Mahthilde, Aebtissin von Quedlinburg'(966—999).
406
Ueber Duisburg, wo am 1. Merz die Nonnen von Essen be-schenkt wurden, i) kehrte Otto nach Sachsen zurück und verweilte dort,namentlich in Quedlinburg und Wallhausen, bis Ende Juli?) Wäh-rend dieses Aufenthaltes wurde Mahthilde, die einzige Tochter, dieAdelheid ihrem Gemahle geboren hatte, damals erst im zwölftenLebensjahre stehend, aber von ausgezeichneten Gaben des Geistes wiedes Körpers, zur Aebtissin des Servatiusklosters zu Quedlinburg er-wählt und in Gegenwart ihres Vaters und Bruders, ihrer Mutterund Großmutter, auf deren Wunsch sie diesem Stifte zur Erziehungübergeben worden,ch in einer zahlreichen Versammlung der Großen unddes Volkes aus jenen Gegenden von den anwesenden Erzbischöfen undBischöfen eingesegnet?) So erhielt Quedlinburg, wie früher Ganders-heim, ein besonderes Unterpfand für die fortdauernde Huld desKönigshauses. Die trüben Erfahrungen, welche der Kaiser an seinemEidam Konrad gemacht hatte, mochten das ihrige dazu beitragen, fürdie zweite Tochter eine andre Bestimmung zu wählen.
In Gesellschaft seiner Mutter Mahthilde besuchte Otto hieraufnoch ihre jüngste Stiftung Nordhausen, wo er eine ganze Wochehindurch mit ihr verweilte. ^) Sie legte ihm diese ihre Schöpfung
viro tuno vsl nuno plaoita aänullavit eto. Diesen Tadel eignen sich dieLlssta Drsvsror. o. 29 an. Das Kloster Oeren schenkte schon Zwentibald demErzstifte Trier 895 und Otto bestätigte dies (?, Beyer I, 203. 255).
*) Lacomblet Riederrh. Urkb. I, 65 (8t. 402). O. schenkte ourtsm Huas68t situ in villa Ilriossls, guam oliin od pstitionsm lilii nostri Inutollitilias suas Natdiläi in proxriura oonosssiinus, und zwar OiusparAo guoävuIZalitsr äioiinus OiusburA.
2) 8t. 403—408, Urk. aus Quedlinburg vom 22. und 23. April, 17. Juli,aus Wallhausen vom 28. Juli. Die zu Merseburg am 10. Aug. ausgestellteUrk. k8t. 407) scheint mir in das I. 965 zu gehören, da sie sich mit der Reisenach Worms zum 15. Aug. nicht wohl vertragen würde.
2) Vita lllalitlnläis ant. o. 10 (post. o. 15): kusllain guogus ad avaUaodtilä äiotain rsx traäiäit in oontudsrnium sanotiinoniaiinin in Oru-äilinAadurASnsi sosnodio, suas inplsnäo optiwas inatris voluntatsm.
') Vnnalista 8axo 966: bloäsm anno, antsguarn rsx irst in Italiain,ll'laodtilä, nnioa üiia eins . . oonnruui oonssnsu olsri st populi rsli-Kiosissims oonArSAationis sanoti 8srvatii in addatisssrn slsota sst, aoprsssntidus patro . . st matrv . . aviagus sna Naodtiläs rsgina nssnonrsZs Ottono tratrs suo ounotisgus optiinatidus rsgionis illius utriusgusssxns, non nno, uti inoris sst, dsnsäiesnts spisoopo, ssci ounotisrs^ni arokispisoopis st spisoopis in dos opus oollootis dsnsäiotasst. Zu den letzteren gehörte nach 8t. 403 vielleicht Hartbert von Chur.Ueber ihre Geburt vgl. oben S. 292 A. 2. Widukiud gedenkt ihrer inden Vorreden zu 1. I und lll mit übertriebenen Lobsprüchen, vgl. auchIII o. 12: liiiain guogus sanstas inatris sins vooabulo insiAnitaw, äsgua non prassumimus aliguiä äiosrs, onin sius elaritas prasoellat omnsguoä äiosrs aut soribsrs valsmus; ähnlich die ^,nn. tzusälinburA. 999, woes u. a. heißt: lVlsodtilä . . oorpors ssnsidusgus plus oastsris iä astatisrnaturssLSns . . unäsoiino ortus sui anno instropolitas sibi dasrsäitarias,liest tantis iwpar oneridus, iinpsratorum tamsn oonsulto patrum nsononoonnnuni slsotions, antistituin dsnsäiotions rsgsnäo prasüoitur; Odilo(ülpitapd. Väaidsiäas o. 9): unioa sapisntissiina st pruäsntissima üiia;Tlnn. Lilässd. 997.
^) V. blalitdiläis rs§. ant. o. 14 erzählt inl unmittelbaren Anschluß andie Kölner Versammlung: transsuntss in 8axonuin rsAionsm aä sanäsm