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Kaiser Otto der Große
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Vertrag mit den Empörern. Otto in Köln 953.

mußte ihre Erklärungen mit Ruhe und Mäßigung hinnehmen, jasogar auf ihre Wünsche und Beschwerden eingehen und ihnen unterVermittlung des Erzbischofs in einer verbrieften Zusage Gewährungzugestehen?) Was hierin von ihm gefordert und bewilligt worden,bleibt uns leider unklar. Man darf nur vermuten, daß es auf eineweitere Sicherung der Nachfolge Liudolfs, vielleicht durch eine Mit-regentschaft bei Lebzeiten Ottos, und auf eine Minderung Heinrichs,etwa durch Abtretung der italienischen Marken oder anderer von Liu-dolf ihm streitig gemachter Gebietstheile, abgesehen war.

Voll Ingrimm über den ihm angethanen Zwang fuhr Otto vonMainz zu Schiffe rhcinabwürts nach Köln. Von dort wollte er sichzur Osterfeier zuerst nach Achen wenden, gieng aber, weil man daselbstauf seinen Empfang nicht würdig vorbereitet war?) nach dem west-fälischen Dortmund, wo er im Kreise der Seinigen an der Seite derMutter das Fest begierig?) Hier in der Mitte der Freunde undLandsleute aber faßte er den Entschluß zu dem gewis Mahthildeals Fürsprecherin ihres Lieblingssohnes Heinrich es nicht an ihrerMitwirkung wird haben fehlen lassen, sich von jenem Vertragemit den Empörern als einem erzwungenen loszusagen. So fand er,wie Widnkind sagt, den König, den er in Franken fast verloren hatte,auf glänzende Weise in der Heimat wieder. Vor die schwere Wahlgestellt zwischen Sohn und Bruder, entschied er für diesen, und indemer alles Geschehene für ungiltig erklärte, ließ er Lindolf und Konradkurzweg den Befehl znkommen, die Urheber der Empörung d. h. ihreeigenen Genossen zur Bestrafung auszuliefern, wenn sie nicht selbstals öffentliche Feinde angesehen sein wollten?) Neben ihnen trafder allgemeine Unwille vorzüglich den Mainzer Erzbischof, der unterdem Scheine des Vermittlers heuchlerisch, wie man meinte, den Hoch-verräthern in die Hände arbeitete, indem er die Aufrechterhaltnng desunter seinem Zuthun abgeschlossenen Vertrages vergeblich anempfahl.

rntsr ss propter oonLnia regionuin haderten) rsx nullatsnus acl oonooräiam stpaosin rsvosars potuissst, obisort ss Klio in astintorinin tratris, ähnlichÜsriinann. Ilng. 953: Otto rsx tratri Ilsinriso kavsns trirnrn contra ssinoitsvit Inntounrn. Von dieser Feindschaft weiß noch der spätere Wolfher(Vita Ooctölrarcü post. e. 3): in saclsrn vana voluntats ssinpsr oontrat'ratrsin rsgsnr privatim st sndäols, oontra ülinm vsro rsgis Inutoltum,nt Raroaria aälruo tostatur, pndlros porstitrt. Der persönliche Charakter desAufstandes erhellt hieraus ganz klar.

1) VViciuli. III o. 13: parnit tamsn rsx eoruin ssntsntiis in omniduslooornin tompornmc>us angustia; in welcher Weise ergibt o. 15: irritnrnIsert paotnm csnoci ooaotus iniro oonlessns sst und paotis pristinis ponti-Isx intsroessrt, also ein förmlicher Vertrag. Oontin. Rsgin. sagt nur: qnoärsx tranc>nills ao moässts susoipisns.

2) Oontin. Rsgin. 953: navrgio Ooloniain attigit, dazu Paßt, daß ernach Widnkind (o. II) cs aufgab, Ostern in Achen zu feiern, guia niokil sibräignuin rdr paratum sssst.

Oontin. Regln.: rnäsgus progrsclisns Orotmanni vroo pasolra

oslsdravit; IViäuu. e. 14: inatsrnis ganäirs st oltioiis äsosntsr ouratnr.

') IViäuIr. o. 15: säiotumgns sst tilio gsnsrogus auotorss soslsrrspunisnclos traäsrs, aut oerts ss Irostos publieos nosss vgl. Köpke Widu-kind S. 144.