Johann XII. gegen Kapna, Berengar gegen Spoleto 959. Z15
In Rom regierte inzwischen seit dem Spätherbste 955 auf dempäpstlichen Stuhle Johann XII., der schon vorher als Octavian dieweltliche Herrschaft in der Stadt angetreten hatte, jung, unbesonnenund zu allen Ausschweifungen neigend. Es fehlte ihm indessen nichtganz an einem edleren Ehrgeize. Gegen die in Benevcnt regierendenFürsten Pandulf und Landnlf unternahm er, wahrscheinlich 959,einen Feldzug, um ihnen Kapna zu entreißen/) zu welchem er nichtbloß die Römer aufbot, sondern auch Beistand von dem MarkgrafenTheobald von Spoleto, dem Sohne des Markgrafen Bonifacius undder Waldrada, der Schwester König Rudolfs II., heischte?) Pandulfwandte sich sogleich an den Fürsten Gisulf von Salerno um Hilfegegen diesen Angriff: seine Annäherung mit ganzer Macht bewirkteden schleunigen Abzug des päpstlichen Heeres. Johann aber fand esrathfamer, kurz nachher eine völlig andre Politik zu befolgen, indemer jenen Gisulf selbst durch Gesandte zu einer Zusammenkunft einlud.Zu Terracina trafen sie beide mit glänzendem Gefolge zusammen undschlossen ein Bündnis/) Wahrscheinlich nach dem Unternehmen desPapstes gegen Kapna sehen wir Berengar mit dem Markgrafen vonSpoleto im Kriege begriffen. An diesem Zuge, der in das I. 959fiel, nahm auf Einladung des Königs auch Petrus Candianus, deraus Venedig vertriebene Sohn des gleichnamigen Dogen, Theil, der,durch Berengars Sohn, den Markgrafen Wido, diesem vorgestellt.
nibilum rsäiAsro uostrismns ss eopulavit inimisis üb buius rsAni volsnspotsstnts psllsrs. Dies könnte sowohl auf Liudolf als auf Otto gehen. DenOrt sucht der Herausgeber bei der obissuols. äi 8. Lingio äi Drbis.no nsltorritorio äi liivsrolo nsl Osnsvsss.
Obronio. 8slsrnit. o. 166: psps lobannss . . unäiguo bostiurnsongrsAsrs iussit in nimm, st no» tsntuin liomsnum sxsrsitum, sststisin I'usei Jpoletiniqus in sunin sulkrsAiuin sonäuxit, popubsgns multumniinis st vuin insgns virtuts Ospusn, propsrsbst. Ans der Erwähnung derTnsker folgt nicht nothwcndig die Betheilignng des Markgrafen Hubert, daauch die Spoletiner bisweilen Tnsker heißen, s. meine Gesch. des Ostfränk.Reiches II, 19 A. 16 . Muratori (Vnnsb ä'Itslis 959) wollte diesen Zug indas I. 959 setzen, DLnnigcs (S. 75) schon 956, weil cs in o. 168 heißt: Deriäsm tsmpus postis vsliäs luit intrs prinsipstum 8alsrnitsnum vto., wobeier an die Seuche von 956 denkt. Die Chronik setzt selbst den Krieg unter diegemeinsame Regierung der Söhne Landulfs, unter Pandulf und Landnlf. Nachden Xun. Osvsns. (fZ8. III, 188) begann diese 959, nach den Xnn. Ilsnsvsnt.erst 961, aber diese berichten auch andre Ereignisse um ein oder zwei Jahrezu spat.
2) lüuäprsnä. Xnt. II e. 66: Deäsrst rex Noäullus VVslärsäsmsororsm susm . . guss nuno nsgus supsrsst . . eoniuKSin Ilonetstioeomiti potentissimo, epn nostro post tsmpors Osmsrinorum st 8pols-tinorum sxtitit msrebio, ebenso I s. 21: m"i («o. Lonskstius) post tsmporsnostro Osmsrinorum st 8polstinorum sxtitit msrebio. Hieraus geht hervor,daß Bonifacius im I. 958 nicht mehr lebte, lieber seinen Sohn Theobald s.Vsttesobi Uuobi äi Lpolsto p. 90 — 92: er war seit 916 nach urkundlichenDaten mit ihm zusammen Markgraf und folgte ihm etwa 953 allein; einc Urk.siir Casanria vom Juni 957 ist ausgestellt tsmporibus Tsobsläi äusis stwsrebionis anno eins IV (Nurstori 88. ror. Itslio. 11b, 951).
Obronio. 8slsrnit. s. 167: Dt intsr ss sltsrnstim losäus inisruntstgus ub invioem sunt ssgrsZsti.