurde die Geschichte der Auffindung des h. Mauritius vonStephan ausgezeichnet, lieber seine Amtsführung sagt Thietmar: in omnibusSAreie oonvsrsanti.