Absetzung Johanns XII., Wahl Leos VIII.
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zu Hilfe gerufen und wie er ihn aus seiner Bedrängnis befreithabe, jetzt aber sei er eidbrüchig und mit Adalbert verbündet alsoffener Feind wider ihn aufgetreten. Die Synode möge entscheiden.Auf diese Anklage erwiederten die Bischöfe samt den übrigen: Eineunerhörte Wunde sei durch ein unerhörtes Brenneisen auszubrennen.Da sein Beispiel so viel Böses bewirke, so bäten sie die kaiserlicheHoheit, daß dies Ungeheuer aus der römischen Kirche ausgestoßen undein andrer an seine Stelle gesetzt werde, der durch sein gutes Beispielihnen als Vorbild diene. Als der Kaiser freudig beistimmte und derVersammlung die Wahl überließ, erkor die Synode einmütig denProtoscriniarius, d. h. Kanzler, Leo, Sohn des Kanzlers Johann,einen Laien, einen wackeren und bewährten Mann, der durchaus indem besten Rufe stand?') Nachdem alle ihn dreimal zum Papste aus-gerufen und Otto zugestimmt, führten sie ihn unter Lobgesüngen inden Lateranpallast, und am 6. December, einem Sonntag, wurde erin der Peterskirche von dem Bischof Sico von Ostia zum Priesterund sodann zum Papste geweiht und empfieng den Treueid derRömer?)
So warf sich der Kaiser mit der von seinem Winke gelenktenSynode zum Richter über den Papst auf. Johann XII. verscherzte
i) Hist. Ott. o. 15. 16; Liber pontitle. (IVattsriob x. 46): Rastaitaqus pootnlatioos atgns pstitions nnivsroi popnli tslem a clomino Im-perators rsesporunt rssponsum: Rügits c«ni äi^Lus sit st sZo libsntiooimssum vobio soussäo. 8tatimcjns a snnetis tam elsrioio c^uam laieio elsstuoet expstitus sst äomnno Lso vir vsnsrabilio protooerinariuo . . vir otrs-lluus st omni bonsotats preslarue; Lsnsclioti Obron. v. 36: Romani ms-Aissevisntss intsr 86, potisrnnt acl impsratorsm, nt Lsonsm protoosrininmpapam siigsrsnt. Riaouit imporatori; Oontin. RsZin. 963: plsbs RomanaLsonvm protoosriniarium, virnm strsnunm st inclnstrinm, oommuui eon-ssn8u in loeum siuo slsgit; Rornbarcli ep. o. 38: (juo rsvsrti nsZants Leoaäbus Iniens, c;uantnin acl osouiaria non parnm 8trsnuu8 sÜMtur,oräinatnr «daraus erst Sigiberr, den Dönniges s. 96 A. 1 als Quelleanführt.) Johann XII. selbst nennt ihn enrialsm st nsopb^tum atguspsriurum und Lsonsm ourialsm st laienm sLsibnitii Xnn. III, 135. 136).Flodoard (a. 965) wirft Leo mit Johann XIII. zusammen, worin die Xnn8. Ilsnigni Oivion. 965 (88. V, 41) ihm beistimmen. Kurz erwähnt dieSynode und die Einsetzung Leos noch Georgius Cedrenus (Riet. Oomp. II, 335):ov illrwx ö rrör krkpov ry
Adam (Osota Ilammab. sssl pont. II o. 9) und dieXnn. Xltak. 963; Hrotsvitha (Osota Oää. v. 1494 ff.): Oualitsr st rsstieonpunotno aoumins 2 s 1 i H oummum pontitiesw, c>ua6ciam psrvsrsa patran-tsm H sius nss monitio cliZnantem osäsrs orsbrio^ sj 8S<Ü3 apootolisast'rauäari Isoit iionors, ss son8titusn8 alium rsstori8 nomins cÜAunm.
^) Hi8t. Ott. e. 16; Lib. pontiüsalm: songseravsrs sum Romaunmpontiüosm Insnos Ooosinbrio in Latsransnsi patriarebio. Der Tag ergibtsich aus der Synode Johanns (Xnn. imp. III, 134): o^noäno illa, c>nasbabita S8t ms absente in seolssia msa, gnarto viclol. Oesombris. Jaffs<RsA. pont. Low. p. 324) folgert daraus, daß die Weihe am folgenden Sonn-tage statthefnnden habe, lieber diese sagt Johann: qui (oe. 8ieo) in nootropatriarebio Lsonsm enrialsm et nsopb^tnm atgus psrinrum no8trum iamostiarinm, Isotorsm, aeol^tnm, oubäiaeonnm, ciiavonum atc^ns 8nbitoprssb^terum oräinavit snmgus . . in nostra apostoliea solle eonsserarsnon lormillavit.
Jahrb. d. deutschen Gesch. — Dümmlcr, Otto der Große.
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