Abgrenzung der Bisthümer Zeiz und Meißen 968. 45z
dagegen,. als man sich längst in die vollendeten Thatsachen gefundenhatte, bestand als freundliche Erinnerung an die ehemalige Zusammen-gehörigkeit noch die Sitte, daß von den beiden Bischöfen von Magde-burg uud Halberstadt der Ueberlebende stets für die Bestattung desVerstorbenen Sorge tragen solltet)
Günstiger als für Magdeburg und Merseburg lagen die Verhält-nisse für die Bisthümer Zeiz und Meißen, weil diese beiden ohneVerletzung älterer Rechte und Ansprüche auf völlig neugewonnenemBoden angelegt werden konnten. Jenes erstreckte sich 2- an der Pleißeund Elster, die Saale aufwärts bis in die Gegend von Naumburgund es sielen seine Grenzen Merseburg gegenüber mit den Grenzender Gaue vou Pleißen und Teuchern zusammen, mit Meißen berührtees sich an den Flüssen Mulde uud Chemnitz und reichte im Südenbis nach Böhmen. Meißen erstreckte sich auf beiden Ufern der Elbevon dem östlichen Gau Chutizc bis nach Brandenburg, bis zur Oderund Böhmen mit Einschluß des Gaus Lusizi, der ursprünglich demBrandenburger Bischof zugedacht war, über ein weites Markgebiet.
So hatte Otto das Ziel langer Mühen erreicht und das sechstedeutsche Erzbisthum, die Metropole für die nordöstliche Slavenwelt,an der Grabstätte seiner unvergeßlichen Gemahlin Edgitha begründetund reich ausgestattet, Z aber ihm selbst war nicht vergönnt worden.
seelesias dslata, bumiliter oxpstens, limites suas dioossis st LlaZda-burAsnsis eontusos, ns diseordiis loeus patsat, nostra diltmitions disesrni,unds inter eoniratrern st eoepiseopum nostrurn Xdslbsrtum arebiprassulsmet Ilildorvardum Utes immensas exortas pens usgue ad bomieidia didi-eimus proleeisss.
Essta opisvopor. Ilalbvrstad. a. 1193 (88. XXIII, 119, vgl. a. 1201p. 115): IIx antigua oiiim NsA'deburAensis et Ilalberstadsnsis seelssiseonsustudins sst, czuodammodo iustieia sxiASnts, nt superstes spisoopusmortuum dsbeat sspslirs, maxime ob boe, guia dus sedss spiseopalss inuna parroebia seil. Halbsrstadensi sits sunt, ideogus tratsrnitatis dsbitosunt eonnsxe. Schon Adalbert wurde 981 von Hildiward bestattet, s. Dbistm.III 0. 8, Walterd, wie es scheint, 1015 von Arnulf, ebd. VI 0.46.
2) S- Lepsius Gesch. des Hochstifts Naumburg I, 4.
') Grosseld (p. 47 u. 2) bemerkt mit Recht, daß in der Bulle Johanns ^illl.über die Grenzen von Meißen (Ood. 8ax. rsx. I, 6) die Ausdehnung ultraillbiam . . usczue ad eaput ülildas, et sie deorsum per ambas plaZassiusdem lluminis, usqus dum ölilda iutrat in Xlbiam ete., die spätere,von Thietmar (III 0. 9) gemeldete Erweiterung voraussetzt, und nicht minderist die angeblich zu Rom am 19. Oct. 968 ausgestellte Urk. Ottos gefälscht, dieden gleichen Umfang angibt (ebd. I, 4, 8t. 457, vgl. Giesebrecht Deutsche Kaiser-zeit I, 538), Zu dieser Gesellschaft gehört auch eine ältere Stiftungsnrk. Ottosvom 11. Jan. 948, für welche schon die notarielle Unterschrift tödtlich ist (ebd. 1,22, 8t. I54>. Jene beiden, ebenso wie 8t. 1057, sind nach Winter (Archiv f. d.sächs. Gesch. N. F. II, 143 — 156) im 11. Jahrh. entstanden, um die Mulde alsWestgrenze gegen Magdeburg zu gewinnen. 971 schenkte Otto dem Bisthumeden Zehnten iu guingue provineiis, boe est Dalamirma, dlisans, Diedssaet Nilesaue et Imsma (ebd. 11, 8t. 500). Die ursprünglich für Brandenburgbestimmte Lausitz (Lrssslau Diplom. 0 p. 7) gieng also nun an Meißen über,vielleicht entstand deshalb als Nachweis eines älteren Anrechtes die Urk. 8t. 154.
^) S. Rudolf von Ems der gute Gerhard v. 172 sf.: si berieten siebbeide da? si dureb Aotliebsn ruom ein rieben erxebistuom maebtsu ül>r eiZen da mau rrol möbte xei^en dureb unser vroreen srs xxotss dienst