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Kaiser Otto der Große
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Schlacht ans dem Lechfelde 955.

Heer, in acht Züge getheilt, von denen wir jeden auf mindestenstausend Ritter veranschlagen dürfen, aus dem Lager?) Die Zügewaren nach den Stammen gebildet, so zwar, das; die Baiern alleindie drei ersten ausmachtcn, nicht von ihrem damals schon erkranktenHerzoge geführt, sondern von verschiedenen Grafen?) In dem viertenZuge standen die Franken unter dem tapferu Herzog Konrad. Indem fünften, dem königlichen, der zugleich der zahlreichste war, Ottoselbst, von den tüchtigsten Kriegern aller Stämme und einer munterenJugend umgeben, vor ihm, von einer starken Bewachung geschützt,das große Feldzeichen mit dem Bilde des streitbaren Erzengels Michael?)In diesem Zuge befanden sich jedenfalls auch die Sachsen, die demKönige aus der Heimat gefolgt waren. An sie schlossen sich alssechster und siebenter Zug die Schwaben unter ihrem Herzoge Bnrchard.Das Vorrecht des Vorstreites in Neichskriegen, welches die spätereSage ans Karls des Großen Schwager Gerold zurückführt, wurdeihnen damals also noch nicht zugestanden?) Den Beschluß bildetentausend anserlesene und wohlgcrüstete böhmische Krieger unter ihremHerzoge Boleslav?) denen als der Nachhut das gesamte Gepäck zurBewachung auvertraut war. Unerwartet aber sollte sich der lveitereVerlauf gestalten.

Südlich van Augsburg auf dem linken Ufer des Lech befandsich das uugrische Lager in der mehrere Stunden weiten wald- undbuschlosen Ebene, die, noch jetzt wie damals unter dem Namen desLechfeldes bekannt, für ein Reitertreffen einen vorzüglichen Tummel-platz darbot?) Nicht auf gebahnter S>traße, sondern auf unebenen

>) So vermutet Giesebrecht (Kaiserzeit I, 828), Köpkc (Widukind S. >05)aber zweifelt mit Recht, ob es möglich gewesen sei, die Ungern mit 8 bis 10000Mann zn schlagen. Die Worte Widukinds: In ovtrrvn srnnt Ilosmi sisotiinilitos inills scheinen mir zu beweisen, daß die andern Legionen stärker waren(vielleicht je 2000 Mann), weshalb bei dieser die kleinere Zahl hervorgehobenwird. Wenn mehrfach e ne Eimheilnng in milia vorkommt, so folgt darausdoch nicht, daß diese mit den Legionen zusammenfielen, die ja auch im Alter-thume viel größer sind. S. Kaiserchronik v. 15053: ckis llristsn Arvunnen ancksr stunt sssts uncks 2 vvsin?.is tüsunt.

2) Vpistuk. s. 41: guidus >nnstusrunt praskseti ckueis Heinrich.

äVickust. a. a. O.: anAsIns, psnss c,usm Victoria, vgl. I a. 38:oorsingus so (se. Imperators) anAsIuin Iioo sniin voeavulo kistiZisgus signumniaximum erat insiAnitum.

') Stalin Wirtemb. Gesch. I, 393, vgl. Ficker lieber einen Spiegel deurscherLeute (Sitzuugsber. der histor. Kl. der Wiener Äkad. XXIII, 161). Das erstebekannte Beispiel bietet die Schlacht von Homburg 1075.

6) VlockonrUi ann. 955: SUIN Lurislao 8nrmataru>n priueips. DerBöhmen gedenken auch die Xnn. LnngnII. mal.

Oontin. Rsßin. 955: apuck Inostum stuvinm; Obronio. XvsrspsrA.(88. XX, I2>: props üuvinm st,ssts; Xnn. liatispon. 955 (88. XV^II, 583>:Interksstio Un^arorum ack Issest; Xinsickl. 955: UnAnri sirsa tluinon I,echis. rsAS Ottons osoisi sunt; Xrnolckus Ilo 8. bimmer. I s. 17 (88. IV, 554):8SSU8 Insuin ÜUINSN. Gerhard (V. 8. Oucknlr. e. 3) sagt zuerst, von vcrh. Asra sprechend: sckuxit sum in sampum quem I^eliol'slck vulgo ckiount,ebenso Lambert a. 955 in Usesttslt. (Schon in den Xn». I^auriss. mni. 787steht: in loeo ut>> I,sosttslck vosntur super eivitatem ^.uAustam.I AnsGerhard und Widukind ergibt sich deutlich, daß der Kampf ans dem linken Ufer