Vererbung Baierns auf den jüngeren Heinrich.
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lichen Gaben kaum Jemand znm Segen, weil sie nicht mit tieferem sitt-lichem Gehalte verbunden waren, und sein Hinscheiden wurde nur vonwenigen betrauert.') Er verstand es übrigens, zumal in den jüngerenJahren, durch sein schönes und bestechendes Aeußere Herzen zu ge-winnen, während später sein finsterer Ernst manchen abstieß. Manrühmte ihm Beharrlichkeit in allen Stücken und Zuverlässigkeit gegenFreunde nach. So belohnte er einst einen Lehnsmann von geringemVermögen durch die Hand der Schwester seiner Gemahlin.
Die Liebe der Mutter, die in ihm nicht nur dem Namen, sondernauch der Gestalt und dem Wesen nach das Ebenbild ihres verstorbenenGemahles und den einzigen Trost für seinen Verlust wiederfand?)blieb ihm unwandelbar treu. In tiefsten Schmerz wurde daherMechthilde versenkt, als sie auf ihrem Witwensitze Quedlinburg dieBriefe mit der Todesbotschaft empfieng. Sie nahm den ganzen Tagkeine Nahrung und widmete sich mit ihren Nonnen nur der Fürbitteum die Seele des verstorbenen Lieblingssohnes. Vorher noch inkönigliche Gewänder gehüllt, legte sie seitdem das Trauerkleid nichtwieder ab?) Jedenfalls geschah es ganz in ihrem Sinne, wenn nichtvielleicht sogar auf ihren Antrieb, daß Otto das Herzogthum Baiernnebst den Marken, so sehr es einer kräftigen Leitung zu bedürfenschien, für Heinrich, den Hinterbliebenen, damals vierjährigen Sohnseines Bruders, aufhob?) Eine Art von Vererbung, die für andreHerzoge ein lockendes und gefährliches Beispiel gab. Seine Mutter
>) Diuäpr. 7l.nt. IV 0 . 14: euius reesnti PID Innere non insckioeresackbue laerimas lunäimus. Ganz anders lauten die Klagen um den TodLiudolfs.
2 ) V. blabtliückis post. o. 16: bae sola eonsolatione respiraviinus,guock ckileetissirni tilii nostr! vita snpsrstss erat. gui ors nomine et Iiabituts maxims ret'erebat. Bei Stalin lWirtemb. Gcsch. I, 446) wird wohl mitRecht Heinrich „ein böser Charakter" genannt, dagegen begreife ich nicht, weshalbWaitz (Jahrbücher unter Heinrich «. 178 1 ihn als „weich und sanft" bezeichnet,da Widukind (II e 66) ausdrücklich sagt: Heinrieus vero morum gravitatspollsbat et od ick ab ignotis minus elemens ioeunäusque praeckieabatur.Sein Aeujzeres rühmt Widukind <a. a. O), Liudprand (IV o. 14) und zumalder zweite Biograph der Königin Mahthilde (e. 6 16) s. oben S. 14 A. 1.Seine Tapferkeit gleichfalls Widukind (I e. 31: virnm kortem et inclustrininIleinrieuin), Hrotsvith ((Issta Oäckouis v. 48—51: een mnrus iaoulis ob-stans tortissiinus bostis), Ruotgcr (o. 171. daher ist das „nicht ohne Tapfer-keit" bei Waitz zu wenig gesagt. Den von Widukind (II o. 361 erwähntenmeckioeris substantiae inilitem, dem Heinrich seine Schwägerin gab, finden wirin dem Grafen Purchard bei Gerhard wieder (V. 8. Ouckakriei o. 28, 88. IV,415. 417).
2) V. blabtbilckis o. 16: Hoc totum tune ckeposuit, et postmockumInAubri vestv proeessit. Dostkae neminem voluit anckirs earmina sseulariaeantantem, nee queinquam vicksre Inckum exsresntsm eto.
') Oontin. IteAin. 955 (daraus üsriinann. -buA.): Ouius üüo Heinriespins lex ckuestnm et maream ckeckit (vgl. Luotuer. e. 17: Lauivariorumäuevm et marebionem ineiitum). Hier ist jedenfalls an die Mark Veronazu denken, nicht etwa an die Ostmark, lieber seine Geburt s. .4-nn. tjusäkinb.!>55: Dockein anno Usinriens, lilins Ileinriei ckueis, nstns est, über dasVerhältnis der Groszmntter V. blabtlnlckis post. o. 20: sieut venerabilisrvAina buno (se. Ileinrieumk pras eetsris suis natis ckilexsrat, ita stlilium eins Ileinrieuin . . aiüs nepotibus in amore praeposuit.