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Kaiser Otto der Große
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Synode zu Ravenna, Ratherius.

bischof zur Entschädigung mit dem gesamten Gute des Verklagtenund beauftragte seinen Pfalzgrafen Otbert den Königsbann daraufzu legen. Ebenso wie hier das Eigenthum des Uebelthäters zumSchadenersätze für die von ihm heimgesuchte Kirche dienen mußte, sobestätigte Otto in Ravenna dem Patriarchen Radoald von Aglei unter-andern Gerechtsamen seines Bisthums auch die Güter des Lango-barden Rondald, der in den Zeiten des Kaisers Berengar RadoaldsVorgänger Leo ermordet hatte?)

Von den Beschlüssen, welche die vielleicht am 14. April zumersten Male zusammentretende Synode für das allgemeine Beste derKirche faßte, ist uns nichts weiter bekannt, als daß sie, wahrscheinlichunter Wiederholung der älteren Kanoues, den verheirateten Geistlichengebot, sich entweder von ihren Weibern zu scheiden oder ihr Amtniederzulegen?) Diese Satzung, wenn sie streng hätte durchgeführtwerden sollen, würde die niedere italienische Geistlichkeit, die sich fastdurchweg auf Kosten ihrer Kirchen und Gemeinden des Familienlebenserfreute, auf das härteste betroffen haben. Hatte schon der ehrwürdigeBischof Atto von Vercelli vergeblich für die Ehelosigkeit seiner Priestergestritten, die sich namentlich auch darauf stützten, daß sie zu ihremLebensunterhalt des weiblichen Beistandes bedürften?) so stieß nach-mals Ratherius von Verona, der ohnehin mit seiner Gemeinde inbeständigem Hader lebte, als er Ernst machen wollte, auf offenenWiderstand, und sogar der Graf Nanno von Verona unterstützte dieaufsässige Geistlichkeit gegen ihren Bischof und verbot ihnen, zu dessen

? Otto schenkt guieguiä guiäam Inongobaräus nomine Lonäaläus, quiprsäietas soelesiao banne msw. I,eonein pntriarebam intsrksoit Xguilsiasst in omnibus tinibus k'oriiulü possiäsrs visus sst, guoä oinninm iuäieiolsgaliter in ius siusäsm seelssis äeeiäit psr iliius seil, nslnnäae opsratio-nis nseem ete. (IlAbsIIi It. snera V, 45, 8t. 424).

2) Ratberii ex ist. XII Xmbros. eanesli. (opp. p. 5t>1): Oslsbrata

msäiants Xprili universali 8)naäa Ilnvennaa, revsrsus eonvoeavi sxomnibus nostras äiosessis plsbibus prssb/tsros et äiaeonos rslaturus sxprasospto ssrsnissiwi impsratoris, guas ivibi sonstituta sunt . . sx liisgui euuvensrant aligui eure maxi mg, äslibsravsrunt supsrbia, quoä usgusmuiiorositatern rslingusrsnt usqus ab oktieio osssarsnt; sp. XI nci Xan-nonsin eom. sp. 559): cluin prssb)'teros svuoäuin vsnirs st IvAationsmipsius papas cls uxoribus äimittsnäis anäirs st omni moäo spisoopisvbsäirs näea proliibsatis, nt sos mors wilitum in vsstris manibus reei-piatis; Oisooräia e. 6 sp. 491): stinm illucl ms maxims nupsr sommovit,guoniam csuiäsm, eum cls äimittsnäa innliei'asitnts auAustalis intonuissstaävsrsum illos voluntss, omninm psns sxousatio exstitit, non posss proptsrinopiam bos nllo moäo üsri.

°) S. Attos Schreiben an die Geistlichkeit von Vercelli (Opp. scl. öu-rontius p. 304), worin es u. a. heißt: itsrum sunt, qui äs kosminarum«ontubsrnio ss sxsusars guasrunt, äum suam gnasi nsssssitatsm sxpo-nnnt; aiunt enim, cjuia uisi ipsarum manibus substsntarsmur, inin tamsvsl nuäitats ästiosrsmus, und vgl. Vogel Ratherius S. 369371. Ratherspricht öfter von diesen Vergehungen, s. Oiseoräia s. 1: Huam psräita tou-suratorum Universitas tota, si nsmo in sis qui non aut aänltsr aut sit«rssnoguita; 4>ib. apologst. e. 7: äum mono^amos fors aäultsriumpublieum . . sit, trigami ssss st . . quaäri§ami, st bos prssb^tsri stäiaooni . . pro nikilo äusunt (Opp. p. 486. 598).