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Otto vor Augsburg.
Otto. Hierauf brachen die Ungern die Belagerung ab und zogen ihmentgegen, in der Meinung, daß die Stadt nach erfochtenem Siegeihnen ohnehin zufallen müßte. So fest aber vertraute auch BischofUdalrich auf den Sieg, den ihm an dieser Stätte die h. Afra schonin einem Traumgesichte gezeigt hatte/) daß er in der folgenden Nachtseinen Bruder, den tapfern Grafen Dietbald, mit den Reisigen ausder Stadt zum Könige stoßen ließ?)
Otto, mit ungenügender Macht von Sachsen aufgebrochen, hatte,über Ulm heranziehend, soweit die Kürze der Zeit es gestatten wollte,die Gegend von Augsburg zur Vereinigung mit den übrigen Streit-kräften bestimmt?) Sein Bruder Brun zwar fehlte ihm mit denLothringern, weil er nicht rechtzeitig auf dem Platze sein konnte undes für allzu gewagt hielt, dies unruhige Land zu entblößen, zumalwenn etwa die Feinde wieder, wie im vorigen Jahre, dem Kampfeausweichend die Straße nach dem Westen einschlagen sollten?) Erlud gerade damals den tiefgebeugten Liudolf zu sich nach Bonn ein,wo er ihn königlich bewirthete und ihn durch schmeichlerische Hoff-nungen auf völlige Wiedereinsetzung zu trösten suchte, vielleicht dochin der stillen Besorgnis, daß Liudolfs Treue gegen den Vater nochnicht ganz ohne Wanken feststehe?)
Die übrigen deutschen Stämme aber, sowie auch die Böhmenentsandten alle zur rechten Frist ihre Mannen zum königlichen Heere,dessen geringe Zahl der ungeheuren Uebermacht gegenüber dennochOtto mit banger Sorge erfüllte?) Nach der sagenhaften Kaiserchronik
Ouäslriei in esinpo Inei äirniesturus säveisus irnpsrstorsin Ottonein . .spuä ^.uZustsin äuxit, quin Iiuno iäsin Imperator rebus st pstris pro-seripssrst Geschichtlich steht über den Ausgang Bertholds nichts fest, als wasdie Urk. Ottos II. andeutet, vgl. Hirsch Heinrich I, 422.
deriisräi V. 8. Ouäslr. v. 3: luäiesvitqus ei vsntursin supsr-Arsssionsm IInArorurn st lass. IisIIi st, qusnivis Isllorioss, tsinsn vieto-ris.ni eliristisnis eonessssm ssss nuueisvit.
2) A. a. O.: noets sxiens, vermutlich vom 9. zum 10. August.
/ IViäuIr. III o. 44: in eoniiniis )Vußustsuss urbis, und zwar kamennach LuotZsr. s. 36 die Scharen sä prsestitutum äisin zusammen. Simonvon Keza (LIssts Hungsror. I, iVlonum. ^rpsäisns sä. linälieiisr p. 105)läßt Otto äs Ulmsnsi ouris anrücken, von dem Bischöfe Udalrich Herbeigerusen,womit die Meldung Bertholds von Gllnzburg her nbcreinstimmt.
4) RuotAsr. o. 36 : sirnulqus ssset sollieitus, ns korts bsrllsri dsllumvitsntss in KsUism . . ässlinsrent. Daß man dies erwartete, beweist auchFlodoard (s. 055): Lungsri . . voisntss vsnirs in I'rsnvism.
Nuotger bringt diese Einladung mit dem Ungerneinfalle in die engsteVerbindung, indem er von Brun sagt: srUitrstus sie ss reMo oonsrUarsvotisqus iniperstoris sie smplius äeservirs. Dönnjges (S. 58 A. 3) hatdie Worte ssZrum eins sniinuin dlsnäieiis msUs äuleioribus äslsnivitgänzlich misverstanden, indem er Liudols „von einer schweren Krankheit" ge-nesen läßt.
°) linotAsr. e. 35: Impsrstoris quiäsm Spiritus snitsdstur in ipso,quis non erst si tsmpus exsreituin eonArsASnäi; Ksrnsrä. e. 12: Rsxigitur eum tsntum exsreitum IInArorum psrspsxissst, ssstimsvit nonposss sd Iiominidus supsrsri; itloäus Ottine v. 21 st.: äiu äiu militss^tsräos monso Irustrs. H äum e^o äsmoror, ersseit elsäss ssinpsr und v. 43:ksrvs msnu ssssis Usrtliis.