Feldzug Lothars und Bruns nach Burgund 960. 307
durch einen gewissen Lantbert, der sie besetzt gehalten, sehen wir denneuen Herzog Friedrich zugegen. Aber auch Brun selbst mußte aber-mals nach Burgund ziehen. In die Stadt Dijon nämlich, die unterder Obhut einiger Getreuen des jungen Königs stand, schlich sichGraf Robert von Trohes, einer der Söhne des (im I. 943) ver-storbenen Grafen Heribert von Vermandois, arglistig ein, indem ersich selbst für einen Mann desselben ausgab, und vertrieb die könig-liche Besatzung?) Lothar brach mit seiner Mutter sofort zur Be-lagerung des wichtigen Platzes auf und wandte sich zugleich miteinem dringenden Hilfsgesuche an seinen Oheim Brun, der denn auchnicht säumte mit lothringischen und andern Truppen sich dem könig-lichen Heere anzuschließen. Sowohl Dijon als Trohes, von woRobert den Bischof verdrängt hatte?) wurden von ihnen belagert.Der Graf suchte Waffenstillstand nach, den Bruno vermittelte, undstellte dafür zwei Geiseln?) Den Bischof Ansegis von Trohes setzteBrun in seinen Sitz wieder ein, wofür derselbe nachmals sich da-durch erkenntlich beweisen mußte, daß er ihm den kostbaren Leib desMärtyrers Patroklus überließ. Brun ließ diesen durch Everachar vonLüttich zunächst nach Köln bringen (3. Juli 960», von dort in eine,dem Heiligen zu Ehren erbaute Kirche nach dem westfälischen Soest(9. December 964), wo er durch seine Wunderkraft zur Hebung deschristlichen Sinnes unter den reichen Bewohnern beitragen sollte?)
0 Flodoard erzählt die Ereignisse von Dijon zweimal zu den I. 959 und960. Dort heißt es von Brun: iclemgus oastrum (se. Uivionsm) ssä stDrsess eivitatsrn, guam prast'atus potisbatur kotdertus obsiclions vrülat:hier wird nur erwähnt, daß der König Dijon belagert und Brun daselbst zuihm stößt. Abweichend berichtet Richer (III e. Ilj, wie Lotbsrtus Drsearumprinesps Dijon durch Bcrrath nahm, und läßt sodann (o. 12) Brun mit2000 Mann Troyes belagern, den König Dijon. Zum I. 957 meldet Flodoard:Lotbsrtus lilius Ilsribsrti ss ll,otbario regst oommittit.
0 "Vranslatio 8. katroeli (88. IV, 280): czusrn <se. ^.nsgisum) st pauloauts sxpulsum, intsr alia insignia Isgatstonis suas vum ingenti plausupopuli rsstituit proprias ssäi; Üist. Idraueor. 8suou. (88. IX, 367): 8ubipso tompors oritur eontsntio intsr ^nssgisum spiseopum Dreoarum stliobsrtuin eoinitsin. Lisetus vsro ex eivitats epissopus Lnsegisus aRoberto somits psrrsxit in 8axoniain aä Ottousin iinpsratorsin, aüciuetos-gus 8axonss msnss Oetobrio obssclit Dreoas eivitatsm longo tempore,worauf von einem Kampfe der Sachsen unter Helpo gegen die 8snonsnssserzählt wird, in welchem dieser fiel. Viclsns itagus Lruno äux, soeius sius-üsi» Ilsiponis, gui obssüerat Drseas eivitatsm, guoü mortuus sssst soeiussuus Helpo, ourn suis rsvsrsus sst in patriam suam. Für die Geschichtesind diese sagenhaften Nachrichten mit Arbois de Jubainville (Ilistoirs äss äuasüs Lbampagns I, 141) schwerlich zu verwerthen.
^) Rlolloaräi nun. 960: Ilruno prassul . . obsiclss a Rotbsrto aeespit,quos regi tracliclit. (Quorum unus, Oüsirisi eomitis lilius, proäitor eow-probstus et iuüieatus atczus cieeollatus sst, altsr vivus rstsntus. WasRicher (III e. 12) dafür setzt: Ooaetusgus obsiäss st saoramenta üat; stinsupsr oppicli proclitorsm vietus traclit. <4ui inox prolata ab rsgs sen-tsntia, ants oppiüi portam eoram patrs cleeollatur scheint mir durchauswillkürliche Ausmalung.
0 Dransl. 8. Ratrooli: ratum cluxit, ut loeum gusnelam 8axooias,8usatium nomine, rsbus seeuli opulsntum, populo xlsnum, longs lateczusoirouinpositis 8axonum gsntibus . . notissimum, ssü rsligionis aäbue
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