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Synode zu Pavia. Besetzung des Erzbisthums Reims.
schwägerung mit Atto zur Partei Berengars und sollte deshalb ge-zügelt werden. Eine Synode fand vermutlich wahrend dieses Auf-enthaltes in Pavia statt/) auf welcher unter Zustimmung des Papstesder ungerecht vertriebene Bischof Ratherius endlich wieder in dasBisthnm Verona zurückgeführt wurde?) Die Freundschaft des/Erz-bischofs Brun, der ihm während seiner Verbannung vergeblich dasBisthum Lüttich als Ersatz zu verschaffen versucht hatte, kam demVielgeprüften hiebei am meisten zu statten?) Sein Nebenbuhler Milomußte ihm vorläufig das Feld räumen. Die Mark Verona wurdewiederum wie vor zehn Jahren mit dem Herzogthume Baiern ver-einigt und also unter Judith und Heinrich gestellt und in Veronaselbst ein deutscher Graf Bucco eingesetzt?)
Neben jenem italienischen Bisthumsstreite kam in Pavia nochein zweiter verwandter Fall von jenseit der Alpen zur Sprache. Am30. September 961 war Erzbischof Artold von Reims gestorben?)der nur unter langen und schweren Kämpfen einen kaum jemalsunangefochtenen Besitz seiner Würde hatte erlangen können. Sogleichbaten die Söhne des Grafen Hugo vou Vermandois den jungenKönig, er möge ihrem Bruder Hugo, dem einst verdrängten Neben-buhler Artolds, das Erzbisthum zurückgeben. Brun rieth seinerSchwester, der Königin Gerberga, die deshalb zu Anfang des Jahres962 mit ihm eine Zusammenkunft hielt, dringend von diesem Schritteab, für Hugo aber trat sein mächtiger Oheim, der Herzog Hugo vouFrancien, als Fürsprecher ein. Eine Synode von dreizehn Bischöfenaus den Metropolitansprengeln von Reims und Sens, die sich zu Meauxversammelte, — auch Wicfrid, bei Lebzeiten Berengars, der Mönch
0 Vlockosrcki snn. 962 (daraus Rieder. Historiker. III o. 17): RsZstiovenisns s lodsnns psps intimst prset'stum IIuAonvm ijuonclsm episoopumtum sd ipso psps gusm ad omni Romans, s^nocko exeoinmuniestum, sväet sd slis szmocko spuck Rspism oslsdrsts. Eine genauere Zeitbestimmungfehlt, doch ist wenigstens der Umstand nicht entscheidend, dag vorher von einemVorfälle am Tage der Geburt Mariä (8. Scpt.I berichtet wird, da nur eineHandschrift ihn an dieser Stelle bringt, die andern ihn an den Schluß desJahres setzen, s. blon. Germ. 88. III, 495 n. d.
2) Rstdsrii Itinsrsr. o. 4: Omittsm guipps . . vpisoopium midi
illsgsliter sckemtum, slium super me säultors sckckuetum, reesptum, iterumso miserieorckis püssimi osossris, prsooopto spostoliei, gui tune Romsnssprsesrst seid, inckieio episeoporum s/nocksdtor restitutum; lud. spoloZetie.e. 7 : Rpiseopus saus (ut in s^nocko ost Rspisnsi guoncksm olsmstum)Veronensium ex;» si sum etc. (Opp. sctcl. LsIIerini p. 442. 508, vgl. ihreEinleitung p. OVII).
RuotAvr. e. 38: oum impsrstorv gormsno suo icl eii'oeit che. Ilruno),ut Rstdero spiseopo dis ism ässtituto, sntigns seckss Vsronensissoeelesiso reckckorstur.
0 Als Herrin von Verona erscheint in den Schriften Rathers die ckuxiuelits d. i. Judith, s. Ouslitstis eonioeturs o. 9. 14 (opp. p. 382. 391),Vogel Ratherius I, S. 392. 306 und das daselbst II, 231 abgedruckte Brief-fragment, doch fuhr man fort, in Verona die Jahre der Ottoneri die in Itsliazu zählen, s. die Urk. vom Merz 973 (Vlon. dist. pstr. XIII, 1297), und es alsTheil des Königreichs Italien zu betrachten, s. Stumpf-Brentano in den Forsch,zur d. Gesch. XV, 160.
0 Rlockosrcki snn. 961, Rivdsri Ilistorisr. III e. 14.