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Kaiser Otto der Große
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Sendung des Abtes Hadamar nach Rom 955.

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abermals nach Rom an Agapit. Der Auftrag, das Pallium für denErzbischof Bruno von Köln von dort zu holen/) verbarg wichtigereund mehr im Geheimen zu führende Unterhandlungen mit dem Papste.

Hadamar fand in Rom die günstigste Aufnahme und kehrteetwa im Spätherbste mit bestem Erfolge von dort zurück/) Jubelndzog ihm vor Köln die Bevölkerung der Stadt entgegen, da er außer-dem Pallium, welches Bruno wider sonstigen Gebrauch, so oft erwollte, anzulegeu gestattet wurde, auch noch als kostbares Geschenk dieReliquien des Märtyrers Pantaleon mitbrachte. In einem damalsverfallenen Gotteshause außerhalb der Mauern niedergelegt, gaben sieBrun Anlaß, daselbst später ein Benediktinerkloster, fern von demGeräusch der volkreichen Stadt, zu stiften?) Nicht minder will-kommen war der Abt von Fulda am königlichen Hofe, denn derPapst gewährte durch ihn dem Könige die Machtvollkommenheit, Bis-thümer nach seinem Gutdünken einzurichten, und Hadamar prahlte,daß er mit den mitgenommenen Schätzen, d. i. mit 100 PfundSilbers, Pallien in Rom Hütte kaufen können, so viele er nur wolle?)

Mit dem höchsten Unwillen vernahm Erzbischof Wilhelm vonMainz von diesen ohne sein Zuthun gepflogenen Verhandlungen/)von demselben Papste Agapit, der so bereitwillig auf die Wünsche desKönigs eingieng. hatte er sich schon früher die Privilegien seines Stuhles,namentlich das päpstliche Vikariat für Deutschland, bestätigen lassen,und jeder, der die Ehren der Mainzer Metropole antaste, war mitdem Banne bedroht worden?) und jetzt sollten unter dem Vorwände,die Verbreitung des Christenthums zu fördern?) dennoch seine Rechte,

fl RuotAsr. V. Ilruiiouis o. 26: s^uockisam suam spistolam psr Hacka-marum vsoeradilom monastsrii Rulclsnsis adbutsm Romnm ack ^ANpitummirao saustitatis papam ckirexit. Den Zeitpunkt dieser Sendung hat Gros-scld richtig bestimmt (I)o urolüepisoopatus Ülagcksbui-A. origiuivus p. 22 u. 4).

fl IIuotAsr. a. a. O.: OsANtus iucks oum magna meutis alaoritatsrovorsus; o. 27 : Rogatus srgo . . Roms. reclisns donum nuntium Ooloniamlorrs aooeloravit . . Rroporavit in oseursum sius lasta oivitas . .

fl Ruotger. o. 28: utputa in loeo soerstiori st ad urbanas inguis-tuckinis molsstia rsmotiori. Köln heißt in der li-ansl. 8. Nsuriui L. 9(Nadillon ^ota saso. V, 539) papulosa oivitas.

') Brief Wilhelms: 8iquiclein guis a falsis propdotis Romain vsnisnsiu vestimsutis ovium. intriuseous autom rapax iupus, auro gsmmisgussareitus, in<ls rsckiens iaotatur, so ckomi lerrs uossio ouius muusrs totpallia guot volit sinpta seutum lidris . . I'orsns apostolioas as>>istolasdadsntss, apostolioa maisstats lioitum kors rogi, opisoopia ita orckinarsquo sivi plaooat, weiterhin spricht er von der intoroossio peouuiasÜackamari.

fl Ebd.: Ns insoio uou ick ickonsum rsdar.

S. das Schreiben Agapits (ckaM Ridl. III, 345347), worin es u. a.heißt: ut sitis uostsr vioarius missus in partidus Oormanias Oalliaoc^uo,und am Schlüsse 8anotas stiam Nogontiuao sscki privilsgiuiu oouserivimus,ut si (püs eam ouiusqus sit psrsonas aliguo donors lins dadito vslckspiockari, ipss cksprockstur ots. Darauf bezieht sich Wilhelm ausdrücklichp. 348. Ngl. oben S. 240 A. 8.

') A. a. O.: Oulpnm iustitia preteuckoutos aiunt ick üsri oausa pro-pagauckas odristianitatis.