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Kaiser Otto der Große
Entstehung
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218
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218 Versammlung zu Fritzlar. Lothringische Händel.

geschriebene Reichsversammlung ab. Liudolf und Konrad, die nicht darandenken durften, durch treulose Auslieferung ihrer Gefährten sich selbst zusichernchlieben fern, dagegen erschien Herzog Heinrich, der mit so schwerenAnklagen gegen den bisher den wohlmeinenden Vermittler spielendenMainzer Erzbischof auftrat, daß der König und die Versammlungnicht mehr an seinem völligen Einverständnis mit den Empörernzweifelten?) Gegen diese war Otto jetzt zur äußersten Strenge ent-schlossen, und wahrscheinlich wurden schon hier beiden ihre Herzog-tümer abgesprochen, 2 ) wenn dies auch für Liudolf nirgend bezeugtist. Zwei mächtige thüringische Grafen Dadi vom Hassegau undWilhelm, die durch ihre bei Birten geleisteten Dienste ^) bisher inhohem und wohlverdientem Ansehen gestanden, wurden als Mit-schuldige, weil sie sich nicht genügend rechtfertigen konnten, zur Ver-bannung verurtheilt und ihrem alten Feinde, dem Herzoge Heinrich,zur Bewahrung übergeben, der nun endlich sein Mütchen an ihnenkühlen konnte. Manchen schreckte diese Härte von weiterer Theilnahmezurück. Dadi (gest. 957) verschwindet seitdem aus der Geschichte,Wilhelm (gest. 963) scheint dagegen die Gunst des Königs baldwiedererlangt zu haben, und ihn wie seine Nachkommen sehen wirnachmals, nach Weimar benannt, im Besitze mehrerer thüringischerGrafschaften.

Die Saat, die zu Köln ausgestreut worden, gieng indessen raschgenug auf, und ganz naturgemäß erblicken wir an der Spitze derer,welche sich jetzt im Namen des Königs gegen Konrad erhoben, einenalten Gegner desselben, den Neffen des ehemaligen Herzogs Giselbert,den Grafen Reginar Langhals vom'Hennegau. Dieser nämlich griffeine der stärksten Burgen Konrads an, die, gleich den übrigen inStand gesetzt, ihm zur Sicherung dienen sollte. Da zog der Herzogmit einer großen Schar zum Entsatz herbei und an der Maas kam

Schenkung und über Hatto, der dem holländischen Grafenhause angehörte, HirschHeinrich I, 345 A. 4. Vielleicht derselbe, der nebst seinem Bruder AladramGüter im Gau Gennep (bei Nymwegen) besaß, illisigus krutribus ob iuüäsli-tatsm soruin äirsxtui» nostrasyus i-SAias xotsstati rsäaatuui und an dasSt. FloriNstift geschenkt (8tumpt ^otu imx. 299, 8t. 190 vom Nov. 950).Hieher gehört vielleicht auch eine undatierte Urk. ans Quedlinburg für dasMorizkloster (8t. 223). lieber 8t. 224 vgl. oben S. 203 A. 3.

^ Vorher hieß es von ihm: ob rsM kit ouspsotus, ainiois rSAglibusoousiliariisgus omuiinoclis sxsrnsuäus, jetzt: proptsrsagus rsZis totiusr>uspsus sxeroitus otksnsniu inonrrit, ciuiri sum psuitus oulpabilsiu sx illiusäistis ssnssrsut (VVIäub. III o. 15. 16).

INocloarä. 953: Rsx iZitur Lbouraäuin a äusatu l^otbarisnsiumrsmovst (ohne genauere Zeitangabe). Ich kann daher Waitz (Deutsche Verfg.

V, 75, A. 2) nicht beistimmen, wenn er sagt:Eine eigentliche Absetzung scheintnicht stattgefunden zu haben."

b) S. oben S. 84 A. 2; Knochenhauer Gesch. Thüringens S. 123.

W. hatte die Grafschaft in den Gauen Husiti, Südthüringen, Altgau, Helmgau,Eichsfeld, in welchem letzteren allerdings erst seine Nachkommen nackzuweisen sind.Vielleicht mit auf diese Grafen gehen die Worte Ottos (LuotAsr. o. 20):biosti, stilsotissiws, Los inibi IrsHusntsr äuriorss st inagis iuiictos kuisss,. . cjuos iu urultis usosssituäiuibus tosäsratissiwos arnnvi.