ZÖ6 Aufstand der Römer gegen Otto 3. Januar 964.
Söhnen Kräfte des Widerstandes übrig, die der kaum begründetenHerrschaft der Deutschen leicht gefährlich werden konnten.
Stürmisch begann das neue Jahr 964: gerade auf dem Gipfelseiner Macht bedrohte den Kaiser schweres Unheil. Johann XII.,aus naher Nachbarschaft über alle Vorfälle in Rom gut unterrichtet,beschloß die Entblößung der Stadt von Mannschaften zu nutzen, undva er wohl wußte, wie empfänglich seine Römer jederzeit für denGlanz des Goldes wären, ließ er durch heimlich abgesandte Botenihnen alle Schütze der römischen Kirchen versprechen, wenn sie zueinem Mordanschlage auf den Kaiser und seinen Papst Leo die Handböten?) Auch von den Burgherren außerhalb der Stadt schlossensich mehrere der Verschwörung an. Kein Wunder, daß Johann trotzseiner Verworfenheit noch über einen solchen Anhang gebieten konnte,wenn man, abgesehen von dem bekannten Wankelmute des römischenVolkes, daran denkt, daß sein Vater und er zusammen seit mehr denndreißig Jahren über die Stadt geherrscht, und daß wenigstens jenerderselben auch so manche Wohlthat erwiesen hatte. Die Verschwörungaber wurde kündbar, und als am 3. Januar?) durch das Zeicheneiner Trompete berufen, die Römer herbeiströmten, um im Vertrauenauf die geringe Zahl der Kaiserlichen Otto zu überfallen und zuermorden, da fanden sie ihn mit seinen Rittern zum Kampfe ge-wafsnet. Auf der Tiberbrücke, die sie durch Karren gesperrt hatten,trat er ihnen entgegen. Seine kriegsgewohnten Gefährten warfensich unerschrocken auf sie und zerstreuten sie, „wie der Falke einenSchwarm kleiner Vögel," ohne daß sie Widerstand wagten. KeinSchlupfwinkel, weder Bütten noch Tröge, noch selbst die Gruben fürden Unrath gewährten den Fliehenden Schutz?) Sie wurden hin-gemetzelt, die Wunden im Rücken, bis endlich der Kaiser aus Mitleiddem Morden Einhalt that.
Am andern Tage unterwarfen sich die Besiegten in Demut,gaben hundert Geiseln und schworen über dem Leibe des h. Petrus
Riuilpr: Hist. Ott. e. 17: non iZnorans, guam taeils Romanorummentes peeunia passet eorruwpero; Oontin. Re?n. 964: piuribus aliisoastsllanis sibi per eoniurationem sxtrinseous aciiunetis. lieber die Absichtder Ermordung stimmen die Quellen überein, Rist. Ott.: si super piumimperatorsm et ciomnum Reonem papam irrusrent, sosgus iinpüssimstrueiäarsnt, Oontiu. RsZin.: sum oeoicisrs nitsbantur . . usosm sibiparatam antioipans, /Vnn. rl Itab. 964: Imperutori a Romanis mors
maebinatur, quas tarnen maoliinatio aä veile eins donoriiiee seäatur.
2 ) Oontiu. Reein. hat allein den Tag: soäsm die guo sum sxtinZusrsmoiiedantur . . III Ron. lanuarü.
2) Rist. Ott. e. 17: Ron latibula, non eorbes, non eoneava IiAna, noneriptas soräium rseeptaeula lugisntibus tutslas ssss possunt, vgl. ^nrap.I e. 35, wo es von Pavia heißt: ut oripts eivitatis, guas alio nominseioaeas ciieunt, darum eadaveribus replsrentur. Aus diesen Kampf und dieEinnahme im Sommer bezieht sich Widukind (III o. 63): qualiter . . Ro-manos duobus prosilis vieerit Romawgus sxpuAnaverit; Tun. Oorbsisns.(964, .laikö Libl. I, 36; 88. III, 4): 8egue»ti ergo anno intra eivitatsmiusidiis prsvsutus, st bis viotor sxtitit.