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Kaiser Otto der Große
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Ausgang des Herzogs Heinrich von Baiern.

Anfang des Jahres der Mutter in Pöhlde machte, erfüllte diese mitbangen Ahnungen ob seines leidenden Zustandes?) Ohne seine Mit-wirkung mußte daher die Schlacht auf dem Lechfelde geschlagen werden,von der vor allem das Wohl, ja der gesicherte Bestand Baierns selbstabhieng. Nach errungenem Siege besuchte Otto den einst feindlichen,doch längst ihm wieder lieb gewordenen Bruder in Regensburg nocheinmal, und in diesen Aufenthalt fiel die Hinrichtung der gefangenenUngernfürsten am Galgen. Als die letzte Stunde nahte, ermahnteihn, wie es früher schon die Mutter gethan, Bischof Michael vonRegensburg zur Reue über alle seine Sünden, vorzüglich aber über dieGewaltthaten, die er sich gegen die Metropoliten von Salzburg undAglei hatte zu Schulden kommen lassen. Sein harter Sinn ver-leugnte sich auch hier nicht, denn nur in Bezug auf den letzterenerkannte er an, gesündigt zu haben?)

Heinrich hatte in seinem kurzen Leben schwere Verschuldungen aufsein Gewissen geladen sein frühes Ende betrachtete man im Volkehie und da als eine Strafe für die ruchlose Blendung des ErzbischofsHerold und sicherlich dem Vaterlande bei weitem mehr geschadetals genützt. Nachdem er zuerst aus Eigennutz der zärtlichen Mutterihr Witthum vorenthalten, empörte er sich dann zu wiederholtenMalen gegen seinen besseren Bruder, ja er trachtete ihm sogar nachdem Leben, nicht um irgend welcher höheren Zwecke willen, sondernlediglich von verzehrendem Ehrgeize getrieben. Als ihm dann endlichdurch unverdiente Milde die nächst der Krone mächtigste Stellung imReiche zu Theil geworden, trug er zwar einige in ihren Wirkungenwenig dauerhafte Erfolge über den äußeren Feind davon, aber er triebauch durch gehässige Anfechtung Sohn und Schwiegersohn des Königszu offenem Aufruhr und stürzte das Reich in unabsehbare undunheilvolle Wirren. In späterer Zeit erzählte man sich daher, daßHeinrich, von seinem Vater wider das göttliche Gebot in der Nachtdes grünen Donnerstags erzeugt, für sich und seine Nachkommen vondem Teufel den Fluch auf den Weg erhalten habe, daß sie stetsZwietracht und Unfrieden säen sollten?) So dienten seine vorzüg-

(sc. Lsinricus) dsllo interim aderst, eo quod valitudius corporis laborasset,<zus et mortuus sst; V. ^ladtdildis c. 16: idi czuam plirrimos dies asgro-taudo ladoravit.

') V. b'Iadtiuldis post. c. 18: Lsinricus . . uimia iuLrmitats corrsptusest. Hui cum seutiret, mordi gravedinem non miuui, sed ma^is ma^is-cjuo augsri, iter tostmavit in Lalidi, piam matrem vidsudi.

2/ sl'distmari (Idrou. II c. 25: Is cum iu tiue suo a dlicdsols listis-doueusi de tali commisso amousrstur, se iu priori peccasso solum tütsturet iu srcdiprssuls uidil.

Fragment Salzburger Nun (88. IX, 771 u. 58): et Ileiuricus duxqui doc tecit eodem anno obiit Lai. Lovsmbris, daraus Lim. 8. Ludbertlund Luctar. Karstcnss a. !i5i>. (ebd. 566>.

tkdistmari tldrou. I c. 11: ex so ct ex omuidus de lumdis eius-dsm umgusm proArsdisutibus uumquam desrit mea comes discordia uscproveuist eis pax tirma . . ülulti autem atürmaut . . quod sub eius sttilii suimst temporibus crsdra tierst commotio et quietis parva csrtitudo.Erst unter Kaiser Heinrich sei die Wirkung des Fluches erloschen.