306 Klostcrreform in Flandern unter Gerard.
niator des Mönchswcsens in Flandern, wo ihm Graf Arnulf alleKlöster seines Gebietes übergeben haben soll. Sein Hauptsitz wardas von ihm gestiftete und nach ihm benannte St. Gvrard inNamnr, aber auch St. Ghislain wurde ihm von dem Herzoge Gisel-bert anvertraut, und vorzüglich stiftete er sich in St. Bavo undBlandigny zu Gent, sowie in St. Omer durch Verdrängung derfrüheren Bewohner und Einführung regelrechter Mönche ein bleibendesGedächtnis.H An die Namen Gerards, der erst als gereifter Mannder Welt entsagte und in St. Denis die Klosterschule durchmachte,und Eginolds knüpft sich demnach für Lothringen und die benach-barten westfränkischen Gaue eine tiefgreifende und höchst wirksameReformbcwegung im Mönchswesen, welche von den gleichzeitigen Be-strebungen der Cluniacenser durchaus unabhängig sich entwickelte,wenn sie auch die gleichen Ziele verfolgtes) So viel wir wissen,haben die Einwirkungen Clunis in diesen Gegenden sich lediglich aufToul beschränkt, woselbst das Kloster St. Evre allerdings von Flcuryan der Loire aus reformiert wurdet) wie nicht minder St. Renn zuReims. Weder Adalbero von Metz aber, noch Friedrich von Mainzscheinen mit den Cluniacensern irgendwie in Verbindung getreten zusein, als sie an die Verjüngung der Benediktinerklöster Hand an-legten.
Der enge Zusammenhang Lothringens mit dem westfränkischenReiche gab sich, wie in dem Gebiete der Klosterreform, so auch inpolitischer Hinsicht in dem I. 960 mehrfach wieder kund. Bei derZurückgabe der Feste Mezicres an der Maas an die Reimser Kirche
(^labilton ssse. V, 27k), ÄZiborti Koinblae. Obron. a. 959 ; r^nn.
Hubisns. 958. Nach den 2 ^.nn. Illandiniaim. (88. V, 27) wurde Gerard898 geboren, begann 913 das Ikrsoniansa coonobiuin zu erbauen, 918'Osrurclns abba inonaobuo at'tioitur, 926: Oorarduo abba presb^tor ordi-natur. Hiernach ist Wattenbach (Geschichtsq. I, 281) zu berichtigen, der seinenEintritt in St. Denis erst unter König Robert erfolgen lägt, obgleich auch derVerfasser der Vita (larardi Lron. a. 5 p. 255 bei dieser Gelegenheit nicht vondem Könige, sondern von dem Grafen Robert spricht (inolito euidain oomitiiromins lloberto).
0 ,'Vnn. Llandin. 941 : .4bba Oorarduo i'666pt.U8 68t ab VrnuIIo inIllaudinio; ?otguini Obartular. 8itb>6»8s p>. 144: Arnulf übertrug 944,15. April St. Omer ipoigno Osrardo abbati, qui P6N6 oolno 6t priinu8 inc>Loic1ui8 partibns ultimio t6inporibu8 rogulario vitao nornram servabat6nm inonaebis 6 diversis lovio eollaotio aundom inoua8t6rium tradiditro^niaritor Anbornanduin; änn. daudous. 937 (wo Ilronianslun für Ito-noni6ll86m zu lesen ist). 940. 946; Virao. 8. Lavouia I o. 14 (Llabitlon^.ota 8asa. II, 410); Vita Oarardi Lrou. o. 28 p. 273: dooom 6t oetoeoouobioruin traditnr 6X8titi886 proeurator viAiiauti88iinus.
^) Gfrörcrs Behauptung (Kirchengesch. III, 1342): „Auch kann man kaumzweifeln, daß das Beispiel von Cluguy diese Bewegung hervorricf," bleibt ohneBeweis.
2) Lliraoula 8. Ilorobarii e. 9 (88. IV, 487); V. 8. Laddroas 6. 20:Ilnda . . doinina itla (86. IlarsEndio) . . Laddroo varo Vioriaonm, nbiDrüainbatduo vir inaunas rali^ionio praasrat, dirsxit, vgl. über Fleuri) Vita8. Odonio III a. 9 (itlabiliou ^eta V, 182).