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Kaiser Otto der Große
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257
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Angriff der Ungern am Lech 955.

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Pfaden und durch Gebüsch führte Otto das Heer gegen den Feind,um so vor seinen Pfeilen, der Waffe, worin er am stärksten war,')auf dem Marsche sicher zu sein. Die Ungern aber vereitelten seine Vor-sicht, denn ungesäumt überschritt ein Theil von ihnen zweimal denLech, umgieng somit das deutsche Heer und griff im Rücken desselbendie böhmische Nachhut an. Durch einen Pfeilregen wurde der Kampferöffnet; mit so großem Ungestüme aber warfen sich laut schreienddie Ungern sodann auf die Czechen, daß diese nicht Stand zu haltenwagten und das Gepäck Preisgaben, indem diejenigen, die nicht fielenoder gefangen wurden, die Flucht ergriffen. Nicht viel besser ergienges den schwäbischen Heerhaufen, von denen ebenfalls nicht wenigefielen, andere flohen. Da der König bemerkte, daß unverhofft vonhinten eine ernstliche Gefahr drohe, schickte er Konrad mit den Frankenden Bedrängten zum Beistände. Rasch befreite er die Gefangenen,jagte dem Feinde die Beute wieder ab und verscheuchte seine plün-dernden Scharen. Nachdem die Straße gesäubert, konnte er alsSieger zum Könige zurückkehren, und alle staunten, daß Konrad mitjungen und noch ungeschulten Kriegern diese That vollbracht hatte,während die sieggewohnten alten zauderten?)

Das Vorspiel der Schlacht hatte glücklich geendet und schon standman der Hauptmacht des Feindes gegenüber. Einige Worte der Auf-munterung richtete Otto an die ihn zunächst umgebenden Genossen,

stattfand, weil sie vom Zurückdrängen über den Lech (nach Baiern zn) sprechen,vgl. Giesebrecht Gesch. der deutschen Kaiserzeit I, 820.

') IVidnü. a. a. O. : sngittis . . guibus utuutnr aosrrims. Vgl. überdie ungrischcn Pfeile meine Gesch. des Ostfränk. Reiches II, 447 Anm. 33.

") Eb.: cum iiiASuti vooilsrations, vgl. Liudprand (Timt. II e. 30) überdie Merseburger Schlacht' sx sorum vsro (parts) turpis st diabolisn. bniüüi Irs^usntsr nnditnr, ^nn. Tlltaü. 1041 über die Schlacht bei Menfö: illiseeontra ineonüits voeilorainibus.

2) Dies Vorspiel (IViduk. o. 44), das Widukind durch ein fremdartigesEinschiebsel (e. 45) von der Schlachtüeschreibuug trennt, setzten mit Thictmarviele neuere auf den 0. Aug. In der That hat das Userol. ^.ugisnss zum0. Aug.: Tllemanni ab IIiiAuris oesisi sunt. Ilodolrib Lomes, was ich aufdie Schlacht beziehe, allein ich möchte diese später nachgetragene Notiz (s. KellersFacsimile) um so mehr für eine verirrte halten, als das dlser. 8. Kaili den-selben Grafen Uodalrich zum 10. bringt. Ebenso dasdlserol. Il/aurssbam. (nachder Wirzb. Handschr.): V. 16. ^ng. Lunonis 6ueis. ü?smpors Ottonisprimi . . irrumponts Kvnts Ilngrornm laeta est bas die mnAna stragsssbristianorum. Diese nicht gleichzeitige Notiz beweist nichts, da gerade KonradsTodestag seststcht, endlich dlssr. ImnsburA.: V 16. multi obristiani

intsrsmti, vgl. weiter unten S. 250 A. 2.

IViduü. s. 46: sxliortnudi gratia nlloontns sst soeios bos modo.Die Rede selbst verwirft Köpke «Widukind S. 49> wohl mit Recht als ein Sal-lust Hochgebildetes Kunstprodukt. Beachtenswert!) sind etwa nur die Worte:Ünpei'iimur, sei», mnltitudius, ssd i>on virtuts, ssd non armis; maximn,enim sx parto nudos illos armis omnibns psuitus sognovimns. Thietmar(Ho. 4), sonst ans Widukind gestützt, gibt abweichende Andeutungen: morisnrssibi rswunsrasionibus dsmntesns astsrnis, viussutss autsm prsssntibusdslsetamentis, und Gerhard (o. 12) sagt vielmehr umgekehrt: rsx . . snorum-<>us oonsolationibus nrinsipum roboratus. lieber Heinrichs Rede 933 vgl.VViduIr. I o. 38.

Zahrt,. d. deutschen Gesch. Tümmler, Otto der Grosse.

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