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Kaiser Otto der Große
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Tod des Markgrafen Gero 20. Mai 065.

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noch mehrere andre vornehme Männer auf dem Schlachtfelde verlor.Tie Gaue Lusizi und Selpuli, in denen der Ort Gehren (im KreiseLuckau) an den großen Markgrafen auch später noch erinnerte, wurdenhiedurch der deutschen Herrschaft hinzugefügt, und für das Land biszur Warthe verpflichtete sich der Polenherzog zu einem Zinse an denKaiser?)

Dieser glückliche Feldzug war die letzte Waffenthat des in un-ablässigen Kriegen früh gealterten Markgrafen. Noch einmal soll er,wenn dies nicht eine Verwechselung mit seiner ersten Reise im I. 950ist, nach Rom gepilgert sein und seine siegreichen Waffen am Grabedes heil. Petrus niedergelegt haben?) Er brachte von dort als kost-bare Reliquie den Arm des h. Cyriacus für seine geistlichen Stif-tungen mit. Das von ihm schon früher zu Ehren desselben ge-gründete Mönchskloster Frose wurde in ein Nonnenkloster umgewandeltund mit seiner jüngeren Stiftung Gernrode in der Weise verbunden,das; beide stets unter einer Aebtissin, zunächst der SchwiegertochterGeros, Hathuwi, stehen sollten?) Sein ganzes Vermögen, einen sehrbedeutenden Güterbesitz, wandte der Held diesem Stifte zu, das er auchzu seiner letzten Ruhestätte ersehen hatte. Er starb am 20. Mai 965und wurde in der schönen, von ihm begründeten Stiftskirche beigesetzt?)

0 Auch Widukind nennt < 0 . 69) lllisaeam amieum impsratoris, vgl.Tbietmari Lbron. ll e. 9: Lero orisutalium marcckiio Lusixi st 8elpuli,Alisseonem quogus eum sibi subisotis imperiali subckickit ckieioni; s. 19: Niss-eouem im^sratori ückslem tributumqus usgue in Vurta üuvium solventem.

-) Dbistmari Oln-on. II 0 . 13: Llsro guoqus, ckslensor patriae . .liomam pergens, emeritus iam senex, eoram altari priuoipis aposto-lorum kstri arma clsposuit vietrioia, et apuck ckomnum apostolieumsaneti impstrans braelnum Lirisoi, ack cksum eum omni suimet bersckitatoeonlugit Waitz (bei Dönnigcs S. 217) hat den Zeitpunkt dieser Reise nack-ter Urk. Geros von 063 (v. Ileinsmann Oock. ^.nbalt. I, 26) zu bestimmengesucht, allein diese bietet große Schwierigkeiten, vor allem dadurch, daß Geromehrmals die Ottoncn darin imperatores nennt, was doch erst nach 967 mög-lich war, ferner durch den ungewöhnlichen Eingang: Lgo Osro ckivina ckispen-sants gratin, marebio und durch die Erwähnung der zwei Söhne Sigifrid undGero, von denen dieser außerdem nur in der schon von Heinemann (Lock. ?ui,alt.I, 29) als unecht erkannten zweiten Urk- Geros von 964 vorkommt, und vielleichtauch in der gleichfalls verdächtigen Bestätigung Ottos vom 17. Juli 961 (Lock,^.nbait. I, 22, s. oben S. 323 A. 4), während Thietmar a. a. O- ausdriicklichsagt: ckum uniei mortv turbnrstur tilii suimet illustris Ligitricki. Wennwir von diesem llrkundcnpaar absehen, so könnte Thietmar, der 50 Jahre nachdem Tode Geros schrieb, sehr wohl seine römische Wallfahrt zu spät und in un-richtiger Verbindung mit der Stiftung Gernrodes angesetzt haben. Wenn dieSchenkung Ottos au daS Kloster Frose, guock ipse in Lrasa in bonors sanetiLirisei martiris eonstruxit vom 6. Dec. 950 (Lock. Anstalt. I, 17, 8t. 180)echt ist, so wurde mit Wahrscheinlichkeit daraus hervorgchcii, daß er schon 950jene Reliquie erwarb, wie auch eine Reise 963, in dem Jahre des Lausitzer Feld-zuges, an sich höchst unwahrscheinlich ist <s. oben S. 184). Auch in Magdeburgerbaute Gero auf einem ihm gehörigen Grundstücke eine Kirche zu Ehren desh. Cyriacus, s. die Urk. B- Bernhards (Lock. Anstalt. I, 34).

0 v. Heinemann Markgraf Gero S. 112, wo man freilich nähere Nach-Weisungen vermißt.

0 Hiistmar. II e. 13: Lirmatisczus bis ownibus, keliei bos obitu prs-eessit 13. ILal. lunii; Lontin. liegin. 965: Lockein anno Osro marebionumnostri temporis optimus et praeeipuus obiit; VViclub. III e. 75: Lero virJahrb. d. deutschen Eesch. Tümmler, Otto der Große. 25