408
Italienische Verhältnisse 966.
Rotfrids entführt zu langwieriger Verbannung. Aus der Haft, inwelcher er hier anfänglich gehalten wurde, gelang es ihm später zuentkommen. H
Nicht bloß in Rom, auch in dem Königreiche Italien im engerenSinne wankte die deutsche Herrschaft. König Adalbert, obgleich durchdie vorjährige Niederlage am Po geschwächt, setzte hier seine Be-mühungen fort, sich wieder eine Partei zu bilden. Er hatte sogaran dem fränkischen Grafen Udo einen Helfer gefunden, indem diesernach Italien zu gehen beabsichtigte, um mit seinem Beistände sich andem ihm verhaßten Bischöfe Waldo von Como zu rächen und den-selben wo möglich des Augenlichtes zu beraubend) Sein Plan wurdeindessen, bevor er ihn ausführen konnte, entdeckt, des Hochverrathesvor dem Kaiser überführt, mußte er in die Verbannung gehen mitdem eidlichen Versprechen, den Boden des Reiches nicht ferner be-treten zu wollen. Er brach es noch in demselben Jahre und kehrtenach Franken zurück, mußte das Land aber unverrichteter Dinge baldwieder verlassen, ohne daß weiter etwas von ihm verlautete. DieUmwälzung in Rom, die lombardischen Umtriebe, vor allem auchdie Absicht, die deutsche Herrschaft über das untere Italien weiterauszudehnen, von wo Hilfsgesuche des Papstes wiederholt nach Deutsch-land gelangten, 3) bewogen demnach den Kaiser, einen neuen Römer-zug vorzubereiten.
In dieser Absicht ließ Otto Sachsen unter der Obhut des Her-zogs Hermann H und zog zum Feste von Mariä Himmelfahrt
prastsoto et Huoäam Rotkrsäo eomprsirsväitur. Unter den zn bestrafenderLheilnehmern nennen jene hernach (p. 6ö) noch den 8tsxüanu8 vsslsrariin;dlartin. Oppavisns. (88. XXII, 431): II ic a Ustro prelsato urdis Loweoonprslisnsus est st in Lastsilo sansti ^.uAsIi ästrnsus; Inuäpr. Rex;,s. 5 nennt die Römer äominorum suorum apostoiisornm tortorss, rajitorcs;Lsnsäisti süron. e. 39: Romani vero sssiinänm sonsustuäiusm ittorummaÜAnam, siestns paxa äs Ratsransnsis ^alatio, alii xsrsutisbant vavnteins, alii alapas in laeiss eins psrsutisdat, alii nantss nutis srnoiavantnr.8is esäsntss st altliAsntss in Lampsnis tinibns invtn8N8. Ueber die Zeit-rechnung dieser Begebenheiten s. ckatks Rs§. pontil. p. 326.
0 Bei dem Lontin. RsZin. 966 heißt es später: a sustoäia, czua :sns-datur, lollannem apostoiioum adsotvunt, bei Benedict (e. 39) dagegen:lobannss papa InAatns äs sustoäia in illarsoruin rsgions, st sie pro-psrantss ostititor in 8abinsnsis sst inArsssns, vum Vuseis ünidas aäRoma sst i-eversus, wodurch doch eine frühere Befreiung aus der Haft an-gedentet wird.
2) Lontin. Rsgin. 966: Uäa somss soninrationsm oum ^.äatvsrtoUsrsnAarii tilio iiavsns, st in Italiam aä sxsassanäum IValäonem Ln-manum spiseopnm irs äisponsns, imxsratorias maisstatis rsus ss8S son-vinsitur, st saoramsnto, ns atiguatsnus alias partss rsgni prassnmatinKrsäi, rsgno sxpsllitur. Mit dem rsZnnm muß zunächst Deutschland ge-meint sein, weil es am Schlüsse des Jahres heißt: Uäo somss, sacramsntivblitus, Rranoiam inArsäitnr, unäs itsrum avsgus omni utilitatörsvsrtitnr.
st Rsusäieti Linon, o. 39: 8spius snim pontilsx ab impsratoribnsclamiäs in 8axonia, nt venirst st äet'snäsrst sansts Romans aeoeissis.
st ^.nnalista 8axo 968 (88. VI, 621): Xam inpsrator Romam psrZsnprsäieto änoi rsZsnäs intsrim 8axonis eonmisit potsstatsm.