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Kaiser Otto der Große
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Synode zu Ravenna 968.

sondern die drei ersteren wahrscheinlich auch deshalb, um das kaiser-liche Heer zu verstärken, das von Zeit zu Zeit frischen Zuzuges be-durfte bei der so unerwartet weiten Ausdehnung der Heerfahrt. NachRavenna wurde für den Anfang October eine Synode beschieden/)die diesmal ohne Mitwirkung des Papstes in derselben Severikirchezusammentrat, in welcher auch die vorjährige sich versammelt hatte.Unter den italienischen Kirchenhirten, an deren Spitze Erzbischof Petrusvon Ravenna stand/) fehlte jetzt Ratherius von Verona/) Der un-ablässigen Feindschaft seiner Geistlichkeit und Gemeinde war er indiesem Sommer, als er weder an dem feilen päpstlichen H noch an demkaiserlichen Hofe einen Rückhalt gegen seine Widersacher erlangenkonnte, freiwillig gewichen und hatte sich, mit Schützen reich beladen,in die niederländische Heimat nach Lobbes zurückbcgeben. Mit Hilde-ward hatte der Kaiser sich vorher verständigt und von ihm die fürseine Stiftungen erforderlichen Abtretungen gegen Zusicherung derWillfährigkeit für alle seine Wünsche erbeten. Erst nachdem Hstde-ward seine Genehmigung zu allem ertheilt, übertrug Otto durch denHirtenstab ihm die Bischofswürde mit den Worten: „Empfangehiemit das Sühngeld deines Vaters."^)

Auf der Synode selbst wiederholte der Halberstüdter Bischofseine frühere Erklärung, daß er für Unrecht halte, aus Begier nach

>) Nach dm Urk. Ottos I und II. tagte die Synode mindestens vom I.bis 6. Oct. (8t. 449—45-l; 561—566), dagegen wird die in Ravenna am24. Scpt. für S. Zeno ausgestellte Urk., die Böhmer n. a. hichcr setzen wollten,richtiger mit Stumpf (dir. 431) unter 967 ciuzureihen sein.

2 ) Die Magdeburger Ann. haben im Ganzen nur 14, die lllrsetio 34 Unter-schriften von Bischöfen. Den an beiden Orten, in jenen in KIsrtinus episeopusirstres sseelssiag verstümmelten Bischof halte ich für den bl. ICerrarieusis(vgl. oben S. 448 A. 4). Schon Leibniz beanstandete Hlnn. imp. III, 238) indieser die Unterschrift: Inutprsnäus sanotse Orsnioususis spise. eeal. inter-lui et sudseripsi, bis inste persetis, Oonstsntinopolin reäiens, die mit denDaten seiner Gesandtschaft (4. Juni bis 18. Dccember) völlig unvereinbar nurauf Fälschung beruhen kann. Die übrigen Namen, unter denen Sigulf vonPiacenza zweimal erscheint, geben von Schreibfehlern und Auslastungen ab-gesehen keinen sonderlichen Anstoß. Für Oriinoalcius (von Reggio) z. B. istPrnienslchus zu lesen, s. die Urk. Hattos (2).nn. iinp. III, 234).

2) lieber RatherS Schicksale vgl. Nogel Ratherius S. 388—422. Folkuin(Oests sbdat. Oodivns. e. 28) schreibt darüber: Hui pertassus eivium

insolentis, siinulgus suspsetsin dsdsns innstsm Ulis et peeulisrem per-üchism, äs reckitu eoZitsdat, aber auch ihm ist er ein mirss Isvitstis virund er kam an süsrens seeuiu nur! et argenti, non clieam ponckers, ssckut ipsius vsrdis utsr, inassss et seervos. Sein Nachfolger Milo unterschreibtdie Urk. Hattos.

H lieber Rom sagt er in seinem Uder spolvAstie. (opp. p. 597) e. 7:vsnslem Ulan,, ut sit 8sUustius, schleus urdein, pretio, ut ninnis sntiguitss,ibi emtss gussi spostoliess äslsrsns litterss, mit Bezug ans seine Gegner.

b) Ddistmsri Odron. II e. 14: lllsli inuuers inperstor srrickens perinsnus susespit eunchern oursmgus ei bseulo eomwittsus psstorslem:-^.eoips, inlit, prseiuin pstris tui.

") Wir besitzen über diese Verhandlung drei Berichte, die auf eine ursprünglichgemeinsame Quelle zurückweisen, den ausführlichsten in der Lreetio, einenkürzeren in den .^nn. blsAcked. 968 und in dem Odronie. blsgäsdurA.(Ueidcun Iler. Oermanie. 88. II. 272), in welchem letzteren die Unterschriften