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Kaiser Otto der Große
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Sendung nach Cordova.

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der arabischen wie der lateinischen Sprache gleich kundiger Mann,der nach einer Reise von etwa 10 Wochen als Botschafter des ChalifenAbderrhamans III. schon im August 955 zu Gorze in Lothringeneingetroffen war, wurde durch den Abt Eginold von Gorze und denBischof Adalbero von Metz dem Könige in Frankfurt vorgeführt undehrenvoll von ihm empfangen. Er brachte Nachricht von dem imSpätherbste 953 dorthin entsandten Mönche Johannes, der von demChalifen noch immer nicht hatte vorgelassen werden können, weil dasvon ihm zu überreichende königliche Schreiben Angriffe auf den Islamenthielt, die, wenn sie zu allgemeiner Kenntnis gelangten, dem kühnenUeberbringer die Todesstrafe nach muhammedanischcr Satzung unver-meidlich zuziehen mußten?) Aus dieser Verlegenheit, und da auchder Chalif sich scheute, dem Gesandten des mächtigen Königs Ottoirgend welche Unbill zuzufügen, die die Rache desselben gegen ihnheraufbeschworen hätte, erschien eine nochmalige Rückfrage an dendeutschen Hof als der einzige Ausweg.

Daher wurde jetzt ein neues Schreiben ausgefertigt von milderemInhalte, welches Recemund, begleitet von einem Verduner KaufmannDudo, mitnahm, und der Mönch Johann erhielt den Auftrag, das früherezu unterdrücken, die Geschenke zu überreichen und vor allem dahin zuwirken, daß der Chalif selbst gegendas räuberische Treiben der Saraceneneinschritte, die als seine Unterthanen von Garde-Fralnet aus seitJahrzehnten eine furchtbare Landplage für das ganze Gebiet der west-lichen Alpen geworden waren?) Auf friedlichem Wege wo möglichdiesem Uebel zu steuern, das bis nach den deutschen Grenzen hinüber-wirkend dem Könige namentlich auf seinem Zuge nach Italien vordie Augen getreten war, bildete jedenfalls den Hauptzweck dieser Sen-dungen, doch fehlte es überdies auch nicht an Handelsbeziehungen mitSpanien, die zumal von Verdun aus eifrig gepflegt wurden,^) unddie zahlreiche christliche Bevölkerung jenes Landes, welche sich zwarunter das ihr auferlegte muhammedanische Joch ziemlich gut zu schicken

0 S. über diesen Brief Vita lob. 6orx. e. 115. 120 ff., und über diemahommedanischen Satzungen kassio 8. kalaZii v. 57. 257 ff. (Hrotsvithaeck. Barack S. 06. 72).

0 Ebd. e. 130: ainioitiam psoemgus cke inisstatione latrunoulorum8arraesnoruin guoguo paato eonüoiat. Hiemit steht es vielleicht im Zu-sammenhänge, daß Lindprand seine Xntap. gerade mit dem Berichte über ihreNiederlassung eröffnet. Daß sie die Rompilger besteuerten, erwähnt Flodoardzuletzt zum 3. 951.

2) Mit Johann reiste Virckunsnsis guickain (Ermenhard) Anarus partiumLispanarum, mit Recemnnd Virckunsnsis guickam, eui Oucko vosabuium(V. lob. (1or2. o. 116. 117. 130). Liudprand (Xnt. VI e. 6> sagt von einerArt von Verschnittenen guock Vvrckunsnsss msreatores ob inmsnsum luerumkaeers st in Ilispaniain ckuesrs solent. Richer (Oistoriar. III e. 103) sprichtvon einem abgesonderten negotiatorum elaustrum inuro instar oppickisxstruetum in Verdun, wie auch Bertar (6esta spiseopp. Virckun. ll. 5, 88.IV, 41) den Anfang des in Verdun blühenden Handels schon in das 6. Jahrh.zurückversetzt, als Folge eines Geschenkes von 7000 Goldgulden, das K. Theode-bert der Stadt machte (6rsAvr. Vuron. III e. 34). In der 'Iraust. 8. 8anetinigegen 1032 (Oalmst Ilist. cks Imrrains I p. X6) werden guelgues marabanckscks Vsrckun rstournant ck'LspaZns erwähnt.