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Kaiser Otto der Große
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349
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Flucht des Papstes. Synode in der Peterskirche. ZM

vor, mit dem Könige Adalbert zusammen die Flucht zu ergreifen, indemer den Kircheuschatz von St. Peter größtentheils mit sich führte?)Die Römer, welches auch ihre Gesinnungen waren, wagten jetzt fürsich keine Gegenwehr, sondern nahmen das kaiserliche Heer mit allenEhren auf, verbürgten ihre Treue durch Geiseln, ja sie leisteten sogareinen schwur, niemals in Zukunft einen Papst wählen und weihenzu wollen, ohne die Zustimmung und Wahl des Kaisers Otto undseines Sohnes, des Königs Otto?) So benutzte der König dasUebergewicht seiner Waffen, um für die Besetzung des päpstlichenStuhles einen ebenso entscheidenden Einfluß sich zugestehen zu lassen,als er ihn auf die Besetzung der deutschen und italienischen Bisthümerübte. Die Folgezeit mußte zeigen, ob und wie er diesen Anspruchaufrecht zu erhalten wußte, den in diesem Umfange nicht einmal dieKarolinger erhoben hatten.

Drei Tage nach seinem Einzuge, am 6. November, versammelteOtto in der Peterskirche eine große Synode der gesamten römischenGeistlichkeit und des Adels?) an welcher ebenfalls die in seinem Heeredienenden Bischöfe theilnahmen. Von den Deutschen nur Adaldagvon Bremen, Lantward von Minden und Otgcr von Speier, sowie einDiakonus Rudolf, als Vertreter des Patriarchen Jngelfrio von Aglei,der in diesen Tagen erkrankte und starb, von den Lombarden Wal-pert von Mailand, Hubert von Parma, Liudprand von Cremona,Ermenald von Reggio, ferner Erzbischof Petrus von Ravenna, sechstuscische Bischöfe, die von Camerino und Spoleto, die übrigen 25 ausder unmittelbaren Nachbarschaft Roms. Unter den römischen Adlichenerscheint jener Demetrius, der vorher eine Botschaft an den Kaiserübernommen hatte, neben andern und Petrus von Jmperiola, dasHaupt der städtischen Miliz. Der Kaiser eröffnete die Verhandlungenmit dem Ausdrucke seines Bedauerns, daß in dieser heiligen underlauchten Versammlung der Papst fehle, und ersuchte die mit dem-selben in engerer Gemeinschaft lebenden Geistlichen, ihm die Gründeseiner Abwesenheit mitzutheilen.

') Ooutin. IlsAiu. 963: pluriwum tbssaururn sansti ?stri rapisntss;üist. Ott. c. 8: lioum papg. simul atgus ^.äalpertus autnAiunt; Lei nlmräispist. (I. I.): Lnpa lune impvratorsin timsns, iiliuo liomanis äit'tiüsns,enm suo sompliss ^clslbsrto nut'uZit. usnrpnto sibi von parva seetesiastüssauro; Lid. pontilis. (lVattsrisIi p. 46): 8eci ipss iniguus statin, c>uoäs suo aüvsutu auciivit, Oampaniam tu^isus ibigus io sitvis st moutibusmors bsstias iatuit; Lsnsctivti Ldrou. s. 36: ^postolicus lolianuss inOainpauis partidus 8SvS88it, rslieta ssäis apostoliss proptsr mstum im-peratoris. Johann nennt sich später selbst sxpuisum impsriali vi a propriaseels per ciuos svielmehr trss) inLU8S8 (Lsibnitii ^.Ull. imp. III, 134>.

2 ) Hist. Ott. e. 8: tirmiter iurautss, uuinguam 86 papam slssturosaut orctinaturos prastsr sousensum St slsetiousm ctsinui inipsratorisOttouis . . tilinpis ipsius rSZis Ottouis, vgl o. 22.

Kurz erwähnt von dem Lontin. Itsgiu. 963, die Akten gibt die Hist.Ott. s. 912. Das Datum des an den Papst gerichteten Schreibens (6. Nov.)bestimmt auch das Datum des Einzugs, da die Synode post triäuum zu-sammcntrat. lieber die Theiluehmer vgl. Gregorovius, Gesch. der Stadt RomIII, 357 und unten S. 359 A. 3.