Stiftung des Erzbisthums Magdeburg 967.
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Synode zu erscheinen, obgleich dieser sich auf das Geheiß des Kaisersberief. Aus andern Sprengeln vernehmen wir auch nicht einmal voneinem Versuche zur Durchführung der Ravennatischen Beschlüsse.
Vor allem brachte nun Otto auf der Synode den Lieblingsplanzur Sprache, dessen Ausführung er seit Jahren verfolgt, die Stiftungdes Erzbisthums Magdeburg?) denn daß die zu Gunsten desselbenvon Johann XII. erlassene Bulle nach dem Sturze dieses Papstesnicht mehr alle Hindernisse aus dem Wege räumen konnte, lag wohlauf der Hand. So berichtete denn Otto vor den versammelten Väternvon den vielen Mühen und großen Gefahren, unter denen er diezahlreichen Slavenvölker jenseit der Elbe dem Christenthume zugeführthabe. Weil sie aber im Glauben noch neu und unbefestigt seien, sowünsche er von der Synode zu erfahren, durch welche Mittel undVorkehrungen sie vor einem Rückfalle in das Heidenthum bewahrtwerden könnten, dem er sie mit allem Eifer entrissen habe. DieBischöfe dankten darauf Gotl für alles, was erreicht worden, underklärten, wie es von ihnen erwartet wurde, die slavischen Stämmewüroen im Glauben nur dadurch gesichert werden können, daß manan passenden Orten für die einzelnen Landschaften Bisthümer unterihnen errichte. Damit aber diese Einrichtungen eine größere Stetig-keit und bessere Ordnung erhielten, bedürfte es eines Erzbischofes, anden als an ihr Haupt sie ihre Angelegenheiten und Streitigkeitenbringen könnten. Da der Kaiser nun zu Magdeburg im Halber-städter Sprengel auf der sächsisch-slavischen Grenze viel Volkes an-gesiedelt, Kirchen erbaut, zahlreiche Reliquien, zumal des h. Mauritiusund Jnnocentius, zusammengebracht und ein Domstift mit Burgen,Dörfern, Gütern und Zehnten reichlich ausgestattet habe, so sei dieserOrt der geeignetste, um daselbst den erzbischöflichen Sitz zu errichten.
Eine durch die Unterschriften aller Anwesenden bekräftigte BulleJohanns XIII. vom 40. April ertheilte dem Willen des Kaisers undder Versammlung die höhere Weihe?) Indem der Papst darin mitüberschwänglichen Worten die Verdienste Ottos pries, genehmigte er,daß Magdeburg an der Elbe fortan eine den übrigen gleichstchendeMetropole sein solle. Als Suffraganbischöfe dafür bestimmte er die
0 Lrsotio ssvissins Xlngclsburgsusis sbloistom lier. Oermnuierrr. I,729—731, in ihrer Echtheit angczweifelt, worüber unten S. 44! A. 0), wörtlichausgenommen in die -tun. Lln^üssturn. ». 969 (88. XVI, 149 ), benutzt indem Ostroms. ülagclsbur^. (iVIsikom II, 272).
2) (loci, ciipl. 8nx. rsg-. I, 3. Non den Unterschriften ist nur die desPatriarchen Rodald von Aglei in der Abschrift erhalten. Der Papst bestimmtprnsssuts st oonssutisuts sausta s^noäo st ipso inperators, ut Llsgäa-durost situ iuxta. Xlstinm iiuvium . . cisinssps metropolis sit st nomiusturnuetoritnts v- I?stri npostoiorum priuvipis, st es, gun prnsäsesssorssuostri Ooustuutiuopolim statusruut. Iclso, qui» üiius uostsr sasps in inuomiuntus Otto . . tertius post Ooiistnntiuum mnxims Romannm sooissinmexaltnvit, eouesssimus, ut uou posterior sit ostsris urstibus mstropolitnms,sscl suin priinis prima st oum antiguis antigua iueouvulsa permanent,daraus das Ostroms. iVIagäsb. (p. 275 eci. iVIsibom): ut tsstntur prasäietuspnpn lostrmuss, a guo voentus st äesoriptus est tertius post Oonstnu-tiuum st Ourolum uuAustorum nu^ustissimus.