Ottos Abzug von Rom Januar bis Februar 964. Z57
dem Kaiser und seinem Papste abermals Treue?) Jener blieb nacheine Woche in Rom und brach dann auf, um die Angelegenheitender Herzogthümer Spoleto und Camerino zu ordnen 2 ) und Adalbertzu verfolgen, den man in diesen Gegenden wähnte. Vor seinem Abzügegab er den Römern auf dringendes Bitten des Papstes Leo ihreGeiseln zurück, obgleich er wohl ahnte, welche Folgen dieser Mangelan Vorsicht nach sich ziehen müsse. Am 12. Februar befand sichOtto zu Rajano in der Grafschaft Valva, wo er dem Kloster Barreaam Sangro seine Besitzungen bestätigte?) am 19. empfieng das ehr-würdige Monte Cassino zu Paterno in der Grafschaft Penne eineähnliche Vergünstigung. In Penne ließ der Kaiser sich von demGrafen von Marsi, der ihn dort nebst dem Bischöfe begrüßte,Geiseln für die Treue jener Grafschaft zuführen?) Der Bischof, demer seinen Wunsch nach Reliquien kundgegeben, gestattete ihm, durchseinen Caplan Dodo die Gebeine der h. Felicitas und ihrer siebenSöhne erheben zu lassen?) An ersterer fehlte nur ein Arm, den derKaiser schon früher in Rom erworben hatte.
Nicht lange hatte Otto Rom verlassen, so begann, wie er vorher-gesehen, in der Bevölkerung abermals eine Bewegung zu Gunsten desvertriebenen Papstes, vorzüglich von den vornehmen Weibern geschürt,mit denen jener in vertrauten Beziehungen gestanden?) Aus der
Hist. Ott. 0 . 18, Oontin. ReZin. 964: Ois vor» ssqusnti.
-) Oontin. Re^in.: Tune Imperator plena adliue sb6oma6a apu6 illosmansns 8politanum 6ueatum et Oamsrinum orclinaturus sxivit; Rist.Ott.: Oslo Roma sxiens Oammsrinum 8polstumqus versus . . propsravit.
S. die beiden Urk. bei Oattula Xeeession. acl inst. Oasin. I, 75. 71,8t. 335. 336, von Pertz (Archiv V, 325) angezweifelt (vgl. Archiv XII, 497),erwähnt von Leo, Olironiea monast. Oasin. II 0 . 4 <88. VII, 631), jene invilla Rajano in eomitatu Rallisnss für den Abt Marinus ex wouastsriosaneti arelianAsli blieliaslielis quo6 voeatur Larrsgium situin supratluvium 8angrum, diese oonsultu ne interventu X6eIIisi6as 6ilsets eoniuAisuostrs für den Abt AliernuS ausgestellt in villa Raterno in eomitatuReuosnss.
^) Irans!. 8. XIsxanckri (8eliannat Vin6smiae liter. II, 73): psragratisi^itur loeis quamplurimis tanclew Venn am a6 quam multa sanetorum trans-lata sxstiterant eorpors, applieuit, idique spiseopus et eomss 6s Llarsi sidioeeurrsrunt et odsiäss 6s illa provineia impsratori a66uxsrunt. Huosa6vsniontss impsrator eum missrieor6ia rsospit, omnia enim a6 Votum,jiotita 6s Iiosts rei pudlieae vietoria, sueessssrant. 8s6sntilius autsmillis et 6s muitis rsbus sermonss tsxsutidus intörro^avit Imperator ete.
°) Ebd.: Imperator misit Oo6onsm prssb^terum oapsllanum rsgiumeum spiseopo. Auch bei dem Oontin. RsZin. 964 wird Vuo6o palatiieapellauus erwähnt, ebenso bei Thietmar Ile. 10: per Doclonsm espsllanumsuiwet. Hiernach darf nian ans eine gleichzeitige Grundlage jener Translationschließen.
°) Hist. Ott. e. 19: Intsrea muiisrss, quiduseum loliannss . . volup-tatis suae Iu6ivrium sxereedat, ut non iAnobilss st plurss, eoneitavsruntRomanos ete.; Oontin. Rs^in. 964: tl6sm imperatori st papas promissamseinilnlars non mstuunt; Oib. pontiiie. (p. 47 e6. Watterie!,): Ipso cksniqusvivsnts iniquum eonsiiium a Romanis expsrtum sst, quema6mo6um6omnum Reonem loras eiieersnt st seelsratum illum, qui in Oampaniepartidus latitadat, re6uesrsnt; quo6 et laetum sst; Lsnsclieti Oliroo. e.37: Romani vero sseuuäum eonsuetu6inem prisoa 6ivisum sst populum