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Kaiser Otto der Große
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Fremde Gesandtschaften in Frankfurt 956.

Gesandtschaften kamen hieher von verschiedenen Seiten, vom griechischenHofe des Kaisers Constantin, vom päpstlichen Stuhle und aus Cor-doba, der glänzenden Hauptstadt der spanischen Araber?) ReicheGeschenke breiteten sie vor den Augen des erstaunten Volkes aus,goldene, silberne und kunstvoll gearbeitete bronzene Gefäße, andrevon Glas und Elfenbein in manigfacher Gestalt, Balsam undSpezereien, ferner brachten sie Löwen, Kamele, Affen und Strauße,fremdartige Geschöpfe, die damals theilweise zuerst auf deutschemBoden erblickt wurden. Das gesteigerte Ansehen des Reiches nachglücklicher Wiedererlangung von Frieden und Eintracht stellte sichdurch diese Huldigungen sichtbar vor aller Augen dar?) Und schonbegannen auch, wie die Anwesenheit des flüchtigen Diakonus Liud-prank?) verrieth, in Italien die Unzufriedenen auf deutsche Hilfe zuhoffen.

Genauer unterrichtet sind wir von diesen verschiedenen Sendungennur über die spanische. Bischof Recemund von Elvira, ein gelehrter,

unmöglich, daß mtsrventu üüslium nostrorum Lruuoriis viüsl. Hsrmauivostri Ltgue uroviepisooxi nsenon Ileiurioi aoqus gsrmani uostri ntqusOnommäi äueis eine Schenkung erfolgte, da die beiden letzteren nicht mehrunter den Lebenden weilten. Vgl. auch Ossta abimt. Oemvlao. o. 11 >88.VIII, 529): veneradilis abbas Lrluimis (von Gembloux) . . olemsntmmSerenissimi aüiit re^is in uutu seäis eins I?rg.ooonelort vooato, et czuoäper nekas amisit int'knäum (so. villam 8otlieiam) per las ao rSAuie sumpsitmanüstum (vor 957), vgl. oben S. 228 A. 5.

i) VViäull. III e. 56: Orsbris viotorüs Imperator Aioriosus kaotusatcjue üimosus, multornm rSAvm ae Asntium timorsm pariter st bavorsmpromsruit; unäs plurimos IsAatos suseipit, Lomanorum soiiioet st Orae-eorum Larraeenorumgus, der Reihenfolge der Erzählung nach im I. 956.Ob unter den Saracenen die spanischen gemeint sind, kann allerdings zweifel-haft scheinen wegen der simms et otrutioues und weil es in der Widmung deszweiten Buches heißt: cpmmcnmm in Xkrieam Xsmmcsus pstris tui mmpotestas protsnckatur (vgl. III e. 75, wo eine Gesandtschaft aus Afrika erwähntwird). Affen waren diesseit der Alpen nicht so ganz unerhört, denn in derZollnrk. des Bischofs Giso von Aosta (Oalim oiiristmim XII instr. 485) steht:cte simia, izuamvis sit riäiouiosum animal äuoüseim (so. üsnarios) alsDurchgangszoll.

^Viäule. o. 56: omniumcnis oireumizuaizue eliristianorum in iiio resatc>us spes sitae, vgl. Oontin. IIsAin. 956: rex in paes et otio clsgsns.

°>) S. die Vorrede von Pertz, der diesen Aufenthalt (durch eine srllherefalsche Ergänzung der V. Ivb. Oors. getäuscht) von» 6. Januar bis Ende Merzansetzt, während er in der That nur etwa den Februar hindurch dauerte. Nurhier kann Liudprand die Bekanntschaft Necemunds gemacht haben, dem er seinBuch der Vergeltung widmete, s. Xntap. I e. i. Er erwähnt darin auchAbderrhaman lll. I. I o. 2, V e. 2. 19. Gsrörer (Allgem. Kirchengesch. III,1595 A. 1) setzt im Anschluß an Mabillon Johanns Abreise 955956 undRecemunds Aufenthalt 957 - 958, allein diese Annahme ruft unüberwindlicheSchwierigkeiten für die Zeitbestimmung von Liudprands Wiedervergeltung hervor,auch konnte sich Johann recht wohl schon mit dem Chalifen über die Ereignissevon 953-954 unterhalten, da dies erst nach der Ankunft Recemunds und seinerBegleiter im I. 956 geschah. Giesebrecht (Kaiserzeit I, 837) folgt Pertz. WennJohann von Gorze, wie man annimmt, der Verfasser der iAirao. 8. Ooi^ouiiwar, so könnte er nach obiger Berechnung die in e. 20 erzählten Vorfälle desJahres 954 freilich nicht in'der Heimat erlebt haben, obgleich er sie als Augen-zeuge darzustellen scheint.