Liudolfs Heerfahrt nach Italien 956.
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räuberischen Uebergriffe das Anrecht seiner Kirche zeugeneidlich imEinzelnen feststellen zu lassen. H Als heftiger Ankläger gegen Beren-gars und Willas Tyrannei hatte sich am deutschen Hofe der DiakonusLiudprand vernehmen lassen, der, aus einem angesehenen langobar-dischen Hause stammend, einst gleich so vielen andern aus dem DiensteHugos in den Berengars übergetreten war. Auf Grund der in seinerFamilie gleichsam erblichen Kenntnis der griechischen Sprache undVerhältnisse übernahm er dann für seinen neuen Herrn eine Gesandt-schaft nach Konstantinopel in den Jahren 949 bis 950, deren Kostenzu tragen sein Stiefvater sich von Berengar bereden ließ. Was weiterzwischen ihnen vorfiel, ist uns im Einzelnen nicht bekannt, denn Liud-prand bezeugt nur im Allgemeinen, daß der König und seine hab-gierige Gemahlin ihn und seine Verwandtschaft ohne alle Ursache mit sogiftigen Pfeilen der Lüge, mit so räuberischen Erpressungen und gott-losen Ränken verfolgt Hütten, wie weder die Zunge es auszusprechen,noch die Feder es zu beschreiben vermöchte?) Er wird nicht verfehlthaben, den gerechten Unwillen Ottos über den Treubruch der ita-lienischen Könige auf alle Weise zu stacheln und ihn zur Vergeltunganzutreiben, wie er selbst eine solche später (seit 958) durch die Ab-fassung eines Werkes über die Geschichte seiner Zeit, zu welchemBischof Recemund ihn aufgemuntert hatte, sich zu verschaffen suchte.
Von Liudolfs Heerfahrt selbst fehlt uns leider die Kenntnis allerEinzelheiten. Wir wissen nur, daß Berengar und Adalbert vor ihmweichen mußten und daß er in der Hauptstadt Pavia selbst seinenEinzug hielt, b) Auf Verwechselung mit späteren Ereignissen scheint
>> dsllia oliristiaua XII instr. 485 aus Lessou lllsmoirss llss llioosses<le dsusve, Varantaiss sto. p. 473. Undatierte Urk.: Oniu iuiguitatis üliosall uidiluru saeraiu Allsiu llsllnoontos soelssiasguo snbvsrtsutss . . praesensnon esssat parsrs lliss, viAilaulluiu saus llioitur pastoridus, nt sie resseelssias viveutes sonstituaut, us Ulis ad doe saseulo llisesllsutibusrspaess lupi, gui uuuguaiu satiautur rapaeitats, sä usuiu suuiu llstradsrsuou valsgut. Hua rapaeitats eaptus Xllalbertus eoiuss istius civitatis,tilius Lsrsugarii rsAis, voluit oeolssiaiu uostram iniuorare 6s guallaiuparte tslonarü guoä psrtiuet a6 portaiu 8. Ilrsi, äiosus gnoll tslouariuiugnoll sxibat 6s vsn6itis sguis, prsi^uor, inaZis pertiusbat all suuiu oowi-tatum . . guaiu all spiseopatuiu sauotae iVlarias et sauoti lodauuis.tzuaproptsr e^o diso eiusllsru seelssias spiseopus oommotus paratis uaeistsstidns euin inrarusuto ssouulluiu llsereta iullieuiu oouviei suiu eto.(folgt eine Anzahlung der einzelnen Zollsätze). Diese Urk. kann keinesfalls mitden Herausgebern der Oallia edrist. (p. 870) und mit Rivaz (lllou. tust,patr. Ldart. II, 28 u. l) aus den Markgrafen Adalbert bezogen werden, dernur der Schwiegersohn, aber nicht der Sohn Berengars I. war.
2) Xutap. III o. I und über Berengars Geiz VI o. 3. 6: 8ell uee doopiZeat inemorars, guill tuue pro Lsrsutzario sZeriw, soiliest nt aAuosoatur,gnauta duue oaritats llilexerim, st eninsmolli ab so rseoupsusatiousmpro dsus Zestis avoepsrim. Leider ist er uns den Bericht über diese „Be-lohnung" schuldig geblieben.
") Xuu. Liusllll. 050: Liutollns iu Italiam Ilostiliter, tugato Lsriu-gario st Llio sius Lapiaiu iutravit, daraus Ilsrimauu. XuZ. 056 mit derAenderung Lapia urbs proviutiagus potitus sst und Xuu. Ältad. (wo dieseWorte nicht groß gedruckt sein sollten). Andre Angaben sind noch dürftiger, so