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Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
341
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Einnahme der JuliuSinsel bei Orta 962. Z41

Insel S. Giulio im See von Orta ein/) welche, von Berengar demBischöfe von Novara entrissen, ihm selbst''schon gegen Liudolf alsZuflucht gedient haben soll.

Gegen Willa wandte sich Otto zuerst, vielleicht weil die Macht,über die er verfügte, ihm zur Bezwingung von S. Leo nicht aus-reichend schien. Alle Ausgänge des Sees von Orta wurden besetzt,mit Schleudersteinen, Bogenschüssen und anderm Geschütz täglich an-gegriffen/) bis die Königin nach nicht vollen zwei Monaten sich zurUebergabe genöthigt sah, die gegen Ende Juli erfolgt sein muß, dennam 29. dieses Monats stellte der Kaiser den Domherren von No-vara die widerrechtlich geraubte Insel zurück. ^) Unter den Ver-teidigern hatte sich ein gewisser Rotbert, schwäbischer Abkunft, aberVassall des Königs von Italien, befunden, den, wie erzählt wird,Otto vergeblich durch angebotene Geschenke von seiner Lehnstreue zuverlocken suchte/) Der Kaiser ehrte seine Gesinnung, indem er nachder Ergebung der Feste den Sohn aus der Taufe hob, den RotbertsGemahlin Perinza ihm während der Belagerung geboren hatte, dennachmals als Klostcrstifter berühmten heiligen Wilhelm von Dijon/)Willa, die hartnäckige Gegnerin Ottos, erlangte durch ihn alsbaldihre Freiheit wieder, sei es, daß dies bei der Einnahme der Inselso ausbedungen war, oder daß der Kaiser sie durch Milde entwaffnenwollte, o) Den letzteren Zweck erreichte er jedenfalls nicht, denn die

*) Oontin. Rsgin. 962: Wido, in Insu Naiors in quaüam insula quasäieitur 8:rnetum Inliuin so iuslusit; Vita 8: VVillsImi Oivion. e. 2(88. IV, 656): eompsrions prasäisti Rsrsngarii uxorsm in quocküamsastrum sitnin in Inen urlns Rovarias bseisss eonbugium atqus cum saviros, quorum sonspiratio rsdsllis borst siäsm impsratori. Otto in derllrk. vom 29. Juli 962 (Non. Inst. patr. Oliart. I, 194): quoääam sastrumviäsl. insulam sansti Inlii iamäuckum per Lsrsngarium rsgsm abspissopatu diovarieusi sublatam st sibi usurpatam nssnon sontra nosin rebellionsm positam. Diese Insel war in langobardischer Zeit Sitz einesHerzogs, s. Raulus Rias. Rist. Rangob. IV s. 3. Vgl. oben S. 288 A. I.

2) Oontin. Regln. 962: sotticiiaois bunäibulariorum et sagittariorumaliorumqus dslli instrumsntorum impugnationibus batigatur; V. 8.Willelmi s. 2: quoü ilieo äivsrtsns sinxit illuä bsroeis obsiäionssxsreitus . . sumqus äiutius ad utrisqus partibus avsrrims äsesrtatumbuissst . .

Non. Inst. patr. I, 194 (8t. 309): in sumptum st usuw oano-nieorum ibiäsm äso st saneto lulio . . kamulantium stiftete er 2 Höfe von23 und 17 Husen. Der Sarkophag der Gruftkirche, in dem noch jetzt die Ge-beine des h. Julius ruhen, wird auf Otto zuriickgeführt, ist aber ohne Zweifeljünger.

st V. 8. IVillsInn s. 2: ssrnsns Imperator lliüsrri sibi vistoriamtemptans largitiouibus mnnsrnm olam intlsstsrs suornm bostium signi-berum. Rum spoponäit snm msximis äonis stiam apucl sublimitatsmsuam sslsitnclinis losnm, si suos ässsrsns illius parti bavsrst.

°> Hirsch (Heinrich I, 387 A. 2) zweifelt diese Erzählung an, weil ihr Be-zug auf das I. 962 ihm entgeht, denn nur darin irrt Rodülf, daß er Rsrsn-gario Rongobaräorum rsgs clsbuneto dies geschehen läßt.

Oontin. Rsgin. 962: acl ultimum elsmsntia impsratoris climissaguo vslist irs psrmittitur; V. 8. IVillsImi s. 2: post aliquot vsro äissnabito inviesm paeis eonsilio in clsäitionsm gratis äsvsusrs impsratoris.