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Kaiser Otto der Große
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Liudprand in Constantinopel 968.

der erhebenden Weihe seiner neuen Schöpfung beizuwohnen, wie ernoch im Anfänge des Jahres hoffte. Ebenso wenig gelangte er, dazu,das saracenische Raubnest in Garde-Fralnet auszunehmen, das außerder steten Ausplünderung der Rompilger, die von dort ausgieng, auchnoch als Rückhalt für den vertriebenen König Adalbert, gefährlichwerden konnte, vielmehr nahmen ihn die Verwickelungen mit denGriechen ausschließlich in Anspruch. Wenn auch der kaiserliche Ge-sandte, Bischof Liudprand von Constantinopel, selbst noch nicht zurück-gekehrt, noch auch ein Brief oder Bote von ihm eingetroffen, war, soverlautete doch jedenfalls schon genug von seiner Sendung/) um sieals eine völlig mislungene erscheinen zu lassen.

Am 4. Juni in Constantinopel angelangt, wurde, der Bischofvon Cremona samt seinen Begleitern in einem kalten und zugigenMarmorpallaste einquartiert und von vornherein viel weniger zuvor-kommend ausgenommen, als er in Erinnerung an seinen früherenBesuch erwartet hatte. Noch bevor er den Kaiser selbst gesehen, ent-spann sich zwischen ihm und dem Kanzler Leo ein Streit über denTitel, indem dieser, wie es bei den Byzantinern hergebracht war, demmächtigsten Herrscher des Abendlandes doch nur den königlichen Namenzugestehen wollte?) Am Pfingsttage, den 7. Juni, wurde Liudprandzum ersten Male von Nicephorus Phokas zur Audienz zugelassen.Wie so ganz aber fand er diesen verschieden von dem freundlichen,gutmütigen und freigebigen Constantin, zu welchem, ihn einst die Auf-träge Berengars geführt hatten! 3) Ein unermüdlicher Krieger, der

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y Ans keiner andern Quelle würden wir von dieser Wendung wissen, wennwir nicht Liudprands Bericht selbst noch besäßen. Gemeint ist derselbe vielleichtin Oonedieti Linon, o. 38: Ltatimezuo nuntius trausmisit in Lonstantinopotim, nt cis sangnino regale suos natos iungore. Das Ausbleiben derNachrichten aus Constantinopel erwähnt Liudprand selbst (Log. e. 1. 53).

2) Leg. e. 2. Die in der Schrift Constantins (Oe eerimon. aniasLorant. II e. 48 p. 689 eit. lioiske) erwähnte Adresse an die Könige vonSachsen, Baiern, Gallien oder Germanien röv 7re«,'/S-.k7rror p-s/n beweist in-sofern wenigstens nichts, als sie der Zeit der Kaiserkrönnng vorausgeht, liebereinen ähnlichen Titelstreit zwischen Basilius und Ludwig II. vgl. meine Gcsch.des Ostfränk. Reiches I, 766—709. Auf den Standpunkt des griechischen Kaisersstellt sich der Chronist von Salerno le. 1l): Imperator qnippe omnimodisnon diei potost, nisi qni regnum Romsnnm praeost, voe est Lonstan-tinopoiitsnnm. Reges Oaiiorum nuno usurparunt sivi talem nomen, namantiqnitus omnimoäis sie non voeitati sunt.

3) Log. e. 55: Lonstantinus, inqnsunt, Imperator, domo lenis, inxatatio manens psrpotuo, vuiusmodi rebus amioas sivi nationos etkoeorat;btieopvorus vero vasiiens domo ro/i/ero, id est miiitiae doditus, pala-tinm een psstem abkorret; et voeatur a novis propo simnltatis amatoratquo argnmentosus, qni non pretio sivi gentes amieas, seit torroro etglactio sidi snvditas laoit. Vgl. besonders e. 3. 23 und e. 40. Die hiergegebene Schilderung hat Köpke (Oe vita Liudprandi p. 34) mit der des^LeoDiaconus verglichen und das in beiden liebereinstimmende hervorgehoben. Sehr