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Ottos Aufenthalt in Rom Weihnachten 963.
durch seinen unwürdigen Lebenswandel und seine politische Untreuevor allem das kostbare Privilegium der Unabsetzbarkeit, welches seineVorgänger erworben hatten. Seit den Zeiten der Karolinger hatteder durch Pseudoisidor bekräftigte Satz eine gewisse Geltung erlangt,daß der Papst zwar über alle richten, aber von Niemand gerichtetwerden dürfe?) Noch war indessen die Rechtsanschauung in dieserHinsicht eine fließende, noch beleidigte es keineswegs das allgemeineRechtsgefühl, einen lasterhaften Papst durch einen gerechten Kaisergestürzt zu sehen, der als ein Verfechter der öffentlichen Sittlichkeit sichhiedurch den Dank der gesamten Kirche verdiente. Erst die Nachweltbegann die Sache mit andern Augen anzusehen?)
Während Johann nach dem über ihn gefällten Urtheile sich vonAdalbert trennte, der nach Corsica zurückkehrte?) blieb der Kaisermehrere Wochen in Rom, von wo er den größeren Theil seinerTruppen entließ, um den Einwohnern nicht allzu lästig zu fallen?)In der Peterskirche erschien er mit seiner Gemahlin Adelheid inkaiserlichem Schmucke, die Krone auf dem Haupte, und bedachte alleGotteshäuser mit reichen Geschenken?) Dem Papste, der ihm alsGegengabe den Arm der heil. Felicitas in der Clemenskirche selbstüberreichte?) bestätigte er die Besitzungen des h. Petrus, zumal diePentapolis und den römischen Antheil von Tuscien?) Da gerade hier
') S. Alkuins Schreiben an Arno vom Aug. 799 (daM Ribliotb. VI,489) und meine Gesch. des Ostfront. Reiches I, 221; l'bistmari Obron. II o,18: Lsnsdiotum, gusm nullus abegus dso iudioars potuit . . dsponioon86N8it.
2) Otto VrisinA. Obron, I. VI o. 23: Haas sinnig, stimm iioits aut8S6U8 gotg 8int dieses prgsasntis non SSt opsri8 . . invsni tainsn inHuibuedam obronioia, ssd Nsutonioorum, prgst'gtum lobannsm rsprsbsnoi-bilitsr vixi88S st t'requsntsr 8upsr boo ab spmoopie gliiaqus 8ubditi8 sui8sonvsntnin t'iiisss. Oui rsi Ldsm geoommodgrs darum vidstur. Einspruchgegen dies Urtheil erhebt Albrich (Okronioa 965, 88, XXIII, 769).
Oontin. Rs^in. 963, vgl. Riat, Ott, s. 18,
ff Ebd. e. 17: ns sonsamsrstur Romanua populus ob muititudinsmsxsrsitu8 , . Romani . . sxsroituo pausitats sonkisi; Oontin. Regia. 964:oum pgnoi8simi3 suorum.
5) Lsnsdioti Obron. o. 36: Iterum gd Romg xropsrantsa rsx snmrebina, Xdslads nomins, ooronati gatitsrunt in gsooiseia gp 08 tolorumprmoipi; maltg dong tranomiasrunt per ounsts oanots aeooissis Romans.
1ra»8l. 8. Xlsxandri (8obgn»gt Vindemias II, 73): oum sniinOtto impsrator reoepta impsrigli oorona psr divsrsg8 Romanas urbiseoolk8ig8 oau8g dsvotionia xsrgsrst, sooundum tsmporia rsvolutionsmadsrat ksotivitav 8. martiri8 Olsmsntia (23. Nov.), unds st impsrator adgudisndum miosarum oolsmxnia ad ipsius soolsoiam psrrsxit, ibiguspaxam obvium kibi babuit. Oivinis gutem xsraotis oMoiio papa im-xeratori braobium sanotas Roiloitgtio dsdit, guod do oadem soolseiaXdeldggua vsnsiabilis RamaborASnaia spioooprm rsasptum imxsratorinagus ad sanotuin Rstrum psrduotum praeesntavit. Obgleich der Eingangdieser Erzählung ans Ottos ersten Besuch in Nom hindcutet, nöthigt doch der23. November, 'sie in diesen Zeitpunkt zu verlegen.
') Ebd.: Ordinatg ouneta liuseig st Rontgpolim Lnibus in gsooloeiggpootolorum prinoipis, st Rsoni papa ooueeesit, in Oallia sot rsvsreuo;vgl. dazu Jung (Forsch. XIV, 427 A. 4).