288 Liudolss Heerfahrt nach Italien 956—957.
die Nachricht zu beruhen von einer Einschließung und Gefangen-nahme Berengars auf der Insel S. Giulio im Ortasee, aus welcherLiudolf ihn freiwillig entlassen und nur ermahnt habe, sich der MachtOttos zu unterwerfen. *)
Mit glücklichem Erfolge setzte Liudolf sein italienisches Unternehmenim I. 9ö7 fort. Nachdem er Berengars tapfern Sohn Adalbert in einerSchlacht, die von der späteren Sage in die Nahe von Carpineti (süd-lich von Reggio) verlegt wird, besiegt hatte, fiel ihm fast ganz Ober-italien zu 2) und alles eilte ihm zu huldigen. Urkunden ans Leccound Mailand vom Juni und August dieses Jahres bezeugen, daßman jetzt wieder nach den Regierungsjahren Ottos zu zählen be-gann, ^)'wo man im Januar noch Berengar und Adalbert anerkannthatte. Liudolss Vater aber, hocherfreut über diese Lorbeern, die ernur in seinem Namen errungen hatte, übertrug ihm ausdrücklich dieLeitung und ermächtigte ihn, das Volk für sich in Eid und Treue zunehmen. Ohne Zweifel giengen auch die Bischöfe größtcutheils zu
Ooutin. LsM". 956 <der damit in das nächste Jahr hinüber greift): 6t inbrovi oxpuiso IlorenAario totius ponü Italiao possossor ot'tioitur, Tun.8angail. mal. 956: Liutollus, tilius rsgis Ottonis, Italiain in^rsNitur;Tun. Ililäesb. u. s. w. 956 : lüntolt'rw in Italiain porraxit aanujuo sibisndeZit; Oolou. braviss. 956: Inulloilns in OonAobarüiam. Ganz unklarbleibt das Obronio. IlLNStliLti 6. .15 : Otto rox 8axou6 6t Inutuito kitirnnsius primus in Italia iuz-rossi, 6t guaiitar in aooiäontia Langobarclorumvst Liutuilo nioäo non clieamus.
Truulü Oosta arokiopp. Noäiot. I o. 6: iäsoquo Nsstitutus a suisproporanti bosti ininiins valnit oongreüi, ssci in^ressus quoct chiaitnrinsula sanoti luiü inuuioipium rasoäit invaliäus (dort schloß sich Willa 962ein», worauf ihn guiciain lainiliarss IIsronAarii milites dem Feinde ans-liefern. Das Obronic. Xovalio. V o 12 läßt Berengar daselbst von Attobelagert werden und in Gefangenschaft gerathen. Donizo (V. ülatbüüisv. 317 ff.) sagt: Nills viros promtos ouin nato Niri^it Otto Italiam, notainoruto vsnitgus Veronam und läßt ihn dann sich mit Atto vereinigen. Sikardvon Cremona (üluraiori 88. VII, 583) nennt Liudolf fälschlich Otto. Einewirre Erinnerung an Liudolss Zug, man weiß nicht ob an den ersten oderzweiten, findet sich auch bei Leo von Ostia (Obrnuiea moimst. Oasin. I o. 61).
Tun. Xinsicll. 957: Ilsiluin iutsr Inutoltüiu 6t Tclalbsrtum, viotoquoTäalborto reMium optinuit oinnesgua sibi subiugavit, daraus Lorimann.Tu^. 951; VloNoarel. 957: czui pons totam obtiuuorat Italiain. Dersäbelnde Donizo läßt in der Schlacht in prato Tntoßnauo . . apuü Oarpino-tum Liudolf durch Adalberts Hand fallen, sein Heer aber unter Atto mitVerlust siegen (V. blatbililis v. 319—367, 88. XII, 359).
2) blonurn. bist patr. XIII, 1967. 1968, beide mit Oto (Iloto) Aratiacloi rex anno rogni oius bio in Italia ssxto monss Inuius (Tugustusliuäiotiono guinta äaaima, die eine den Grafen Alo von Lecco, die andre denAbt Aupald von S. Ambrogio in Mailand betreffend, vgl. daselbst die vorher-gehenden vom Januar und April 957 S. 1u63 1965.
0 Lrotsvitkao Oasta Oclü. v. 1142 —1163, woselbst der Inhalt einesangeblichen Briefes berichtet wird, in welchem Otto den Sohn belobt: Lautobsaura tuas liüsi czuia sig'na äeäisti, ^ oum per t6 reAnum aupisnsauA686«rs uostrum, H siAnasti nobis proprii clseus omno laboris, daherübergibt er ihm das Reich, impsrio subcli nostro rzuoel aonstituisti undfordert ihn auf, das Volt quam viotrioi popnlum äsxtra supsrasti für sich