342
Ottos Aufenthalt zu Como und Pavia 862.
Königin begab sich, so rasch sie vermochte, zu ihrem Gemähte nachS. Leo und redete ihm auf alle Weise zu, sich nicht dem Kaiser zuergeben, der vielleicht den entgegengesetzten Erfolg von ihrer Ein-wirkung erwartet haben mochte.
Im August hielt sich Otto einige Wochen zu Como auf, wahr-scheinlich um den Kampf gegen die Söhne Berengars und ihre Parteifortzusetzen, die sich gerade in dieser Gegend noch behauptete?) Gleich-zeitig wurden zur Belagerung von Garda die benachbarten Bischöfekraft ihrer Lehnspflicht aufgeboten. Ohne weitere Erfolge, als daßAdalbert ihm das Feld räumte, kehrte der Kaiser zum Septembernach Pavia zurück, wo er die Weihnachtsfeier zu begehen und denganzen Winter hinzubringen gedachte. Außer dem PfalzgrafenOtbert finden wir namentlich Bischöfe, wie Giseprand von Tortona,Anton von Brescia, Sigulf von Piacenza, Hubert von Parma u. a.,in seiner Umgebung, von denen Brüning von Asti mit der Grafschaftauf zwei Meilen im Umkreise seiner Stadt, Wido von Modena,
0 Die aus Como vom 6. bis 25. August datierten ttrk. Ottos sind fastamtlich verdächtig (8t. 310—315). Am wenigsten Anstoß gäbe die erste siir denB- Sicard von Ccneda pro eius irequenti st suludri servitio, doch bezeichnetPertz (Archiv IV, I72> das Original derselben als eine offenbar falsche Urk.Die beiden folgenden (8t. 311. 312) sind ganz plumpe Fälschungen sowohl nachForm wie nach Inhalt. Bei den 2 Urk. siir S. Vincenzo di Volturno machtder sonst nicht verkommende Xrnollus presb^ter als Schreiber Schwierigkeit,ferner der Ausstellort Oapuus in der ersten, während die zweite richtig Oumishat, endlich die Daten, von denen nur u. imp. 1 hieher paßt, während 863und inci. VI in das folgende Jahr weisen, in welchem wieder ein Aufenthaltzu Como um diese Zeit unmöglich ist. In der letzten vom 25. Aug. bittetAdelheid, Otto möge tiomines budituntss in insulu Oomunu et in loco cpnüicitur Llenusis rscipsrsmns sud nostrs üekensionis munäburüo st nostrapreceptuli suctoritsts contirmuremns guemuclmoäum u üscessoribus nostrisreZibus et u nobis ipsis ante impsrii unetionein ubuerunt, seil, nt Irostemnon tucerent, urbei-ALti non ssssnt, curuturam, tsrruticum »nt. riputicumunt äscimutionem in nostro rs^no üurent sut all plueitum irsnt nisitribus vieibus in unno all Nsäiolunum all Aeneruls plueitum (illon. bist,putr. XIII., 1110), aber ewie sollte Otto den Leuten auf der Insel derartigeVorrechte einräumcn, da di selbe sich erst 864 ergab ? Formell ist das clei natuvor imp. auA. auffallend. Der neueste Herausgeber hat die Urk. daher mitgutem Grunde angezweifelt. Sie wurde von Heinrich V. 1116 bestätigt(8t. 3144).
2) liutberius Os eontsmtn cunon. l o. 8 (opp. p. 348): Xum et sgoipss Hnonäuin eum impsriali pruscspto urZeremur Ouräum obsiüerecustrum st spiseopi et eisriei istius provinciue non gniciem religionisumors, secl luboris obtencierent oclio, sui tioc orliinis minime köre, ps-tulunti nt suepe rssponüi sermons: Ilt non permittunt cnnonss elerieopuAllsrs, itu nee stuprurs. Dieser Vorfall brauchte freilich erst in das I. 963zu gehören.
") ^.nn. Oinsiäl. 863: Otto cusssr nutuls clomini kupius; Lontin.lieZin. 963: rsx iteium Oupiue nutalem äomini et puscbu celebruvit.
u Vion. bist. putr. Oburt. I, 196—198 (8t. 316t. Otto bestätigte aufBitten Adelheids uügns intsrvsntu Osxonis opiseopi ciilectiqus nostri tiäelisdem Bischof Brüning allen Besitz seiner Kirche, vorzüglich den, wonach sie iurepropristurio äistrictum mereutum utczne omnsm publicum kunctionemsuus possiäet civitatis et circumeircu intru Uno miiiuriu coniueentiu. Die