I.
Fmdolfs Heerfahrt und Tod. Mestfriinkifche und loth-ringische Händel. Ottos II. Kömgsmhl. 936—961.
Sehr früh im Jahre 956 finden wir den König im Westen, dener seit der Belagerung von Mainz nicht wieder besucht hatte. Dorthielt er in der Pfalz zu Ingelheim einen Tag mit den lothringischenGroßen?) Daß er aus fast allen ihren Städten sich Geiseln stellenließ, zeigt, wie der Zustand des Landes aus der Zeit des Bürger-krieges her noch immer ein unruhiger und unsicherer geblieben war,doch hatte Bruno es wenigstens vermocht, durch sein persönliches An-sehen unter Vermeidung von Kampf und Blutvergießen die königlicheAutorität im Ganzen aufrecht zu halten?)
Mehrere Wochen verweilte Otto, in dessen Gesellschaft sich auchseine Gemahlin Adelheid befand, in den rheinischen Gegenden, undfeierte wahrscheinlich zu Frankfurt das Fest der Reinigung Mariä?)
*) Vloäoaräi arm. 956: rsx Otto placitum daduit apuä LuAuIsndsimcum Ootdarisnsidns, a czuidus st odsiäss accspit äs cunctis psns ipsornmoppiäis. Der Zeitpunkt bleibt unsicher.
2 ) Luotger. v. 25, vgl. oben S. 236 A. 4. Diese und andere Andeu-tungen lassen sich leider in keinen klaren Zusammenhang einstigen.
2) Die Urk- für Lorsch und Worms (s. weiter unten) sind ausgestellt perintsrvsntnm äilssts coninAis nostrc Läaldsiäas. Den Zeitpunkt bestimmtdie Vita lodannis Oors. s. 130: Inäs circa i'sstum sanctas Narias iimtrisäsi (Uscsraunäns) ad coäsm vcnsradiii pontilics (^äalbcrons), comitantssimni äomno Vgiuoiäo addatc äcäuctns donoriücc in palatio Vrancono-kuräc snscixitur, womit es gut übereinstimmt, daß Recemund, nach einigemAufenthalte nach Gorze zurückgekehrt, dort noch den größeren Theil der am19. Februar beginnenden vierzigtägigen Fasten zubrachte. Am 5. Merz kannOtto dann sehr wohl sich wieder in Frankfurt befunden haben, nach der Urk.8t. 238. Eine zweite ans Frankfurt vom 10. Merz datierte Urk. (BeyerMittelrhein. Urkb. I, 260, 8t. 240) für St. Maximin ist dagegen eine Fälschung,denn im I. 955 paßt sie nicht in das Jtinerar Ottos, und 956 war es