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Kaiser Otto der Große
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270
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270 Dic Herzogin Judith. Sendung des Abtes Hadamar.

Judith oder Jutta, die Tochter des alten Herzogs Arnolf, erhieltsomit in Baiern eine regierende Stellung, der sie mit Kraft undKlugheit sich gewachsen zeigte. Alles, was Heinrich bei seinen Leb-zeiten gefehlt hatte, suchte sie iusonderheit durch Thrünen undAlmosen zu sühnen?) Von den Töchtern, die sie ihrem Gemahlegeboren hatte, wurde die eine, Gerberga, eine gelehrte Aebtissin derliudolsingischen Familienstiftung Gandersheim?) die andre, Hcidwig,gleichfalls eine Freundin der Wissenschaft, Herzogin von Schwaben.Weit gefürchtet als strenge Gebieterin, stiftete diese mit ihrem GemahleBurchard, dem sie keine Kinder gebracht, aus ihrem reichen Erbguteein Kloster auf dem Hohentwiele, ihrem Lieblingssitze.

Ueber dem Waffengetöse, durch welches das Jahr 955 mehr nochals irgend eines der früheren erfüllt wurde, hatte doch der Königkeineswegs die Pläne zum weiteren Ausbau der Kirche im Wenden-lande aus dem Auge verloren, die ihn schon seit längerer Zeit be-schäftigten. Für die Erfüllung seines Gelübdes, in Merseburg einBisthum zu stiften, fand er sowohl bei seiner Mutter, als auch beiden sächsischen Großen, die er um ihre Unterstützung angieng, freudigeBeistimmung?) Schon aber hatte er die weitere Absicht gefaßt, anStelle der von ihm begründeten und auf das reichste ausgestattetenAbtei zu Magdeburg ein Bisthum zu errichten und zwar in derWeise, daß das Bisthum Halberstadt, zu dessen Sprengel Magdeburgwie Merseburg gehörten, an den elfteren Ort verlegt würde?) Wennschon früher für die Stiftung der außerhalb der Reichsgrenzen ge-legenen dänischen und wendischen Bisthümer im I. 948 die Mit-wirkung des päpstlichen Stuhles durch seinen Legaten Marinuserforderlich gewesen war, so noch vielmehr jetzt, wo es sich um dieAenderung noch bestehender Sprengel und die Verlegung eines altenBischofssitzes handelte. Otto entsandte daher, etwa im Sommer diesesJahres, denselben Vertrauensmann, der vor acht Jahren bereits eineähnliche Sendung ausgeführt hatte, den Abt Hadamar von Fulda,

0 Unetmnri Odron. II e. 25: Iluius eoniunx . . in guoeurngus ani-nmin eins uinguain cisliguisss ipsa seivit vsl ad aliis eompsrit, iaerimisne inetkudilidus smenetavit slsrnosinis. In 2 llrk. Ottos vom 8. und 9.Juni959 ist deshalb die Rede davon, daß Besitzungen übergehen sollen in inset. pntestntem äomns lucütns st tilii eins Usinriei üueis (Dion. Iloiea»XVIII n, 183. 186, 8t. 263-2651, und am II. Febr. 961 machte er luäituvpeexotenti ürnvai-ioi'uin üoinnas eine Schenkung (8t. 219).

2: lieber Gcrberg (gcst. 10. Dec. 10ol), der Hrotsvith die Omstn Oääoniswidmete, s. Kiipke Hrotsuit v. Gandersh. S. 3>36, über Hadwig (gest. 28.Aug. 994) Stalin Wirtcmb. Gesch. I, 459. 589; Onsus inonnst. I^stiisdus.I o. 43 (88. XX, 637): der iäsin tempus Ilurednrüus reÜAiosus äux etIlaäüvied eins eoniunx eum nun Imdersnt enrnntein, Ldristum sidi ele-wsrunt dsreäem ste.; Nrk. Heinrichs II. vom I. Oct. 1005 (Wirtcmb. Urkb.I, 241, 8t. 1412).

4'dietmnr. II e. 5: düs tune iel eollauüuutibus.

0 Wilhelm deutet in seinem Briese (llntks üidl. III, 3491 darauf hin:I'um guoü monaedi DIu^nclaeduiAsnsis eusnodii sociem privüegio u vodisvostrisgue uuteesssvridus sunt ullminioututi; tum guoä minorntionomnostras seelis trnuslationemgue Ilaldsrsststsnsis uselssins ms vivo noneonssntium.